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Malta



Dieser Artikel befasst sich mit Malta, dem Inselstaat im Mittelmeer, weiteres siehe: Malta (Begriffsklärung).
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(Details) (Details)
Amtssprachen Maltesisch, Englisch
Hauptstadt Valletta
Staatsform Republik
Staatsoberhaupt Edward Fenech Adami
Regierungschef Lawrence Gonzi
Fläche 316 km²
Einwohnerzahl 400.420
Bevölkerungsdichte 1267 Einwohner pro km²
Währung Maltesische Lira
Zeitzone UTC+1
Nationalhymne L-Innu Malti ("Schütze es, o Herr")
Internet-TLD .mt
Vorwahl +356
Die Republik Malta (maltesisch: Repubblika ta' Malta, englisch: Republic of Malta) ist der kleinste europäische Inselstaat. Er liegt im Mittelmeer, ca. 90 km südlich von Sizilien. Der maltesische Staat verteilt sich auf die drei bewohnten Inseln Malta (ca. 246 km²), Gozo (ca. 67 km²) und Comino (maltesisch Kemmunett, ca. 3 km²), sowie auf die unbewohnten Inseln Cominotto (Kemmunett), Filfla (Filfola) und St. Pauls Island. Die Hauptinsel Malta ist in fünf Bezirke gegliedert, Gozo und Comino bilden zusammen einen sechsten.

Malta wurde am 21. September 1964 von Großbritannien unabhängig.

Table of contents
1 Geschichte
2 Politik
3 Geographie
4 Verwaltungsgliederung
5 Wirtschaft
6 Bevölkerung
7 Religion
8 Sprache und Schrift
9 EU-Erweiterung
10 Weltkulturerbe
11 Weblinks

Geschichte

Hauptartikel: Geschichte Maltas

Der Malteser Ritterorden wurde 1798 von Malta durch Napoléon vertrieben und residiert heute als Priorat von Malta in Rom - in der Via Condotti 68.

Politik

Die Wählerschaft der kleinen Mittelmeerinsel zeigt eine Gespaltenheit wie sonst nirgendwo. Nationalkonservative und Sozialisten stehen sich hier gegenüber, beide können auf eine stabile Wählerschaft bauen. Dadurch ist es auf Malta fast üblich, dass Wahlen nur knapp gewonnen werden. Präsident Edward Fenech Adami hoffte beispielsweise auf 57 Prozent Zustimmung für das EU-Referendum und sah dies als eine große Mehrheit an.

Die Parteizugehörigkeit wird auf Malta von Generation zu Generation fast schon vererbt.

Am 12. März 2003, also vier Tage nach dem Referendum zur EU-Erweiterung, fanden in Malta Parlamentswahlen statt. Dem Trend aus dem Referendum folgend, wählten die Malteser mit 51,79 Prozent die Nationalkonservativen (PN) und mit 47,51 Prozent die Arbeiterpartei (MLP). Die dritte Partei, Alternattiva Demokratika (AD) erhielt mit 0,68 Prozent der Stimmen keinen Sitz im Parlament.

Durch Maltas Mitgliedschaft im Commonwealth of Nations, dem Staatenbund ehemaliger (zumeist) britischer Kolonien, haben Malteser in manchen dieser Länder, was Einreise- und Aufenthaltsbestimmungen anbelangt, einen privilegierteren Status als andere EU-Bürger.

Geographie

Die den Staat Malta bildenden Inseln liegen im Mittelmeer zwischen Libyen (360 km) und Sizilien (90 km) am östlichen Ende der Straße von Sizilien. Nur die drei größten Inseln Malta, Gozo (Għawdex) und Comino (Kemmuna) sind bewohnt.

Die von Steilküsten geprägten Inseln sind Reste einer alten Landverbindung zwischen Afrika und Europa. Das Klima ist ein subtropisches Winterregenklima (Mittelmeerklima) mit monatlichen Durchschnittstemperaturen zwischen 12° und 26°C sowie einer Jahresdurchschnittstemperatur von knapp 19°C. Die jährliche Niederschlagssumme beträgt etwas mehr als 500 mm; davon fällt mehr als die Hälfte in den drei Monaten von November bis Januar.
]] Der größte Teil des anstehenden Gesteins ist Kalk, so dass Karsterscheinungen wie z.B. Höhlen recht häufig anzutreffen sind. Wegen der Löslichkeit des Gesteins sind oberflächliche Gewässer selten. Die typische Vegetationsform ist die Garigue, die vor allem aus Hartlaubsträuchern besteht und eine Degradationsform der früheren Hartlaubwälder darstellt.

Verwaltungsgliederung

Seit 1993 ist Malta in 68 lokale Verwaltungseinheiten eingeteilt:

Insel Malta Gozo
  • Attard
  • Balzan
  • Birgu
  • Birkirkara
  • Birżebbuġa
  • Bormla
  • Dingli
  • Fgura
  • Floriana
  • Gudja
  • Gżira
  • Għargħur
  • Għaxaq
  • Ħamrun
  • Iklin
  • Isla
  • Kalkara
  • Kirkop
  • Lija
  • Luqa
  • Marsa
  • Marsaskala
  • Marsaxlokk
  • Mdina
  • Mellieħa
  • Mġarr
  • Mosta
  • Mqabba
  • Msida
  • Mtarfa
  • Naxxar
  • Paola
  • Pembroke
  • Pietà
  • Qormi
  • Qrendi
  • Rabat (Malta)
  • Safi
  • St. Julian's (San Ġiljan)
  • St. Lucia's (Santa Luċija)
  • St. Paul's Bay (San Pawl il-Baħar)
  • San Ġwann
  • Santa Venera
  • Siġġiewi
  • Sliema
  • Swieqi
  • Ta' Xbiex
  • Tarxien
  • Valletta
  • Xgħajra
  • Żabbar
  • Żebbuġ
  • Żejtun
  • Żurrieq
  • Fontana
  • Għajnsielem
  • Għarb
  • Għasri
  • Kerċem
  • Munxar
  • Nadur
  • Qala
  • Victoria (Rabat)
  • Saint Lawrence (San Lawrenz)
  • Sannat
  • Xagħra
  • Xewkija
  • Żebbuġ

Wirtschaft

Hauptartikel: Wirtschaft Maltas

Maltas Wirtschaft gestaltet sich im Vergleich zu den anderen im Jahr 2004 der EU neu beigetretenen Mitgliedsstaaten relativ positiv. Die zwei traditionellen Wirtschaftszweige sind Landwirtschaft und Fischerei. Dabei wird die Landwirtschaft hauptsächlich auf Gozo betrieben. Der größte Arbeitgeber des Landes ist die Malta Drydocks, die zweitgrößte Werft Europas. Auch der Tourismus spielt eine große Rolle. Die meisten Urlauber kommen aus Großbritannien, Deutschland und Italien. Von 1965 bis heute hat sich die Zahl der Touristen in etwa verzehnfacht. Heute sind es über eine halbe Million Touristen jährlich. 1992 wurde auf Malta eine eigene Börse gegründet.

Europäische Firmen werden schon seit den 1970er Jahren mit Steuervorteilen gelockt. So produzieren ca. 55 deutsche Unternehmen für den Export, u. a. die Firmen Playmobil, Rodenstock, Lloyd-Schuhe.

Bevölkerung

Hauptartikel: Bevölkerung Maltas

Die Einwohnerzahl Maltas beträgt etwa 400.000. Da die Fläche Maltas relativ klein ist, ergibt sich eine sehr hohe Bevölkerungsdichte, die bei 1.267 Personen pro Quadratkilometer liegt. Somit ist Malta das am dichtesten besiedelte Land Europas und hat die dritthöchste Bevölkerungsdichte der Welt. 94 Prozent der Menschen leben in der Stadt.

Aufgrund der Besiedlung von Sizilien her gehört die maltesische Bevölkerung am ehesten der romanischen Volksgruppe an. Rund vier Prozent der auf Malta lebenden Menschen sind anderer Nationalität, davon ca. zwei Prozent Briten.

Gozo und Comino: Gozo hat etwa 30.000 Einwohner und Comino hat 4 permanente Bewohner. Auf Comino leben im Sommer zusätzlich ein Pächterehepaar der Hotelanlage und zwei Polizisten.

Religion

Die überwiegende Mehrheit der maltesischen Bevölkerung (98%) ist römisch-katholisch. Daneben gibt es nur einige wenige Lutheraner, Orthodoxe und Juden. Die katholische Kirche hat deswegen einen starken Einfluss auf die maltesische Politik, so sind beispielsweise Ehescheidungen verboten und Schwangerschaftsabbruch strafbar. Es gibt 365 katholische Kirchen in Malta, aufgrund dieser Tatsache sagen Malteser oft, sie hätten eine Kirche für jeden Tag im Jahr. Der Katholizismus ist in der Verfassung als Religion des maltesischen Volkes verankert.

Sprache und Schrift

Malta hat seine eigene Sprache (Maltesisch) und Schrift, die dem Arabischenen stark ähnelt und sonst nirgendwo auf der Welt so existiert. Aufgrund der langen Besatzungszeit der Briten sprechen aber fast alle Malteser englisch, größtenteils auch italienisch.

EU-Erweiterung

Nach der Wahlniederlage der Nationalkonservativen 1996 wurde die EU-Aufnahme von seiten Maltas um zwei Jahre verschoben. Malta wurde nach der Entscheidung auf dem EU-Gipfeltreffen am 13. Dezember 2002 in Kopenhagen im Zuge der Osterweiterung zum 1. Mai 2004 mit neun weiteren osteuropäischen Staaten in die Europäische Union aufgenommen.

Doch vor der Aufnahme führten die Malteser am 8. März 2003 ein Referendum durch. Für einen Beitritt zur EU waren die Nationalkonservativen (PN) während die Sozialisten (MLP) und Gewerkschaften Werbung dagegen machten. Die Wahlbeteiligung bei den 300.000 Maltesern lag bei 91 Prozent die Zustimmung bei 53,65 Prozent und somit leicht über den Erwartungen. Malta hat damit Luxemburg als kleinstes EU-Land abgelöst.

Weltkulturerbe

Aus Malta sind bislang drei Denkmäler in die UNESCO-Liste des Welterbes aufgenommen worden: Die Hauptstadt Valletta, eine auf dem Reißbrett entstandene Festungsstadt; die Megalith-Tempel von Malta, eine Gruppe von sieben erhaltenen (ursprünglich 23) steinzeitlichen Tempelanlagen auf den Inseln Malta und Gozo sowie das Hypogeum von Hal Saflieni.

Siehe auch: Luzzu

Weblinks


Europäische Union / Europa / Staaten der Welt
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