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Libyen



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(Details)
Amtssprache Arabisch
Hauptstadt Tripolis
Staatsform Dschamahirija (Volksherrschaft)
Revolutionsführer Muammar al-Gaddafi
Staatsoberhaupt Zanati Mohamed al-Zanati
Regierungschef Shukri Mohammed Ghanem
Fläche 1.759.540 km²
Einwohnerzahl 5.240.599
Bevölkerungsdichte 3,1 Einwohner pro km²
Unabhängigkeit von Italien am 24. Dezember 1951
Währung Libyscher Dinar
Zeitzone UTC+1
Nationalhymne Allahu Akbar (Gott ist groß)
Kfz-Kennzeichen LAR
Internet-TLD .ly
Vorwahl +218
Die Sozialistische Libysch-Arabische Volks-Dschamahirija, kurz Libyen, ist ein Staat im Norden Afrikas.

Libyen liegt am Mittelmeer, und grenzt im Westen an Tunesien und Algerien, im Osten an Ägypten und den Sudan und im Süden an Niger und den Tschad. Libyen gliedert sich in die traditionellen Landschaften Tripolitanien im Westen, Fessan im Süden, die Cyrenaika (Kyrene) im Osten und die Libysche Wüste auf. Nur 2,5% der Fläche sind landwirtschaftlich nutzbar. Es gibt aber bedeutende Erdgas- und Erdölvorkommen.

Table of contents
1 Geschichte
2 Politik
3 Bevölkerung
4 Wirtschaft
5 Weblinks

Geschichte

Libya ist das griechische Wort für Afrika (wobei im Altertum dabei nur an Nordafrika gedacht wurde). Die Cyrenaika wurde von den Griechen kolonisiert, Tripolitanien war karthagische Provinz. Nachdem Tripolitanien zeitweise von Numidien beherrscht wurde, kamen die Küstengebiete im 1. Jahrhundert v. Chr. unter die Herrschaft Roms. Nach der Eroberung durch die Araber im 7. Jahrhundert wurde Tripolitanien von den Dynastien in Tunesien regiert, während sich die Cyrenaika eher unter der Kontrolle Ägyptens befand.

Nachdem Spanien 1510 Tripolis besetzt hatte, erkannten die Korsaren 1517 die Oberhoheit der Osmanen an und erhielten von diesen militärische Unterstützung mit welcher die Spanier wieder vertrieben werden konnten (1523). Obwohl Libyen nun Teil des Osmanischen Reichs war, konnten die Osmanen die Kontrolle über das abgelegene und wirtschaftlich schwache Gebiet schon im 17. Jahrhundert nicht aufrecht erhalten. Da Tripolis ein Zentrum der Korsaren war, kam es seit dem 17. Jahrhundert zu einer verstärkten Gegenwehr der europäischen Seemächte. So wurde Tripolis mehrmals von den Flotten Frankreichs, Englands und der Niederlande bombardiert.

1711 errang Ahmad Qaramanli (1711 - 1745) die Macht in Tripolis, beendete die osmanische Oberhoheit und begründete die Dynastie der Qaramanli, die bis 1835 regierte. Ahmad Qaramanli gewann auch die Kontrolle über die Cyrenaika und den Fessan. Allerdings blieb die Piraterie der Korsaren weiterhin ein wichtiger Wirtschaftsfaktor.

Die Vernichtung der Korsarenflotte durch die USA (1801 - 1805) führte zum Niedergang der Qaramanli und 1835 zur Erneuerung der osmanischen Herrschaft, die sich auch in Fezzan und der Cyrenaika durchsetzte.

Libyen wurde 1911/1912 von Italien, der spätesten europäischen Kolonialmacht, besetzt (erster Einsatz von Kampfgas). Erst 1932 konnten die Italiener den letzten Widerstand der Beduinenstämme im Landesinneren brechen. Schon im Zweiten Weltkrieg wurde die Cyrenaika und Tripolitanien 1942 von britischen und der Fessan von französischen Truppen erobert. 1951 wurde Libyen ein unabhängiges Königreich unter Idris, dem religiösen Oberhaupt des Senussi-Ordens und Herrscher des Fessan. Idris wurde 1969 von Oberst Muammar al-Ghaddafi gestürzt.

Politik

Am 10. März 2004 hat Libyen in Wien das so genannte Zusatzprotokoll zum Atomwaffensperrvertrag unterzeichnet. Damit gestattet die Regierung in Tripolis der Internationalen Atomenergie-Organisation umfassende Kontrollmöglichkeiten der nuklearen Anlagen des Landes.

Bevölkerung

Die Bevölkerung besteht mehrheitlich aus arabischsprachigen Berbern. Neben Arabisch werden einige Berbersprachen gesprochen:

Wirtschaft

Libyen ist seit 1962 Mitglied der Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC).

Weblinks




     
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