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Spanien



(Details) (Details)
Wahlspruch: "Plus Ultra"
lat, "Darüber hinaus"
Amtssprachen Spanisch (regional Katalanisch, Galicisch und Baskisch)
Hauptstadt Madrid
Staatsform Parlamentarische Monarchie
König Juan Carlos I
Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero
Fläche 504.782 km²
Einwohnerzahl 40.217.413 (Stand Juli 2003)
Bevölkerungsdichte 80 Einwohner pro km²
Währung Euro
Zeitzone UTC+1 (Kanarische Inseln UTC)
Nationalhymne Marcha Real
Kfz-Kennzeichen E
Internet-TLD .es
Vorwahl +34
Das Königreich Spanien (amtlich Spanisch Reino de España, Katalanisch Regne d'Espanya, Galicisch Reino de España, Baskisch Espainiako Erresuma) ist ein Staat, der sich zwischen dem 36-43° 47' nördlicher Breite und dem 9° 22' westlicher - 3° 20' östlicher Länge erstreckt. Spanien befindet sich, ebenso wie Portugal und das zum Vereinigten Königreich gehörende Gibraltar, auf der iberischen Halbinsel. Im Nordwesten, entlang des Gebirgszuges der Pyrenäen, grenzt Spanien an Frankreich und den Kleinstaat Andorra. Außerdem gehören die Inselgruppen der Balearen, im Mittelmeer gelegen, und der Kanaren, im Atlantik, sowie die an der nordafrikanischen Küste gelegenen Städte Ceuta und Melilla zum Staatsgebiet.

Der spanische Nationalfeiertag wird am 12. Oktober anlässlich der Entdeckung Amerikas durch Christoph Kolumbus gefeiert (Día de la Hispanidad).

Table of contents
1 Geschichte
2 Politik
3 Autonome Regionen
4 Geographie
5 Bevölkerung
6 Kultur
7 Sport
8 Verkehr
9 Weitere Themen
10 Weblinks

Geschichte

Hauptartikel: Geschichte Spaniens

Die Ureinwohner der Pyrenäenhalbinsel waren die Iberer, nach denen auch die Halbinsel benannt worden ist. Im 11. Jahrhundert v. Chr. siedelten sich die Phönizier an der Südküste an, deren Kolonien Cádiz (Gades) die berühmteste war. Die Bezeichnung Spanien leitet sich von der römischen Bezeichnung "Hispania" (phöniz. "Küste der Kaninchen") ab.

Siehe auch: Spanischer Erbfolgekrieg, Spanischer Bürgerkrieg

Politik

Gemäß Verfassung vom 7. Dezember 1978 ist Spanien ein sozialer und demokratischer Rechtsstaat mit der Staatsform einer parlamentarischen Monarchie (Art. 1, Abs. 3 der spanischen Verfassung). Der Königstitel ist erblich. Der derzeitige König ist Juan Carlos I. Der König ist Staatsoberhaupt und Oberbefehlshaber der Streitkräfte. Thronfolger ist Prinz Felipe, der gleichzeitig den Titel Fürst von Asturien (Príncipe de Asturias) trägt.

Die Rolle der spanischen Krone wird in der Verfassung im wesentlichen auf repräsentative Funktionen beschränkt. Darüber hinausgehende Funktionen des Königs sind die Bestätigung von Gesetzen und die Ernennung und die Entlassung des Regierungschefs.

Das oberste Gesetzgebungsorgan in Spanien ist das Parlament (Cortes Generales). Die Cortes unterteilen sich in zwei Kammern, das Abgeordnetenhaus (Cámera de los Diputados) und den Senat (Senado). Die 350 Mitglieder des Abgeordnetenhauses werden per Direktwahl für vier Jahre gewählt. Der Senat besteht aus 259 Sitzen. Davon werden 208 Mitglieder direkt vom Volk gewählt und die restlichen 51 von den Parlamenten der autonomen Regionen bestimmt. Senatoren werden für eine Amtszeit von vier Jahren ernannt.

Der Ministerpräsident und die Regierungsmitglieder werden vom Abgeordnetenhaus gewählt. Derzeitiger Ministerpräsident ist José Luis Rodríguez Zapatero von der sozialistischen Partido Socialista Obrero Español (PSOE).

Spanien ist seit Januar 1986 Mitglied der EU.

Siehe auch: Politische Parteien in Spanien, Liste der spanischen Ministerpräsidenten

Autonome Regionen

Hauptartikel: Autonome Regionen Spaniens

Spanien gliedert sich administrativ in 17 Autonome Regionen oder Gemeinschaften (Comunidades Autónomas), vergleichbar den deutschen Bundesländern, und in die zwei automomen Städte Ceuta und Melilla (Ciudades Autónomas).

Die Autonomen Regionen selbst gliedern sich ihrerseits in insgesamt 50 Provinzenen (provincias), die fast alle nach ihrem jeweiligen Verwaltungssitz benannt sind. (siehe hierzu: Liste der Provinzen Spaniens)

Die Liste der ISO 3166-2-Codes für Spanien findet sich .

Geographie

Spanien teilt sich die Iberische Halbinsel mit Portugal (im Westen) und der britischen Exklave Gibraltar (im Süden). Im Nordosten grenzt es an Andorra und, mit den Pyrenäen als Grenze, an Frankreich. Die zu Spanien gehörenden Kanarischen Inseln liegen vor der Westküste Afrikas. Der höchste Berg Spaniens ist mit 3.718 m Höhe der Pico del Teide auf der Insel Teneriffa, die zu den Kanarischen Inseln gehört.

Die Städte Ceuta und Melilla liegen in Nordafrika und grenzen an das Mittelmeer sowie Marokko. Der nördlichste Punkt Spaniens ist die Estaca de Vares, der westlichste das Kap Toriñana, beide in Galicien, der südlichste die Punta Marroquí bei Tarifa, der östlichste das Kap de Creus. Die größte Ausdehnung von Norden nach Süden beträgt 856 und von O. nach W. 1020 km.

Die Nordküste Spanien verläuft fast in gerader Linie und bildet nur zwischen Gijón und Avilés sowie zwischen Ribadeo und A Coruña (spanisch La Coruña) bedeutendere Vorsprünge nach Norden. Gegenüber den übrigen Küsten des Landes zeichnen sich diese Küstenabschnitte durch Schroffheit und schlechte Zugänglichkeit aus.

Ursächlich hierfür ist, dass hier die Gebirge fast überall dicht ans Meer heranrücken. Zugänglich sind diese Küstenabschnitte nur an den Mündungen der Flüsse und der tief in das Land einschneidenden Meeresarme (Rías), die insbesondere an der Küste von Galicien häufig auftreten. Auch die Westküste Spaniens trägt im ganzen diesen Charakter; doch ist sie viel zugänglicher als der Norden, da hier die Gebirge nur in den Kaps bis an das Meer herantreten und sich im Hintergrund der Rias gewöhnlich Ebenen befinden.

Charakteristisch für die Süd- und Ostküste sind dagegen eine Anzahl weiter, flacher Meerbusen und dazwischen befindliche, in felsige Vorgebirge endende Landvorsprünge. Diese Abschnitte sind gegliederter als die Nord- und Westküste und besser zugänglich. Die wichtigsten Buchten der Südküste sind von Westen nach Osten die Golfe von Cádiz, Málaga und Almería sowie die Bucht von Cartagena, an der Ostküste die Bahía von Alacant (spanisch Alicante) und der Golf von València. Die größten Flüsse Spaniens sind der Duero, der Tajo und der Ebro.

Die Vegetation der Iberischen Halbinsel teilt sich in drei große Bereiche auf:

Intensiver Anbau von Kulturpflanzen erfordert Bewässerungsanbau.

Bevölkerung

Die größten Städte Spaniens sind Madrid, Barcelona, Valencia, Sevilla, Zaragoza, Málaga und Bilbao.

In Spanien werden überwiegend die iberoromanischen Sprachen Spanisch (Castellano), Katalanisch und Galicisch, sowie das Baskische gesprochen. Die spanische Sprache ist im gesamten Staatsgebiet Amtssprache, während die anderen drei nur in manchen Gebieten diesen Status genießen.

Spanien ist ein vorwiegend katholisches Land. 94% der Staatsbürger gehören der römisch-katholischen Kirche an.

Kultur

Sport

Fußball ist in Spanien der mit Abstand wichtigste Publikums- und auch ein viel betriebener Breitensport. Weitere Mannschaftssportarten sind Basketball, Handball und Volleyball, an den Universitäten erfreut sich außerdem Rugby großer Beliebtheit.

Der Motorsport, insbesondere Rallye (Carlos Sainz ist derzeit der bekannteste spanische Fahrer), Formel 1 (Fernando Alonso) und Motorradrennen genießen die Aufmerksamkeit der Zuschauer.

Bedeutende Individualsportarten sind der Radsport und Tennis, desweiteren Padel, eine realtiv neues, dem Tennis ähnliches Spiel, und Golf. Im Nordosten Spaniens wird Pelota, der baskische Nationalsport, gespielt.

Ein typisch spanisches Spektakel ist der Stierkampf, der in der Regel jedoch nicht als Sportart angesehen wird. Nach Meinung seiner Anhänger ist er als eine Kunst anzusehen, in der Eleganz und Ästhetik eine wichtige Rolle spielen. In den Augen vieler Kritiker stellt er eine archaische und brutale Tradition dar, die es aufgrund der mit ihr verbundenen Tierquälerei nicht wert ist, in ihrer heutigen Form fortgeführt zu werden.

Verkehr

Spanien verfügt über ein gut ausgebautes Straßen- und Autobahnnetz. Das Bahnnetz (traditionell Breitspur) wird durch ein normalspuriges Hochgeschwindigkeitsnetz (AVE) ergänzt. Rund 40 Städte verfügen über einen Flughafen für Verkehrsmaschinen.

Weitere Themen

Weblinks


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