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Marburg (Lahn)



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Wappen Karte
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Gießen
Landkreis: Marburg-Biedenkopf
Fläche: 123,92 km²
Einwohner: 78.138 (31.12.2002)
Bevölkerungsdichte: 631 Einwohner/km²
Höhe: 173-412 m ü. NN
Postleitzahlen: 35037, 35039, 35041, 35043
Vorwahl: 06421
Geografische Lage: 50° 49' nördl. Breite
8° 46' östl. Länge
Kfz-Kennzeichen: MR
Amtlicher Gemeindeschlüssel: 06 5 34 014
Gliederung des Stadtgebiets: 14 Stadtteilgemeinden
in der Kernstadt, 18
äußere Stadtteile
Adresse der Stadtverwaltung: Markt 1
35037 Marburg
Offizielle Website: www.marburg.de
E-Mail-Adresse: stadtverwaltung@marburg.de
Politik
Oberbürgermeister: Dietrich Möller (CDU)
Die Universitätsstadt Marburg ist die Kreisstadt des Landkreises Marburg-Biedenkopf in Hessen. Sie hat als größere Mittelstadt (wie noch 6 andere Mittelstädte in Hessen) einen Sonderstatus (Sonderstatusstadt) im Vergleich zu den anderen kreisangehörigen Gemeinden, d.h. sie übernimmt Aufgaben des Landkreises, so dass sie in vielen Dingen einer kreisfreien Stadt gleicht. Die Philipps-Universität Marburg ist die älteste noch existierende protestantisch gegründete Universität und prägt auch heute noch das Stadtbild. Das Stadtgebiet erstreckt sich beidseits der Lahn westlich ins Gladenbacher Bergland hinein und östlich über die Lahnberge hinweg bis an den Rand des Amöneburger Beckens.

Table of contents
1 Geschichte
2 Politik
3 Wirtschaft
4 Entwicklung des Stadtgebiets
5 Tourismus, Baudenkmale
6 Kultur
7 bundesweit prominente Marburger
8 Freie Medien in Marburg
9 Literatur
10 Weblinks

Geschichte

Politik

Marburg ist auch lokalpolitisch eine quirlige, lebendige Stadt.1

Der 1999 direkt gewählte Oberbürgermeister ist von der CDU, sein Stellvertreter von der SPD. Der dritte hauptamtliche Repräsentant und Sozialdezernent ist von den Grünen. Die Mehrheit im Stadtparlament und damit die Etathoheit hat eine Koalition aus SPD und Grünen. Die Akzente dieser lokalen Parteienvertreter sind oft deutlich verschieden von denen ihrer jeweiligen Bundespolitiker, nämlich kulturfreundlicher und unideologischer. Im kommunalen Parlament vertreten sind außerdem mit jeweils kleinen Fraktionen die PDS, die Freien Wähler BfM, die FDP sowie eine CDU-Abspaltung MBL (Marburger Bürgerliste).

Außerparlamentarisch gibt es hier ein vollständiges Spektrum von Gruppierungen wie sonst nur in Großstädten. Auf der Linken sind das ATTAC, eine spontaneistische studentische Szene (AStA, RUM, Trauma e.V.), eine rührige gewerkschaftliche Szene, eine kleine autonom-anarchistische Szene (Hausbesetzer, Bunte Hilfe), eine beständige Friedensbewegung und eine aus eher älteren Personen bestehende Kultur-Linke.

Auf der Rechten sind das einige Corporationen und außerdem vereinzelte Rechtsextreme. Letztere haben dazu geführt, dass Marburg im Jahr 2004 bereits drei Neonazi-Aufmärsche (zuletzt 400 Personen) erlebt hat. Die Gegendemonstrationen waren jeweils doppelt so stark.

Im neutralen Mittelbereich des Spektrums gibt es die entwicklungspolitische Weltladen-Initiative, den aktiven Ortsverband der Humanistischen Union (Bürgerrechte, Datenschutz, Staat-Kirche-Trennung), BUND-Ortsgruppe, Greenpeace-Ortsgruppe, Mütterzentrum, Väteraufbruch, lesbische und schwule Gruppen, Selbsthilfegruppen aller Art, volkskirchliche Angebote sowie das werbefinanzierte Stadtmagazin "Marburger Express" und die Marburger Neue Zeitung.

Wirtschaft

Die zwei größten Arbeitgeber der Stadt sind die Philipps-Universität Marburg und die jetzt zu Ex-Aventis gehörenden Behring-Werke (Pharma- und Medizintechnikbranche).

Im Juni 2004 wurden für 280 Beschäftigte von ZLB Behring betriebsbedingte Kündigungen ausgesprochen. Eine hohe Zahl an zusätzlichen Erwerbsarbeitslosen, zumal in deren Familienmitgliedern hunderte Menschen mitbetroffen sind. Das Pharma-Unternehmen CSL/ZLB mit Zentrale in Bern hat seinen Marburger Standort Görzhäuser Hof (zwischen Marbach und Michelbach) und verspricht sich mittels der "betriebsbedingten Kündigungen", von denen alle Abteilungen betroffen sein sollen, besser im globalisierten Wettbwerb zu behaupten. Außerdem werden zusätzlich rund 200 weitere Vollzeitstellen in Marburg nach und nach abgebaut, zum Beispiel durch Teilzeitarbeit oder Wechsel zu anderen Standorten von ZLB.

Rund 81,7% der versicherungspflichtig beschäftigten Arbeitnehmer Marburgs arbeiteten 1998 im Dienstleistungsbereich, 18,1% im produzierenden Gewerbe. Die höchsten Beschäftigungsanteile in Marburg hatten die Bereiche Gesundheit (Universitäts-Kliniken) und Wissenschaft (Universität) aufzuweisen. Insgesamt arbeiteten in diesen beiden Wirtschaftszweigen über 10.000 Menschen.

Entwicklung des Stadtgebiets

Einwohnerentwicklung

Tourismus, Baudenkmale

Das vom Tagestourismus hauptsächlich wahrgenommene Angebot in Marburg ist die Besichtigung der berühmten gotischen Elisabethkirche (Marburg) von 1283. Wer nicht mit dem Ausflugsbus anreiste und noch besser zu Fuß ist, wird sich das Fachwerk-Ambiente der bergauf liegenden runderneuerten Marburger Oberstadt rund um das imposante historische Rathaus von 1527 sowie das Marburger Schloss und den Panoramablick von dort oben nicht entgehen lassen. Stadtführungen von 1,5-2 Stunden (auch zu Sonderthemen wie Märchen, Romantikepoche etc.) lassen sich bei der Touristinformation buchen. Von April bis Oktober gibt es zudem jeden Samstag kostenlose Kasematten-Führungen durch die unterirdischen Festungsanlagen des Schlosses. - -Für Übernachtungen bietet Marburg außer der Jugendherberge und dem Campingplatz -eine ganze Reihe Hotels und Pensionen in allen Preisklassen. Die über die städtische Webadresse http://www.marburg.de/ erreichbare Touristinformation bietet eine Zentrale Zimmervermittlung, überregionalen Kartenvorverkauf und Info-Prospektversand.

Kultur

Die Lebensqualität einer Stadt hängt nicht so sehr von Touristen-Attraktionen ab, vielmehr zählt die soziale und kulturelle Infrastruktur des Alltags. Auf diesem Gebiet kann Marburg glänzen, gar mit weit größeren Städte mithalten.

Zum Beispiel ist Marburg mit jährlich rund 1/2 Million verkauften Kinotickets (bei einem Einzugsgebiet von 300 000 Einwohnern im Landkreis) die heimliche deutsche Kinohauptstadt. Neben zwei eher studentischen Kinoangeboten gibt es 9 kommerzielle Kinos an 3 Standorten, darunter ein Cineplex mit 1700 Sitzen. Im Sommer gibt es Großleinwandvorführungen im Schlossparktheater.

Musik

Das musikalische Live-Angebot ist ebenfalls reichhaltig und breit gefächert. Insbesondere die drei Kulturzentren sorgen für ein weite Bandbreite von nicht nur für Jüngere attraktiven Konzerten der Bereiche Rockmusik, Pop, Hip Hop, A-capella, Tango, Ska, Punk, Reggae, Weltmusik. Vereine wie die Jazz-Initiative JIM sowie der Folkclub Marburg ergänzen weitere Klangfarben. Im Bereich der Klassischen Musik gibt es einen aktiven Konzertverein, zwei junge Sinfonieorchester und ungezählte Chöre im Stadtgebiet.

Tanz

Tanzen ist in Marburg sehr vielfältig möglich. Neben sechs kommerziellen Diskotheken gibt es After-Work-Parties (19-23h) und zahlreiche Knete-Feten von sozialen und studentischen Gruppen, was den popmusikalischen Sektor angeht. Immer donnerstags ab 22h gibt's für Jüngere im Trauma den Donner'S'Dance. Das kfz bietet über's Jahr verstreut eine große Anteil Tanzfeten mit Themenschwerpunkten, nicht selten mit szeneprominenten Discjockeys. Auch das wie andernorts übliche Tanzschulspektrum ist krege, sogar erweitert um ein Tango-Argentino-Angebot. Im Bereich Folktanz gibt es ein Tanzhaus Wosien, freie Gruppen (donnertags abends im ESG-Saal) sowie Folktanznächte mit Live-Musik seitens des Folkclubs. Dort wird nach Polka, Mazurka, bretonischen und balkanischen Rhythmen gewaltzt und Bäumchen-wechsle-Dich gespielt. Eine große Besonderheit stellt die einzige regelmäßige rauchfreie (!) Tanzfete weit und breit dar, die organisiert von der "Freien Tanz Initiative" sonntags abends (1./3. im Monat) in der Alten Mensa Reitgasse Latin, Ethno und Oldies spielt.

Bibliotheken und Archive

Außer dem Hessischen Staatsarchiv und der daneben befindlichen Ausbildungsstätte für Archivare beherbergt Marburg mehrere bundesweit bedeutende Archive.

Theater und Bühnen

Neben gelegentlichen Gastvorstellungen von Boulevardbühnen oder Musicalensembles in der Stadthalle sowie studentischen Theatergruppen und Produktionen der Waldorfschule besitzt Marburg drei Freie Theater (kommunal unterstützt) und das Hessische Landestheater.

Museen

Marburg bietet neben zwei privaten Galerien, mehreren zugänglichen Künstlerateliers und vielen weiteren Ausstellungsorten auch noch sechs Museen, wovon vier zur Universität gehören.

wichtige jährliche Veranstaltungen

Anmerkung: wenn die jährlichen(!) Termine wechselhaft festgelegt werden, sind genaue Daten genannt.

bundesweit prominente Marburger

Anmerkung: hier sollten nicht allein gebürtige Marburger hin, vielmehr alle jene die über einen längeren Zeitraum in Marburg wohnten und wirkten. Daher z.B. nicht Lomonosov, Heinemann, Meinhof oder Heidegger, die nur recht kurz in Marburg residierten.

Freie Medien in Marburg

Literatur

Weblinks


Städte und Gemeinden im Landkreis Marburg-Biedenkopf
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