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Terranigma



Terranigma (jap 天地創造, Tenchi Souzou; dt. Übersetzung Erschaffung der Welt) ist ein Fantasy-Rollenspiel, das von Kamui Fujiwara erfunden und von Nintendo und Enix entwickelt wurde. Es erschien 20. Oktober 1995 für die Spielekonsole Super Nintendo.

Table of contents
1 Hintergründe
2 Inhalt des Spiels
3 Die Hauptfiguren
4 Schauplätze
5 Sonstiges zum Spielablauf
6 Weblinks

Hintergründe

Aufgrund der Parallelen der Story mit religiösen Geschichten sowie einer extremen Nuancierung dieser Religiösität erschien Terranigma nicht offiziell in den USA und konnte dort nur mit Hilfe von Emulatoren gespielt werden, in Europa wurde es jedoch zu einem sehr beliebten Spiel.

Terranigma genießt Kultstatus unter Rollenspielen. Bei anderen Rollenspielen muss man die Welt retten; aber bei Terranigma muss man sie erst mal aufbauen. Grafisch gesehen ist es selbst für das Super Nintendo ein Meisterwerk, und auch der Sound macht Terranigma zu einem Meilenstein in der Geschichte der Rollenspiele. Die Musik des Spiels wurde geschrieben von Miyoko Kobayashi und Masanori Hikichi, die den wichtigsten Figuren des Spiels eigene Erkennungsmelodien gaben.

Das Spiel stützt sich auf die Lehre des Yin und Yang, da viele Ereignisse und Orte in diesem Spiel den Unterschied zwischen Gut und Böse zeigen. Die Unterteilung der Spielwelt in eine Oberwelt des Guten und eine Unterwelt des Bösen ist ein gutes Beispiel dafür. Irgendwann trifft man sogar den Ark der Oberwelt.

Obwohl Terranigma ein Rollenspiel ist, haben die Entwickler auch Spielelemente der Genres Action-Adventure und Wirtschaftssimulation mit eingebaut. So hat man beispielsweise die Möglichkeit, Dörfern und Städten bei der Entwicklung zu helfen. Diese wird aber auch teilweise kritisch betrachtet; so führt das Wachstum der Städte zwar zu einem größeren Wohlstand der Einwohner, jedoch kann man eine Zunahme der Oberflächlichkeit, den Verlust historischer Stadtbilder und die Ausbeutung der Natur bemerken.

Der Name Terranigma leitet sich von dem lateinischen Wort Terra (Erde) und dem griechischenen Wort Enigma (Geheimnis) ab.

Inhalt des Spiels

Im Intro liest man die Worte:
Unser Planet besitzt zwei Seelen.
Ein äußeres und ein inneres Antlitz.
Eine Licht- und eine Schattenseite.
Millionen Jahre nach der Geburt des Planeten
wurden Wachstum und Verfall zu zwei Seelen.

Auf der Lichtseite entstand neues Leben.
Die Schattenseite erstarrte im ewigen Eis.
Die Lichtseite erschuf neues Leben.
Alles entwickelte sich prächtig.
Angst und Haß beherrschten die Schattenseite.

So entstanden Gut und Böse

Im Gegensatz zu anderen „Rette die Welt“-Spielen ist bei Terranigma die Welt bereits durch Kriege, Biowaffen und Ähnliches untergegangen. Die Welt teilte sich daraufhin in zwei Hälften: eine Oberwelt ohne Kontinente, Tiere, Pflanzen und Menschen und eine Unterwelt, die durch einen Kristallnebel versiegelt ist und in der noch Pflanzen, Tiere und Menschen in einem Dorf namens Krysta leben.

Der Protagonist des Spiels ist ein Junge namens Ark (den man auch umbenennen kann), der in besagtem Dorf in der Unterwelt lebt. Eines Tages entdeckt er in dem verbotenen Keller des Hauses in dem er lebt eine Truhe, deren Siegel er bricht und somit die Bewohner seines Dorfes zu Eis erstarren lässt. Durch das Brechen des Siegels löst sich ebenfalls der Kristallnebel auf, so dass er sein Dorf verlassen kann, um die Dorfbewohner zu retten. Nach getaner Arbeit gibt ihm der Dorfälteste den Auftrag auch die Oberwelt wiederherzustellen. Dieser Teil spiegelt die Erschaffung der Welt wider. Ark muss zuerst die Kontinente wieder aus den Meeren auftauchen lassen. Dann muss er in die Oberwelt, wo sein erstes Ziel Südamerika heißt, denn dort gilt es, die Pflanzen zu befreien. Anschließend bricht er nach Nordamerika auf, um die Vögel und danach den Wind zu befreien. Die Vögel bringen ihn dann nach Afrika, wo er die Tiere befreien muss. Schließlich muss Ark gen Asien ziehen, um die Menschen zu befreien und sie später bei der Entwicklung der Zivilisation zu unterstützen. Damit ist seine ihm von Dorfältesten zugedachte Aufgabe erfüllt, aber nicht sein Schicksal.

Die Hauptfiguren

Ark

Ark lebt seit dem Verschwinden seiner
Eltern beim Dorfältesten. Er neigt dazu anderen Streiche zu spielen, was ihn schon oft in Schwierigkeiten brachte. Den Großteil seiner Freizeit verbringt Ark mit seiner Freundin Melina in Krysta. Ark ist der spielbare Hauptcharakter.

Melina aus Krysta

Melina ist die Freundin von Ark und arbeitet in einer Weberei. Ihre strenge Mutter bewacht sie, damit Ark ihr keine Streiche spielen kann. Später folgt sie Ark in die Oberwelt.

Dorfältester

Man könnte den Dorfältesten als Bürgermeister von Krysta bezeichnen. Er lehrte Ark die wichtigen Dinge des Lebens und versucht ihn mit seiner Weisheit auf den richtigen Weg zu bringen. Allerdings verfolgt er insgeheim einen größeren Plan.

Fluffy

Was Fluffy genau ist, weiß nur er selbst. Er lebte Jahrtausende in einer Truhe bis Ark ihr Siegel brach. Seitdem begleitet Fluffy Ark auf seiner Reise. Nach und nach erhält Ark immer mehr Informationen über das mysteriöse Wesen.

Ma-Jo

Ma-Jo ist ein alter, weiser und weitgereister Mönch. Außerdem ist er der Großvater von Mei-Lin. Ark begegnet ihm in Lhasa. Ma-Jo besitzt die Gabe der Voraussagung.

Mei-Lin

Mei-Lin lernt Ark in der Geisterstadt Luran kennen, wo einst ihre Eltern lebten, bis sie starben. Mei-Lin ist die Enkelin von Ma-Jo. Sie besitzt die Fähigkeit Illusionen zu erschaffen, und hilft Ark manchmal damit.

Fyda

Fyda ist eine Schwert-Kämpferin, die beauftragt wurde, das Leben von Melina aus Storkholm zu beschützen. Ark lernt sie in der Stadt Loire kennen.

Roy

Roy ist ein mysteriöser Schwert-Kämpfer, der immer ruhig bleibt. Ark trifft ihn zum ersten mal im Schloss von Loire. Später begegnen sie sich an verschiedenen Orten. Roy war früher mal Söldner.

Melina aus Storkholm

Melina aus Storkholm ist die Oberwelt-Doppelgängerin von Melina aus Krysta. Ark begegnet ihr zum ersten Mal im Thronsaal von Schloss Loire, wo sie stumm neben dem König sitzt. Seit dem Tod ihrer Eltern sprach sie kein Wort mehr, erst als Ark und Mei-Lin ihr ihre Eltern als Illusion zeigen, spricht sie wieder.

Perry

Perry ist ein Schwarzer, den Ark in der Stadt Liberita kennen lernt. Perry fährt für sein Leben gern Skateboard. Mit dieser Fähigkeit kann er Ark des Öfteren helfen. Perry arbeitet in einem Waisenhaus.

Beruga

Beruga ist ein Wissenschaftler, der einst den Nobelpreis für Biotechnologie gewann. Seitdem widmet er sich den Forschungen der Unsterblichkeit, für die er jedoch auch bereit ist zu töten. Ark begegnet Beruga zum ersten mal in seinem Labor in der Nähe der Stadt Devota, wo Beruga als Gott verehrt wird. Beruga ist dem Mittel zur Unsterblichkeit sehr nahe, doch will er nur jene unsterblich machen, die, aus seiner Sicht, wichtig sind. Anfangs scheint es so als ob Beruga Arks größter Feind ist. Später findet Ark jedoch heraus, dass Beruga nur eine Marionette ist, die von einer viel größeren Macht gesteuert wird.

Schauplätze

Die Oberwelt in Terranigma stellt die reale Erde dar, nur manche Orte haben andere Namen. In der Unterwelt stehen überall Kristalle auf einem Stück Land umringt von Lava. Nur das Dorf Krysta unterscheidet sich vom Rest der Unterwelt. Es sieht sehr idyllisch aus, mit Wiesen, Bäumen und einem kleinen Fluss. Außerdem wandert Ark noch durch Wälder, Wüsten, Berge und Gebäude. Er kann auch Dörfer und Städte betreten. Dort kann er sich ausruhen und Gegenstände kaufen. Ark kann durch bestimmte Tätigkeiten auch helfen, dass sich Dörfer zu Städten entwickeln. Zum Beispel muss er in einer Stadt den richtigen Bürgermeister wählen, da sich das Dorf sonst nicht entwickelt.

Sonstiges zum Spielablauf

Wenn Ark viele Gegner bezwungen hat, steigt sein Level, der ihn stärker macht und ihn seine Gegner leichter bezwingen lässt. Dabei erhöhen sich seine Kraftpunkte, sein Glücksfaktor, seine Angriffskraft und seine Verteidigung. Ihm werden Kraftpunkte abgezogen, wenn er von einem Gegner angeriffen wird. Wenn er alle seine Kraftpunkte verloren hat, fällt er um und erwacht dort, wo er zuletzt das Spiel gesichert hat. Der Glücksfaktor zeigt, wie hoch die Chance für gute und starke Treffer ist.

Ark kämpft mit Speeren, von denen er 25 unterschiedlich starke Exemplare finden kann. Zur Abwehr gegnerischer Angriffe stehen ihm Rüstungen zur Verfügung, von denen er auch 25 finden kann und die auch unterschiedliche Stärken haben. Er erlernt auch die Magie, mit der er sich heilen und stärken, die er aber auch im Kampf einsetzen kann. Er kämpft gegen Dämonen, Monster, Gespenster, Zombies und Roboter. Seine Feinde sind also hauptsächlich Wesen der Mythologie. Neben zahlreichen Gegnern trifft er auf seiner Reise aber auch viele Freunde.

Ark kann mit seinen Speeren, neben dem normalen Angriff, verschiedene Techniken anwenden. Eine davon ist der so genannte Blitzstich, bei dem er rennt und die Waffe nach vorne schnellen lässt. Dieser Angriff ist besonders effektiv gegen schnelle Gegner. Darüber hinaus beherrscht Ark noch eine Technik namens Amoklauf; dabei schleudert er seinen Speer wie wild um sich, was sich gut im Kampf gegen viele kleine vereinzelte Gegner anwenden lässt. Dann wäre da noch die so genannte Wirbelklinge: Beim Einsatz dieser Technik springt Ark und dreht seine Waffe gleichzeitig um sich, sodass fliegende Gegner besonders hart getroffen werden. Beim Funkenflug schließlich rennt er, springt und reibt die Waffe am Boden, was besonders großen und schweren Gegnern schwer zu schaffen macht. Außerdem kann er seine Waffe auch als Schutzschild gegen Geschosse benutzen. Die Kämpfe laufen in Echtzeit ab.

Das Spiel ist in vier Kapitel unterteilt:

Weblinks




     
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