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Wissen



Dieser Artikel beleuchtet den Begriff Wissen aus verschiedenen, übergeordneten Perspektiven. Für gleich bezeichnete Orte siehe Wissen (Begriffsklärung)

Wissen (ahd wischan, gesehen haben) bezeichnet die Gesamtheit aller organisierten Informationen mitsamt ihrer wechselseitigen Zusammenhänge, die ein (vernunftbegabtes) System besitzt. Das Wissen erlaubt es einem solchen System sinnvoll und bewusst auf Reize zu reagieren. Die Epistemologie, die den griechischen Wortstamm für Wissen (episteme) im Namen trägt, ist die Lehre von der Erkenntnis. Erkenntnis folgt erst dann aus Wissen, wenn erkannt wird, welche Relevanz die Einzelinformationen für die Lösung eines gegebenen Problems besitzen. Wissen kann man demnach also als potentielle Nutzinformation definieren.

Ein Mangel an Wissen wird als Ungewissheit (bewußt) bzw. Unkenntnis (unbewußt) bezeichnet.

Table of contents
1 Übersicht
2 Formen des Wissens
3 Systematische Ansätze
4 Informatischer Ansatz
5 Zitate
6 Siehe auch
7 Weblinks

Übersicht

Wissen steht seit der griechischen Philosophie im Gegensatz zur Meinung. Demnach impliziert Wissen Wahrheit und kann durch keine Argumentation widerlegt werden, während eine Meinung zwar wahr sein kann, aber diskutabel ist.

Reale und imaginäre Objekte, Systeme und Prozesse können gegeneinander abgegrenzt und daher beschrieben und definiert werden. Wissen hingegen ist ein selbstbezüglicher Begriff für eine Gesamtheit und nicht überschaubar. Die Selbstbezüglichkeit zeigt sich in der Tatsache, dass eine Definition des Begriffs Wissen das Wissen selber verändert, weil die Definition ebenfalls Bestandteil des Wissens ist. Es kann daher nur eine Beschreibung der Wirkung von Wissen erfolgen.

Während es auf den ersten Blick klar zu sein scheint, was Wissen bedeutet, ist es sehr schwer, eine allgemeingültige Definition dafür anzugeben. Für jede bekannte Definition gibt es Fälle, in denen sie offensichtlich nicht das wiedergibt, was wir unter Wissen verstehen. Dieses Problem nennt man das Gettier-Problem.

Formen des Wissens

Folgende Formen des Wissens können unterscheiden werden:

Systematische Ansätze

Im Gegensatz zum umgangssprachlichen Verständnis von Wissen bemüht sich der von Helmut F. Spinner begründete Karlsruher Ansatz der integrierten Wissensforschung (KAW) um eine Systematisierung des gesamten Begriffsfeldes um "Wissen aller Arten, in jeder Menge und Güte"; Spinner initiierte daher das Wissensarten-, Wissensordnungs- und Wissensverhaltensprojekt.

Er schlägt folgende Terminologie vor:

Informatischer Ansatz

Wissen sind Informationen zu einem gegebenen Problem. Information sind interpretierte Daten.

Zitate

Siehe auch

Weblinks




     
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