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Bekenntnisse der christlichen Kirchen und Gemeinschaften



Das Bekenntnis ist so alt wie die Kirche. Bereits in der Bibel finden sich Ansätze einer Bekenntnisbildung. Die Gründe für das Entstehen von Bekenntnissen sind vielfältig. Theologische Disputationen, Abgrenzung gegen Häresien, Entwicklung von Curricula im Zusammenhang des Katechumenats, liturgische Bedürfnisse sowie konfessionelle Auseinandersetzungen und Konvergenzbestrebungen sind nur einige der Gründe, die zur Entstehung von Bekenntnissen führten.

Table of contents
1 Biblische Bekenntnisse
2 Kirchenväter
3 Bekenntnisse der Westkirche
4 Bekenntniss der Ostkirche
5 Bekenntnisse der Alten Kirche
6 Römisch-katholische Bekenntnisse des Mittelalters
7 Lutherische Bekenntnisse
8 Reformierte Bekenntnisse
9 Täuferische Bekenntnisse
10 Bekenntnis der Anglikanischen Kirche
11 Bekenntnisse des nachreformatorischen Reformkatholizismus
12 Bekenntnisse der Evangelisch-methodistischen Kirche
13 Bekenntnisse der Baptisten und des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden
14 Basis der Evangelischen Allianz von 1846
15 Die Berliner Erklärung von 1909
16 Barmer Theologische Erklärung von 1934
17 Bekenntnisse junger Kirchen
18 Weitere Bekenntnisse der Gegenwart

Biblische Bekenntnisse

Sogenanntes Altes Testament (Auswahl)

Sogenanntes Neues Testament (Auswahl)

Die Urform aller neutestamentlichen Glaubensbekenntnisse lautet: Jesus (Christus) ist Herr! Alle anderen Glaubensbekenntnisse des Neuen Testaments haben in diesem Grundbekenntnis ihren Ausgangspunkt.

Evangelien

Apostelgeschichte

Paulus-Briefe

Petrus-Briefe

Johannes-Briefe

Andere Schriften des Neuen Testaments

Offenbarung des Johannes

Kirchenväter

Bekenntnisse der Westkirche

Tauffragen des Hippolyt

Altrömisches Taufbekenntnis nach Marcell

Bekenntnis des Nicetas

Apostolisches Glaubensbekenntnis nach Pirmin von Reichenau

Bekenntniss der Ostkirche

Bekenntnisse der Alten Kirche

Römisch-katholische Bekenntnisse des Mittelalters

Lutherische Bekenntnisse

Reformierte Bekenntnisse

Täuferische Bekenntnisse

Bekenntnis der Anglikanischen Kirche

Bekenntnisse des nachreformatorischen Reformkatholizismus

Bekenntnisse der Evangelisch-methodistischen Kirche

Bekenntnisse der Baptisten und des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden

Baptistisches Glaubensbekenntnis von 1689

Baptistisches Glaubensbekenntnis von 1840

Das Original dieses von
Johann Ludwig Hinrichs mit der Hand geschriebenen Glaubensbekenntnisses liegt im Niedersächsischen Staatsarchiv Oldenburg i.O. Es war Anlage zu einem Gesuch, das die Baptistengemeinde Jever am 28. September 1840 an das Großherzogliche Consistorium zu Oldenburg richtete. Es trägt die Überschrift: "Bitte um Genehmigung der Gottesverehrung".

Die ursprüngliche Orthografie wurde im folgenden Text beibehalten.

Glaubensbekenntniß der Evangelisch Taufgesinnten (Baptisten) Gemeinden in Amerika, Großbritanien, Hamburg pp und Jever

* wird fortgesetzt

Glaubensbekenntnis des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden von 1977 (BRD) und 1978 (DDR)

Die "Rechenschaft vom Glauben" wurde als gemeinsames deutschsprachiges Glaubensbekenntnis in den Jahren 1974 - 1977 von einer internationalen Kommission erarbeitet, der Mitglieder aus dem Bund der Baptistengemeinden in Österreich, dem Bund der Baptistengemeinden in der Schweiz, dem Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden in der DDR und dem Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden in der Bundesrepublik Deutschland angehörten. Die "Rechenschaft vom Glauben" wurde vom Bundesrat des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden in Deutschland am 21.5.1977 in Nürnberg und vom Bundesrat des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden in der DDR am 3.6.1978 in Berlin-Weißensee entgegengenommen und den Gemeinden zum Gebrauch empfohlen. Die in der vorliegende Ausgabe enthaltene Fassung des Artikels 2 I 3 ("Glaube und Taufe") wurde vom Bundesrat des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden in Deutschland am 26.5.1995 in Bochum anstelle der in den Ausgaben von 1977 bzw. 1978 nicht einheitlichen Fassungen dieses Artikels entgegengenommen und "als Bestandteil der 'Rechenschaft vom Glauben' den Gemeinden zum Gebrauch empfohlen, bis weiterreichende gemeinsame Erkenntnisse gewonnen sind." (Schlussbemerkung des Glaubensbekenntnisses)

Basis der Evangelischen Allianz von 1846

Bei der Gründungskonferenz der Evangelischen Allianz 1846 in London wurde folgendes Bekenntnis angenommen:
Wir bekennen uns: 

Die Berliner Erklärung von 1909

Die unterzeichneten Brüer erheben warnend ihre Stimme gegen die sogenannte Pfingstbewegung.

1. Wir sind nach ernster gemeinsamer Prüfung eines umfangreichen und zuverlässigen Materials vor dem Herrn zu folgendem Ergebnis gekommen:

a) Die Bewegung steht in untrennbarem Zusammenhang mit der Bewegung von Los Angeles - Christiana - Hamburg - Kassel - Großalmerode. Die Versuche, diesen Zusammenhang zu leugnen, scheitern an den vorliegenden Tatsachen.

b) Die sogenannte Pfingstbewegung ist nicht von oben, sondern von unten; sie hat viele Erscheinungen mit dem Spiritismus gemein. Es wirken in ihr Dämonen, welche, von Satan mit List geleitet, Lüge und Wahrheit vermengen, um die Kinder Gottes zu verführen. In vielen Fällen haben sich die sogenannten "Geistbegabten" nachträglich als besessen erwiesen.

c) An der Überzeugung, daß diese Bewegung von unten her ist, kann uns die persönliche Treue und Hingebung einzelner führender Geschwister nicht irre machen, auch nicht die Heilungen, Zungen, Weissagungen usw., von denen die Bewegung begleitet ist. Schon oft sind solche Zeichen mit ähnlichen Bewegungen verbunden gewesen, z. B. mit dem Irwingianismus, ja selbst mit der "christlichen Wissenschaft" (Christian Science) und dem Spiritismus.

d) Der Geist in dieser Bewegung bringt geistige und körperliche Machtwirkungen hervor; dennoch ist es ein falscher Geist. Er hat sich als ein solcher entlarvt. Die häßlichen Erscheinungen, wie Hinstürzen, Gesichtszuckungen, Zittern, Schreien, widerliches lautes Lachen usw. treten auch diesmal in Versammlungen auf. Wir lassen dahingestellt, wieviel davon dämonisch, wieviel hysterisch oder seelisch ist - gottgewirkt sind solche Erscheinungen nicht.

e) Der Geist dieser Bewegung führt sich durch das Wort Gottes ein, drängt es aber in den Hintergrund durch sogenannte "Weissagungen". Vergleiche 2. Chronik 18, 18-22. Überhaupt liegt in diesen Weissagungen eine große Gefahr; nicht nur haben sich in ihnen handgreifliche Widersprüche herausgestellt, sondern sie bringen da und dort Brüder und ihre ganze Arbeit in sklavische Abhängigkeit von diesen "Botschaften". In der Art ihrer Übermittlung gleichen die letzteren den Botschaften spiritistischer Medien. Die Übermittler sind meist Frauen. Das hat an verschiedenen Punkten der Bewegung dahin geführt, daß gegen die klaren Weisungen der Schrift Frauen, ja sogar junge Mädchen, leitend im Mittelpunkt der Arbeit stehen.

2. Eine derartige Bewegung als von Gott geschenkt anzuerkennen, ist uns unmöglich. Es ist natürlich nicht ausgeschlossen, daß in den Versammlungen die Verkündigung des Wortes Gottes durch die demselben innewohnende Kraft Früchte bringt. Unerfahrene Geschwister lassen sich durch solche Segnungen des Wortes Gottes täuschen. Diese ändern aber an dem Lügen-Charakter der ganzen Bewegung nichts, vergleiche 2. Korinther 11, 3-4 und 14.

3. Die Gemeinde Gottes in Deutschland hat Grund, sich tief zu beugen darüber, daß diese Bewegung Aufnahme finden konnte. Wir alle stellen uns wegen unserer Mängel und Versäumnisse, besonders auch in der Fürbitte, mit unter diese Schuld. Der Mangel an biblischer Erkenntnis und Gründung, an heiligem Ernste und Wachsamkeit, eine oberflächliche Auffassung von Sünde und Gnade, von Bekehrung und Wiedergeburt, eine willkürliche Auslegung der Bibel, die Lust an neuen aufregenden Erscheinungen, die Neigung zu Übertreibungen, vor allem aber auch Selbstüberhebung, - das alles hat dieser Bewegung die Wege geebnet.

4. Insonderheit aber ist die unbiblische Lehre vom sogenannten "reinen Herzen" für viele Kreise verhängnisvoll und für die sogenannte Pfingstbewegung förderlich geworden. Es handelt sich dabei um den Irrtum, als sei die "innewohnende Sünde" in einem begnadigten und geheiligten Christen ausgerottet. Wir halten fest an der Wahrheit, daß der Herr die Seinigen vor jedem Straucheln und Fallen bewahren will und kann (1. Thessalonicher 5, 23; Judas 24-25; Hebräer 13,21), und daß dieselben Macht haben, durch den Heiligen Geist über die Sünde zu herrschen. Aber ein "reines" Herz, das darüber hinausgeht, auch bei gottgeschenkter, dauernder Bewahrung mit Paulus demütig sprechen zu müssen: "Ich bin mir selbst nichts bewußt, aber dadurch bin ich nicht gerechtfertigt", empfängt der Mensch überhaupt auf Erden nicht. Auch der gefördertste Christ hat sich zu beugen vor dem Gott, der allein Richter ist über den wahren Zustand der Herzen, vergleiche 1. Korinther 4,4. "Wenn wir sagen, daß wir Sünde nicht haben, so verführen wir uns selbst, und die Wahrheit ist nicht in uns", 1. Johannes 1,8. In Wahrheit empfängt der Gläubige in Christo ein fleckenlos gereinigtes Herz; aber die Irrlehre, daß das Herz in sich einen Zustand der Sündlosigkeit erreichen könne, hat schon viele Kinder Gottes unter den Fluch der Unaufrichtigkeit gegenüber der Sünde gebracht, hat sie getäuscht über Sünden, die noch in ihrer Gedankenwelt, in ihren Versäumnissen, oder in ihrem Zurückbleiben hinter den hohen Geboten Gottes in ihrem Leben liegen. Es kann nicht genug ermahnt werden, für die Sünde ein Auge sich zu bewahren, welches nicht getrübt ist durch eine menschlich gemachte Heiligung oder durch eine eingebildete Lehre von der Hinwegnahme der Sündennatur. Mangelnde Beugung über eigene Sünde verschließt den Weg zu neuen Segnungen und bringt unter den Einfluß des Feindes. Traurige Erfahrungen in der Gegenwart zeigen, daß da, wo man einen Zustand von Sündlosigkeit erreicht zu haben behauptet, der Gläubige dahin kommen kann, daß er nicht mehr fähig ist, einen Irrtum zuzugeben, geschweige denn zu bekennen. Eine weitere traurige Folge falscher Heiligungslehre ist die mit ihr verbundene Herabsetzung des biblischen, gottgewollten ehelichen Lebens, indem man mancherorts den ehelichen Verkehr zwischen Mann und Frau als unvereinbar mit wahrer Heiligung hinstellt, vergleiche 1. Mose 1,28 und Epheser 5,31.

5. In der sogenannten "Pfingstbewegung" steht in Deutschland Pastor Paul als Führer vor der Öffentlichkeit. Er ist zugleich der Hauptvertreter der vorstehend abgewiesenen unbiblischen Lehren. Wir lieben ihn als Bruder und wünschen, ihm und der Schar seiner Anhänger in Wahrheit zu dienen. Es ist uns ein Schmerz, gegen ihn öffentlich Stellung nehmen zu müssen. An Aussprachen mit ihm und an Ermahnungen im engeren und weiteren Brüderkreise hat es nicht gefehlt. Nachdem alles vergeblich war, müssen wir nun um seinet- und der Sache Gottes willen hiermit aussprechen: Wir, die unterzeichneten Brüder, können ihn als Führer und Lehrer in der Gemeinde Jesu nicht mehr anerkennen. Wir befehlen ihn in Liebe, Glaube und Hoffnung der zurechtbringenden Gnade des Herrn.

6. Wir glauben, daß es nur Ein Pfingsten gegeben hat, Apostelgeschichte 2. Wir glauben an den hlg. Geist, welcher in der Gemeinde Jesu bleiben wird in Ewigkeit, vergleiche Johannes 14,16. Wir sind darüber klar, daß die Gemeinde Gottes immer wieder erneute Gnadenheimsuchungen des hlg. Geistes erhalten hat und bedarf. Jedem einzelnen Gläubigen gilt die Mahnung des Apostels: "Werdet voll Geistes!" Epheser 5,18. Der Weg dazu ist und bleibt völlige Gemeinschaft mit dem gekreuzigten, auferstandenen und erhöhten Herrn. In Ihm wohnt die Fülle der Gottheit leibhaftig, aus der wir nehmen Gnade um Gnade. Wir erwarten nicht ein neues Pfingsten; wir warten auf den wiederkommenden Herrn.

Wir bitten hierdurch alle unsere Geschwister um des Herrn und seiner Sache willen, welche Satan verderben will: Haltet Euch von dieser Bewegung fern! Wer aber von Euch unter die Macht dieses Geistes geraten ist, der sage sich los und bitte Gott um Vergebung und Befreiung. Verzaget nicht in den Kämpfen, durch welche dann vielleicht mancher hindurchgehen wird. Satan wird seine Herrschaft nicht leichten Kaufes aufgeben. Aber seid gewiß: der Herr trägt hindurch! Er hat schon manchen frei gemacht und will Euch die wahre Geistesausrüstung geben.

Unsere feste Zuversicht in dieser schweren Zeit ist diese: Gottes Volk wird aus diesen Kämpfen gesegnet hervorgehen! Das dürft auch Ihr, liebe Geschwister, Euch sagen, die Ihr erschüttert vor den Tatsachen steht, vor welche unsere Worte Euch stellen. Der Herr wird den Einfältigen und Demütigen Licht geben und sie stärken und bewahren. Wir verlassen uns auf Jesum, den Erzhirten. Wenn jeder dem Herrn und seinem Worte den Platz einräumt, der ihm gebührt, so wird ER das Werk seines Geistes, daß Er in Deutschland so gnadenreich angefangen hat, zu seinem herrlichen, gottgewollten Ziele durchführen. Wir verlassen uns auf Ihn, der da spricht: "Meine Kinder und das Werk meiner Hände lasset mir anbefohlen sein" Jesaja 45,11 (wörtliche Übersetzung).

Berlin, den 15. September 1909

Unterzeichnet wurde diese Erklärung von 56 Brüdern aus Kirchen und Freikirchen; u.a.: Walter Michaelis, Elias Schrenk, Georg von Viehbahn, A. Dallmeyer, J. Seitz, Freiherr von Thiele-Winckler u. a.

Barmer Theologische Erklärung von 1934

Bekenntnisse junger Kirchen

Weitere Bekenntnisse der Gegenwart




     
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