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Feuer




Ein Lagerfeuer
Der Begriff Feuer (heiss) (von althochdeutsch: fiur) bezeichnet eine Form der Verbrennung mit Flammenbildung, bei der Licht und Wärme entstehen.

Table of contents
1 Feuerstellen
2 Entfachen eines Feuers
3 Feuer, Wirkungsgrad
4 Nutz- und Schadenfeuer
5 Naturvorstellung des Feuers in der Antike

Feuerstellen

Feuer meint eine kontrolliert stattfindende Verbrennung. Eine unkontrollierte Verbrennung wird als Brand bezeichnet, eine Verbrennung ohne Flammenbildung wird als Glut (Verbrennung) bezeichnet. Die Kontrolle des Feuers war ein wichtiger Schritt in der Entstehung menschlicher Kulturen und Zivilisationen. Sein Gebrauch durch den Menschen ist für eine Zeit bis etwa vor 300.000 Jahren nachgewiesen, vermutlich aber schon vor 790.000 verwendet worden, wie 2004 veröffentlichte Funde in Gesher Benot Ya'aqov belegen könnten. Nachdem jahrhundertelang nur die einfache offene Feuerstelle als Heizung und für Speisezubereitung diente, setzte sich im 19. Jahrhundert sowohl der Ofen als Heizung, wie auch der Herd als Kochstelle langsam durch.

Entfachen eines Feuers

Heutzutage werden Feuer meist mit dem Feuerzeug oder mit Streichhölzern angezündet. Bei den Naturvölkern wurde Feuer

Feuer, Wirkungsgrad

Ein Feuer, drei Steine und ein Topf ohne Deckel sollte als große Energieverschwendung angesehen werden, in Ländern, die kaum Brennmaterial haben.
Wieviel Holz benötigt man, um eine Tasse Suppe zu kochen?

Eine Tasse Suppe (200 ml): m = 0.2 kg
Spezifische Wärme von Wasser: C = 4 kJ/kg
Temperaturunterschied zur Raumtemperatur: T = 100°C - 20°C = 80 K
Heizwert von trockenem Holz: H = 10 MJ/kg
Dichte von Holz: 0,7 g/cm^3
Gesuchte Wärmemenge, um die Suppe zu erhitzen: Q
Gesuchte Holzmasse, die die Wärmemenge q liefert: M

q = C*m*T = 4 * 0.2 * 80 kJ = 70 kJ
M = q/H = 0.07/10 kg = 7g (sieben Gramm!)

Theoretisch genügt ein(!) fingerdicker Stock von 10 cm Länge, um 200 ml Suppe auf 100°C zu erwärmen.

Wo bleibt die Energie in der Praxis? Ein Teil der Energie geht verloren, wenn Wasserdampf nicht am Topfdeckel kondensieren und die Verdampfungswärme zurückgeben darf. Fast alle Energie erwärmt die Umgebungsluft, nur ein geringer Teil den Topf. Abhilfe sind ein Deckel auf dem Suppentopf und ein einfacher Kanonenofen (behelfsweise eine Blechtonne oder Konservendose) zur Reduktion der Konvektionsverluste.

Nutz- und Schadenfeuer

Man unterscheidet grundsätzlich Nutz- und Schadenfeuer.

Das Nutzfeuer ist ein beabsichtiges und kontrollierbares Feuer. Es ist zum Erwärmen oder Verbrennen von Gegenständen oder anderem gedacht. Hierzu zählt z. B. das Kaminfeuer oder das Grillfeuer.

Das Schadenfeuer ist ein unbeabsichtliches und zerstörerisches Feuer. Es verbrennt ungewollt Gegenstände und ist meistens nicht kontrollierbar. Für dieses Feuer ist die Feuerwehr gedacht.

Nicht selten kommt es vor, dass ein Nutzfeuer zum Schadenfeuer umschlägt.

Naturvorstellung des Feuers in der Antike

Im antiken Griechenland wurde dem Element Feuer der Tetraeder als einer der fünf Platonischen Körper zugeordnet. Feuer galt als eines der Elemente sowohl der klassischen Vier-Elemente-Lehre als auch der chinesisch-japanischen Fünf-Elemente-Lehre.

Siehe auch: Feuerwehr, Lagerfeuer, Bruder Feuer




     
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