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Feuerlöschpumpe



Feuerlöschpumpen sind speziell für die Brandbekämpfung konstruierte Strömungsmaschinen, die zur Wasserförderung geeignet sind. Sie werden hauptsächlich von der Feuerwehr verwendet. Weiterhin gibt es auch Feuerlöschpumpen, die als vorbeugender Brandschutz bei besonders gefährdeten Objekten stationär verwendet werden.

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1 Feuerlöschpumpen bei der Feuerwehr

Feuerlöschpumpen bei der Feuerwehr

Die modernen Feuerlöschpumpen sind Kreiselpumpen, weshalb auch der Name Feuerlöschkreiselpumpe verwendet wird. Sie sind entweder tragbar, oder fest am Feuerwehrfahrzeug als Vorbaupumpe oder im Heck des Fahrzeuges montiert. Sie werden vom Fahrzeugmotor über eine Welle angetrieben.

Tragbare Pumpen

Die tragbaren Pumpen ( Tragkraftspritzen / TS ) besitzen einen eigenen Motor, meist einen Ottomotor in seltenen Fällen auch mit einen Dieselmotor. Die Leistungsgrenze dieser Pumpen steht in engem Zusammenhang mit ihrem Gewicht, das von vier Feuerwehrleuten getragen werden können soll, und zwar nicht nur auf ebenem Grund sondern auch steileren Gebieten in den Bergen. Sie haben den Vorteil, dass sie auch entfernt vom Einsatzfahrzeug zur Wasserentnahme aus offenen Gewässern verwendet werden können.

In Deutschland und Österreich werden sie als Tragkraftspritze oder abgekürzt TS bezeichnet.

Die Nennlförderleistung genormter Tragkraftspritzen TS 8/8 in Deutschland liegt bei 800 Liter Wasser pro Minute und 8 bar. Die tatsächliche Leistung reicht bei den modernen einstufigen Pumpen wesentlich über die Norm hinaus (ca. 1600 l / 8 bar / TS 16/8). Gleichzeitig gestatten die einstufigen Pumpen auch recht hohe Lenzleistungen. Die traditionellen zweistufigen Pumpensätze können auch zu einer Lenzpumpe LP 24/3 umgerüstet werden, sind aber dann nicht mehr für den Löscheinsatz zu gebrauchen.

Als Antrieb fungieren i. d. R. adaptierte serienmäßige VW oder BMW-Industriemotoren. Die neueren Modelle haben auch einen elektrischen Starter und einen Akku dabei, wobei auch das Gewicht nicht unwesentlich ansteigt. Die älteren Modelle haben nur einen Schnurstarter oder eine Kurbel, der oft einige Kraft erfordert, den Motor zu starten.

Als Anschlüsse hat die TS 8/8 einen A-Sauganschluss und üblicherweise zwei B-Druckabgänge. Für gebirgiges Gelände bzw. Selbstschutzeinheiten (Behörden) und das Militär gibt es auch leichtere Modelle (TS 4/5, TS 2/5 u. TS 0,5/5) mit entsprechend geringerer Förderleistung und geringerem Förderdruck. Sie haben nur einen B-Ausgang / C-Ausgang. Sie sind auch manchmal ausgelegt, dass sie ein Hubschrauber zum Einsatzort fliegen kann.

Meistens sind sie als Grundausstattung eines Löschgruppenfahrzeuges (z. B. LF 16 TS )oder Kleinlöschfahrzeuges ( TSF ) vorgesehen oder werden auf Anhängern transportiert. Ebenso werden sie in den relativ neuen Modellen der Kleinlöschfahrzeuge mit einem 1.000 Liter Tank (TSF - W) anstelle einer schwereren Einbaupumpe eingesetzt.

Es werden auch immer mehr elektrische Tauchpumpen zum auspumpen von Kellern oder zum Lenzen eingesetzt, die eine hohe Förderleistung haben, aber keinen allzu hohen Ausgangsdruck erreichen. Sie haben den Vorteil, dass sie schnell in Stellung gebracht werden können und eine gute Lenzleistung bringen. Sie werden auf Rüstwagen,(Löchfahrzeugen)und (Abrollbehältern) mitgeführt. Die elektrische Versorgung erfolgt über einen Notstromgenerator der fest im Fahrzeug eingebaut ist (z. B. Löschgruppenfahrzeug 16-12oder LF 24 oder Rüstwagen) oder durch einen tragbaren Stromgenerator (z. B. im Rüstlöschfahrzeug).

Einbaupumpen

Einbaupumpen sind meist heckseitig fest integriert in den Tanklöschfahrzeugen und Löschgruppenfahrzeugen ( LF 8/6, LF 16/12, LF 24 ). Sie werden mit dem Fahrzeugmotor über den Nebenantrieb angetrieben. Sie haben üblicherweise ein Leistungspektrum von 1.600 - 2.400 l/min.

Flugfeldlöschfahrzeuge, wie sie bei der Flughafenfeuerwehr verwendet werden, haben i.d.R. einen eigenen Motor als Antrieb der Pumpe. Die Förderleistungen und vor allem die Wurfweite sind dem Einsatzzweck entsprechend groß. Als Beispiel sei hier die vom österreichischen Feuergerätehersteller Rosenbauer in den Fahrzeugen Panther und Simba verwendete Rosenbauer R 600 angeführt, die mit 7000 l min. bei 10 bar (im Tanksaugbetrieb) spezifiziert ist.

Der Normaldruck reicht bis 12 - 15 bar. Der meist in Österreich verbreitete Hochdruckteil erreicht 40 - 45 bar. Je nach Leistung haben sie zwei bis vier Druckausgänge und sind eventuell fix mit einem am Fahrzeugdach montierten Monitor oder einer Schnellangriffseinrichtung verbunden. Saugseitig haben sie eine direkte Verbindung mit einem Wassertank und zusätzlich einen A-Sauganschluss. Ein Hochdruckteil ist dieser direkt mit der Schnellangriffseinrichtung und mit einem HD-Ausgang versehen.

Einbaupumpen haben eine zusätzliche Bypass-Leitung, über die eine kleine Menge Wasser auch immer in den Wassertank wieder retour gepumpt werden kann. Dies vermeidet ein Einfrieren des Tanks, sowie das Überhitzen der Pumpe, wenn für längere Zeit kein Wasser gefördert wird, da das im Kreis gepumpte Wasser leicht erwärmt wird und in der Pumpe zur Dampfblasenbildung führen kann (Kavitation), was eine Beschädigung der Pumpe zur Folge hat.

Vorbaupumpen

Die nicht so verbreiteten Vorbaupumpen sind frontseitig montierte Pumpen, die mit dem Fahrzeugmotor angetrieben werden. Diese Pumpen werden nur in Löschfahrzeugen älzterer Bauart oder an Fahrzeugen aus dem Kat-Schutz verwendet, die keinen eigenen Tank an Bord haben, weil beispielsweise eine Tragkraftspritze im Heck vorhanden ist. Sie Werden dort eingesetzt, wo eine Sammelwasserversorgung nicht vorhanden ist. Sie können jedoch aus jedem Hydranten ihr Wasser entnehmen oder von einem Tanklöschfahrzeug eingegespeist werden und das Wasser weiter fördern.

Entlüftungseinrichtung

Alle Pumpen benötigen eine Entlüftungseinrichtung zum Ansaugen, da die Kreiselpumpe nicht selbstansaugend ist und keine Luft fördern kann. Dies wird durch spezielle Entlüftungseinrichtungen erreicht. Weit verbreitet sind Kolbenpumpen oder Membranpumpe, bei älteren Pumpen Gasstrahler (die Abgase des Motors werden in eine Injektor-Pumpe geleitet und das Wasser wird im Injektorprinzip in die Pumpe gefördert, bis sie entlüftet ist. Eher selten sind Flüssigkeitsring- oder Trockenring-Entlüftungseinrichtungen.Die einfachste Entlüftungseinrichtung ist das Auffüllen des Pumpengehäuses mit Wasser. Durch diese Entlüftungseinrichtungen erreicht man eine Saughöhe von maximal 7 m.

Allgemein

Wird eine Pumpe als Verstärkerpumpe bei der Löschwasserförderung über lange Wegstrecken eingesetzt, so ist es wichtig, dass der Eingangsdruck nicht zu hoch wird. Um dies zu verhindern, verwendet man ein Druckbegrenzungsventil vor dem Eingang der Pumpe oder man berechnet den Ausgangsdruck zuzüglich der Wegestrecke und Reibungsverluste im Schlauch. Diese Pumpen werden aber nicht nur zur Brandbekämpfung verwendet, sondern auch zum Auspumpen nach Hochwasser aus den überfluteten Kellern oder Schächten. Bei Einbaupumpen muss man hier bedenken, dass das verunreinigte Wasser nicht in den Wassertank kommt. Es ist dabei unbedingt die Bypass-Leitung geschlossen zu halten, oder der Tank muß anschließend gründlich gespült werden.

Siehe auch: Portal Feuerwehr, Themenliste Feuerwehr


Anmerkung: Die im Text in Klammer angeführten Abkürzungen gelten meist nur bei den deutschen Feuerwehren, nicht aber bei den österreichischen Feuerwehren.




     
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