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Penis



Der Penis (auch Glied) ist neben dem Hodensack eines der äußeren männlichen Geschlechtsorgane. Der Penis dient zum Vollzug des Geschlechtsverkehrs und zum Harnlassen.

Weitere Bezeichnungen dafür sind: das (männliche) Glied oder - für den erigiertenen Zustand - der Phallus. Medizinisch heißt der Penis auch Membrum virile.

Table of contents
1 Tierwelt
2 Der Penis beim Menschen
3 Trivia
4 Weiterführende Angaben

Tierwelt

In der Tierwelt fallen Penisse oft sehr unterschiedlich aus. Bei manchen Säugetieren (Hunde, Bären, Robben, Insektenfresser, Fledertiere, Raubtiere) findet sich im Glied ein Penisknochen. Der Grundaufbau des Organs unterscheidet sich teilweise wesentlich vom menschlichen Glied. Die sexuelle Funktion des Penis wird nicht durch die Auffüllung eines schwammartigen Hohlgewebes mit Blut (kavernöser Penis, z.B. Mensch, Pferd) gewährleistet, vielmehr sorgt die muskulöse Vorführung des teilweise mittels des Penisknochens stabilisierten Organs für die Fähigkeit zur Kopulation (fibroelastischer Penis). Einige Säugetiere (Hunde,Katzen) verfügen über einen Intermediärtyp, der Merkmale beider Grundformen aufweist.

Manche Insektenarten (Ohrenkneifer, Eintagsfliegen), Reptilien (Schlangen, Echsen) und Seetiere (Haie, Rochen) besitzen paarige Penisse, andere Formen sind mit Schuppen oder "Widerhaken" ausgestattet oder befinden sich im schlaffen Zustand vollständig im Körperinneren. Mit über 2 Metern hält der Blauwal den Rekord, was die Größe anbelangt.

Der Penis beim Menschen

Der Penis und die weibliche Klitoris gehen entwicklungsgeschichtlich gesehen auf dieselben Anlagen zurück.

Größe

Die Größe des Penis ist vom sonstigen Körperbau eines Mannes unabhängig. Der Penis ist zwischen 7 und 10 cm in normalem und 11 bis 17 cm im erigierten Zustand lang. Allerdings ist bei diesen Angaben zu bedenken, dass Untersuchungen, bei welchen tatsächlich nachgemessen wurde, im Allgemeinen einen um einige Zentimeter kleineren Wert ergeben als solche, bei denen lediglich nach dem Ergebnis eigener Messungen gefragt wurde. Bei einer Untersuchung von Pro Familia und Condomi wurden deutsche Penisse vermessen. Dabei wurde eine Durchschnittslänge (des erigierten Penis') von 14,48 cm ermittelt.

Im schlaffen Zustand variiert die Größe zusätzlich abhängig von Temperatur oder psychischem Empfinden.

Bei der korrekten Messung wird ein Lineal an der Bauchseite (Oberseite des Penises) angesetzt und bis zur Eichelspitze gemessen.

Anatomie

Die Peniswurzel ist über Muskeln und Gewebebändern mit dem Becken, genauer mit dem Schambeinast verwachsen und geht in den Penisschaft über und endet in der Eichel (med. Glans). Der sichtbare Penisschaft tritt dabei unter der Schambeinfuge vor.

Im Penis befinden sich drei, aus einem schwammartigen Gewebe bestehende Schwellkörper, zwei oben nebeneinanderliegende und ein unterer, wobei sich letzterer bis in die Eichel fortsetzt und die Harn-, Samenröhre umschließt.

Die Haut des Penisschaftes setzt sich in der Vorhaut (med. Präputium) fort, welche die Eichel bedeckt und vollständig zurückgezogen werden kann, anderenfalls liegt eine Vorhautverengung ("Phimose") vor.

Erektion

Die Erektion wird eingeleitet, indem sich das die Schwellkörper durchsetzende Muskelgewebe entspannt, dadurch werden Venen, die Blut aus dem Penis herausführen, verengt. Dies führt dazu, dass mehr Blut in die Schwellkörper einfließt als ausfließen kann, der entstehende Blutstau richtet den Penis auf und lässt ihn hart werden. Da die Harnröhre nicht zugedrückt werden darf, ist der Druck im unteren Schwellkörper geringer als in den beiden oberen - aus diesem Grund ist beim steifen Penis die Eichel weicher als der Penisschaft.

Die Unfähigkeit zur Erektion wird heute als erektile Dysfunktion (allgemein Impotenz) bezeichnet.

Hygiene

Die Eichel und die Unterseite der Vorhaut sondern Zellen ab, welche mit Resten von Urin das Smegma bilden. Um Entzündungen oder Infektionen vorzubeugen, ist es notwendig, den Penis bei zurückgestreifter Vorhaut mit warmen Wasser und ein wenig Seife zu waschen. Zu viel oder zu aggressive Seife kann der empfindlichen Haut der Eichel schaden.

Beschneidung

Oftmals wird die Vorhaut aus religiösen, kulturellen, hygienischen, medizinischen (Vorhautverengung) oder auch ästhetischen Gründen entfernt. Dieser Eingriff wird als Beschneidung bezeichnet.

Hierbei verbessert sich angeblich die Hygienesituation, da sich unter der Vorhaut keine Keime mehr sammeln können (siehe Hygiene, Smegma). Jedoch kann das ebensogut auch durch tägliches Waschen effektiv verhindert werden, und die Eichel kann durch Beschneidung aufgrund des ständigen Kontaktes mit der Kleidung an Sensibilität verlieren.

Medizinische Fachausdrücke

Trivia

Nicht wirklich wissenswertes

Der Druck im erigierten Penis entspricht dem eines gut aufgepumpten Fahrradschlauchs.

Zitate

Weiterführende Angaben

Siehe auch

Frenulum Breve, Penisfraktur, Eicheltripper, Penisvergrößerung, Piercing

Weblinks


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