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Sabiren



Die Sabiren (türkisch: Sabarlar) waren ein weiterer hunnischerer Stamm, der in der Zeit zwischen 395 und 460 zum Hunnenreich gehörte und anschließend kurzentschlossen einen machtvollen Staat errichteten. Ihre Heimat war einst Sibirien, da dieses Gebiet nach ihnen benannt ist - als Alternativbezeichnung ist uns nämlich auch Sabirlar und Sibirlar bekannt. Sie sind damit eines der ältesten bekannten Turkvölker.

Ab 453 bekam Attilas ältester Sohn Ellak Khan die Herrschaft über die Sabiren. Dieses dokumentiert die enge Zusammengehörigkeit der Sabiren mit den Hunnen.

Die Sabiren unterwarfen in der Folgezeit große Teile der benachbarten Az und ab etwa 550 werden sie als Verbündete des sassanidischenen Persiens erwähnt und nur ein wenig später stand dieser Volksstamm in den Diensten des byzantinischen Kaisers.

Die Herrscher der Sabiren

Manche Turkologen gehen heute davon aus, dass das Volk der Sabiren hunno-bulgarischerer Herkunft war. Als Begründung führen sie an, dass das Reich der Bulgaren sich zu jener Zeit bis in den Kaukasus erstreckte und dass aus diesen Kaukasus-Bulgaren später die Sabiren hervorgingen – durchaus folgerichtig, wenn man bedenkt, dass sich auch die heutigen Kaukasus-Türken mehrheitlich auf die alten Bulgaren herführen und sie auch von den anderen türkischen Völkern als deren unmittelbare Erben angesehen werden! In den Sabiren gingen auch zahlreiche Volksteile der Vorbevölkerung auf, hauptsächlich Sumerer, Sarmaten und Skyten. Daher erklärt sich der große Anteil sumerischer, sarmatischer und skytischer Stammwörter in den heutigen turkotatarischen Sprachen des Kaukasus.




     
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