WEB LEXIKON: Ein Blick zurück
Hauptseite | Aktueller Wikipedia-Artikel

Luxemburg (Stadt)



Wappen Karte
   
Basisdaten
Distrikt: Luxemburg
Kanton: Luxemburg
Amtliche Gemeindekennzahl: 1
Fläche: 51,73 km²
- Rang: 1 von 118
Einwohner: 82.268 (03.10.2002)
- Rang: 1 von 118
Bevölkerungsdichte: 1.515,1 Einw./km²
Website: www.luxembourg-city.lu
Ansicht

Die Stadt Luxemburg (Lëtzebuerg; Luxembourg) ist die Hauptstadt und größte Stadt des gleichnamigen Staates sowie eines gleichnamigen Distrikts und eines gleichnamigen Kantons innerhalb dieses Staates. Sie liegt an den Flüssen Alzette und Pétrusse.

Table of contents
1 Nachbarn
2 Geschichte
3 Stadtbild
4 Veranstaltungen
5 Sehenswürdigkeiten
6 Weblink

Nachbarn

Luxemburg ist neben Metz, Saarbrücken und Trier ein Zentrum im Gebiet Saar-Lor-Lux.

Geschichte

Zur Römerzeit wurde das Gebiet von Luxemburg-Stadt von zwei Konsularstrassen durchquert. An deren Kreuzung stand ein befestigter Turm. Durch einen Tauschakt mit der Abtei Sankt Maximin in Trier kam das kleine Kastell 963 in den Besitz Graf Siegfrieds, einem nahen Verwandten der Könige Frankreichs und der deutschen Kaiser. Auf dem „Bockfelsen“ nahe dem Kastell „Lucilinburhuc“ liess Siegfried sein Schloss bauen. Das gilt als die Gründung der Stadt, des Landes und der Nation. Nach und nach entstanden 2 parallel verlaufende Festungsmauern.
1244 erhält die Stadt den Freiheitsbrief von Gräfin Ermesinde.
1354 wird Luxemburg Herzogtum.
1443 wird die Stadt, eine der stärksten Festungen Europas, von Burgundertruppen unter Philipp dem Guten eingenommen. Dann wechseln aus verschiedenen Gründen die Besatzer; Österreicher, Franzosen, Spanier und schließlich die Holländer, die sich 1715 für 80 Jahre in Luxemburg aufhalten und die äusseren Befestigunganlagen weiter ausbauten, um einen möglichen französischen Überfall zu verhindern.
In jener Zeit entstehen die Kasematten, 23 km in den Felsen gehauene Gänge, um im Notfall die weiter entfernten Festungsteile unterirdisch zu erreichen. Noch heute sind 10 km dieser Anlage zugänglich.
Der „Wiener Kongress“ garantiert 1815 Luxemburgs Unabhängigkeit und erklärt Luxemburg zum Grossherzogtum. Der holländische König wird in Personalunion Grossherzog von Luxemburg. Zu gleicher Zeit wird die Stadt Bundesfestung und erhält neue Besatzer, eine preussische Garnison.
Die Londoner Konferenz erklärt Luxemburg 1867 neutral, die preussischen Truppen ziehen ab und die Festung wird geschleift.

Noch zwei Mal erhält Luxemburg „unerwünschten“ Besuch. Von 1914 bis 1918 und von 1940 bis 1944 wird das kleine Land von deutschen Truppen besetzt.

Nach der deutschen Besetzung am 10. Mai 1940 untersteht das Großherzogtum als CdZ-Gebiet Luxemburg seit dem 2. August 1940 einem von Deutschland eingesetzten Chef der Zivilverwaltung. Danach wird die Stadt Luxemburg vorläufig von einem deutschen Verwaltungskommissar geleitet.

Am 1. Dezember 1940 wird der Verwaltungsaufbau den reichsdeutschen Verhältnissen angeglichen. Danach wird die Stadt Luxemburg als deutscher Stadtkreis nach der Deutschen Gemeindeordnung vom 30. Januar 1935 verwaltet. An ihrer Spitze steht nunmehr ein deutscher Oberbürgermeister.

Zum 1. April 1943 werden aus dem Landkreis Esch, dem früheren Distrikt Luxemburg, die Gemeinden Hesperingen (teilweise), Niederanwen (teilweise), Straßen und Walferdingen in den Stadtkreis Luxemburg eingegliedert.

Mit der Befreiung durch US-amerikanische Truppen im September 1944 endet die deutsche Besatzungszeit.

Bürgermeister von Luxemburg seit 1800

Name Amtszeit
François SCHEFFER 1800-1802
Jean-Baptiste SERVAIS 1803-1811
Charles Baron DE TORNACO 1811-1814
Bonaventure DUTREUX-BOCH 1814-1816
François SCHEFFER 1816-1817
Constantin Joseph PESCATORE 1817-1820
François SCHEFFER 1820-1822
François RÖSER 1822-1827
François SCHEFFER 1827-1843
Fernand PESCATORE 1844-1848
Jean-Pierre David HELDENSTEIN 1848-1850
Gabriel DE MARIE 1850-1854
Jean-Pierre David HELDENSTEIN 1855-1865
Théodore EBERHARD 1865-1869
Jean MERSCH-WITTENAUER 1869-1873
Charles SIMONIS 1873-1875
Emmanuel SERVAIS 1875-1890
Alexis BRASSEUR 1890-1894
Emile MOUSEL 1894-1904
Alphonse MUNCHEN 1905-1914
Léandre LACROIX 1914-1918
Luc HOUSSE 1918-1920
Gaston DIDERICH 1921-1946
Emile HAMILIUS 1946-1963
Paul WILWERTZ 1964-1969
Colette FLESCH 1970-1980
Camille POLFER 1980-1981
Lydie WURTH-POLFER 1982-1999
Paul HELMINGER seit 1999

Stadtbild

Die Stadt Luxemburg setzt sich aus 24 Stadtteilen zusammen Beggen, Belair, Bonneweg Nord / Verlorenkost, Bonneweg Süd, Oberstadt (Kern der ehemaligen Festung), Cents, Cessingen, Clausen, Dommeldingen, Eich, Behnhofsviertel, Gasperich, Grund, Hamm, Hollerich, Kirchberg, Limpertsberg, Merl, Mühlenbach, Neudorf / Weimershof, Pfaffenthal, Pulvermühl, Rollingergrund / Belair-Nord, Weimerskirch.

In der Hauptstadt findet man neben Geschäftsstrassen noch mehrere Theater.

Hauptmerkmal des Stadtbildes ist das Petrusstal. Es ist Spaziergängern vorbehalten und grenzt die Oberstadt vom Bahnhofsviertel ab.

Veranstaltungen

Sehenswürdigkeiten

- Die Kathedrale Notre Dame (von den Luxemburgern liebevoll
Kathedrale unserer lieben Frau genannt) ist eine altgothische Kathedrale. In ihr wird jedes Jahr die Octave gefeiert, ein Fest zu Ehren der Mutter Gottes, der Schutzpatronin der Stadt Luxemburg. 1994 wurden die Festungsreste und die Altstadt in die Unesco Liste des Weltkulturerbes aufgenommen. Die Kasematten können in den Sommermonaten besichtigt werden.

- Großherzogliches Palais - Petruss-Tal - Stadtteil Grund - Bockfelsen - Stadtteil Kirchberg - Fort Thüngen (lux. "Drei Eicheln") - Fischmarkt (Luxemburg) - Gëlle Fra (Kriegsdenkmal) - Corniche - Heiliggeist-Zitadelle - Kasematten - Rham-Plateau - Spanische Türmchen - Abtei Neumünster - Wilhelmsplatz (lux. "Knuedeler") mit dem Reiterstandbild Wilhelms - Paradeplatz (Place d'Armes) mit dem Stadt-Palais - Adolphe-Brücke - Clairefontaine-Platz und das Denkmal der Großherzogin Charlotte - Passerelle - St. Michaelskirche - "Rud Breck" (Brücke Grand-Duchesse Charlotte) - Johanneskirche - Mahnmal der Luxemburger Solidarität (Kanounenhiwel) - Kongregationskirche - Quirinuskapelle

Weblink




     
Das Web Lexikon "Ein Blick zurück" bietet die Moeglichkeit auf einfache Art und Weise in den "alten" Wikipedia-Beiträgen zu blättern. Das Lexikon spiegelt den Stand der freien Wikipedia-Enzyklopädie vom August 2004 wider. Sie finden hier in rund 120.000 Artikel aus dieser Zeit Informationen, Erklärungen, Definitionen, Empfehlungen, Beschreibungen, Auskünfte und Bilder. Ebenso kommen Begriffserklärung, Zusammenfassung, Theorie, Information, Beschreibung, Erklärung, Definition und Geschichte nicht zu kurz. Ein Lexikon das Auskunft, Bericht, Hinweis, Bedeutung, Bild, Aufklärung, Darstellung und Schilderung zu unterschiedlichsten Themen kompakt auf einer Seite bietet.
Impressum ^ nach oben ^