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Hildebold



Hildebold († 3. September 818) war von 787 bis 795 Bischof von Köln und von 795 bis 818 der erste Erzbischof des Erzbistums Köln.

Leben

787 wurde Hildebold auf Wunsch von König Karl dem Großen Bischof von Köln. 791 ernannte Karl der Große seinen Freund Hildebold zum Erzkaplan des Hofes sowie zum Kanzler der Reichskanzlei. Auf Bitten König Karls entband Papst Hadrian I Hildebold 794 von seiner Residenzpflicht in Köln, so daß Hildebold den Regierungsgeschäften nachkommen konnte.

Papst Leo III erhob dem Wunsch König Karls entsprechend das Bistum Köln im Jahr 795 zum Erzbistum und den Bischof Hildebold somit zum Erzbischof. Die Bistümer Bremen, Utrecht, Lüttich, Minden, Münster und Osnabrück werden dem Erzbistum Köln als Suffraganbistümer unterstellt. Hieraufhin veranlasste Erzbischof Hildebold eine Erweiterung des damaligen Kölner Doms, dieser Dom sollte von späteren Generationen der Hildebold-Dom genannt werden. Der Hildebold-Dom wurde 870 geweiht, Erzbischof Hildebold erlebte die Fertigstellung seines Doms somit nicht mehr.

Das Testament Kaiser Karls aus dem Jahr 811 unterzeichnete der Kölner Erzbischof Hildebold als erster Zeuge.

In seiner Amtszeit gründete Hildebold die Kölner Domschule und stiftete die Kölner Dombibliothek. Im Jahr 813 leitet Erzbischof Hildebold die Synode von Mainz. Im selben Jahr salbte er Ludwig den Frommen, den Erben von Kaiser Karl, zum König.

814 spendete Erzbischof Hildebold seinem Freund Kaiser Karl in Aachen die Sterbesakramente. 816 bereitete Erzbischof Hildebold zusammen mit Papst Stephan IV in Reims die Krönung des Königs Ludwig des Frommen zum römischen Kaiser vor.

Am 3. September 818 starb Erzbischof Hildebold in Köln und wurde in St. Gereon zur letzen Ruhe gebettet.

Die Sage zur Freundschaft Karls und Hildebolds

In Köln existiert eine Sage über den Beginn der Freundschaft zwischen Karl dem Großen und Erzbischof Hildebold.

Eines Tages, Karl hatte in den Wäldern vor Köln gejagt, jedoch seine Jagdgesellschaft abgehängt, kam er zu einer kleinen Kapelle. Da Karl müde von der Jagd war, band er sein Pferd vor der Kapelle an und betrat das Gotteshaus. Er suchte sich im hinteren Bereich einen Platz um in sich zu gehen. Bald begann sich die Kapelle zu füllen, und es wurde ein Gottesdienst durch Dorfpfarrer Hildebold abgehalten. Karl war von der Messe des jungen Hildebold so begeistert gewesen, dass er ihm nach dem Gottesdienst ein ganzes Goldstück für seine Kapelle spenden wollte. Hildebold jedoch soll, da er Karl nicht erkannte, diese großzügige Spende, des in seinen Augen einfachen Jägers, abgelehnt haben, und sich stattdessen nur ein kleines Stück von der Haut des nächsten Rehs, dass der Jäger erlegen würde, erbeten haben. Mit diesem Stück Leder wollte er sein altes Gebetsbuch neu binden lassen. Karl, der durch diese Bescheidenheit noch mehr vom jungen Hildebold beeindruckt war, soll von diesem Tag an ein Freund und Förderer Hildebolds geworden sein.


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Ricolf
Bischöfe von Köln Nachfolger:
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