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Ostindien-Kompanie



Die Ostindischen Kompanien waren Gesellschaften, die für den Handel mit Ostindien (u.a. Burma, Siam, Vietnam, Kambodscha, Malakka) privilegiert waren.

Sie entstanden im 17. Jahrhundert, manche auch erst im 18. Jahrhundert, als für die Kolonien der Spanier und Portugiesen die Blütezeit bereits vorüber war. Im Gegensatz zu deren Kolonialpolitik, die hauptsächlich nach Gold und Grundbesitz strebte, suchten die Ostindien-Kompanien möglichst großen Handelsgewinn zu erwirtschaften. Dabei konkurrierten sie sowohl untereinander als auch mit zahlreichen lokalen Händlern (überwiegend Chinesen), deren Vorteile in der intimen Kenntnis der örtlichen Gegebenheiten lag und die über zahlreiche Beziehungen zu den Lokalfürsten und -händlern verfügten. Auch war der Verwaltungsaufwand der Kompanien typischerweise wesentlich höher als bei den kleineren Handelshäusern.

Sie setzten zur Durchsetzung ihrer Handelspolitik sowohl diplomatische als kriegerische Mittel ein. So wurde Siam zweimal von den Holländern durch eine Seeblockade des Hafens von Ayutthaya zum Einlenken gezwungen. Die Kompanien hatten in allen größeren Häfen und Hauptstädten so genannte Stationen (Geschäftsstellen), die von Gouverneuren und Generalgouverneuren geleitet wurden. Deren Aufgabe lag darin, die Beziehungen zu den Herrschern und den lokalen Händlern zu pflegen und auf die Durchsetzung der vereinbarten Privilegien und Handelsspannen zu achten.

Die fünf Ostindischen Kompanien sind in der Reihenfolge ihrer Gründung:

Die beiden erstgenannten Kompanien haben im Verlaufe ihrer Geschichte durchaus eine welthistorische Bedeutung erlangt.



     
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