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George Armstrong Custer



George Armstrong Custer (* 5. Dezember 1839 in New Rumley, Ohio, † 25. Juni 1876 in Montana) war ein Kavalleriegeneral während des amerikanischen Bürgerkriegs und des Indianerkriegs. Er wurde vor allem durch seine Niederlage und seinen Tod in der Schlacht am Little Bighorn River bekannt.

Custer absolvierte die Militärschule von West Point, danach wurde er zum Stabsoffizier bei General George McClellan ernannt. Durch seinem Mut und seiner Energie erhielt er die Anerkennung des Generals. Dieser behielt ihn als sein enger Berater im Rang eines Captains.

1863 erhielt Custer den Rang eines Brigadegenerals des Freiwilligen-Korps. Mit seiner Kavalleriebrigade zeichnete er sich in der Schlacht von Gettysburg aus.

Auch von General Philip Sheridan erhielt Custer Anerkennung. Er erhielt das Kommando einer Division und wurde wiederholt im Bürgerkrieg für außergewöhnlich kühne Aktionen ausgezeichnet. Zum Ende des Krieges erhielt er den Rang eines Generalmajors der regulären Armee.

Im Jahre 1866 nahm Custer an dem Krieg unter General Winfield Scott Hancock gegen die Cheyenne-Indianer teil. In der Schlacht vom Washita River massakrierte er eine Gruppe der besiegten Cheyenne, obwohl diese den USA gar nicht feindlich gegenüber standen, sondern in Reservationen lebten. Nichtsdestoweniger galt diese Schlacht als der erster Sieg seiner Truppe im Indianerkrieg.

Custer tat sich wiederholt mit Befehlsverweigerungen hervor. Nachdem er deshalb eine Gefängnisstrafe abgesessen hatte, wurde er 1873 nach Dakota strafversetzt, um die Eisenbahnlinie gegen Angriffe der Lakota-Sioux zu schützen.

Im Jahr 1876 nahm Custer mit seinem Regiment an einem Feldzug gegen die Lakota und ihre Verbündeten teil. Am Zusammenfluss der Flüsse Big Horn und Little Big Horn begegneten sie einem großen Lager der Indianer. Obwohl die Kundschafter starke feindliche Verbände gemeldet hatten, beschloss Custer, seine Truppen aufzuteilen und das feindliche Lager zu umzingeln, ohne auf die restliche Armee zu warten. Seine Truppe begegneten starkem Widerstand, der anschließend zu einem Gegenangriff umgewandelt wurde. Custer und seine 264 Männer wurden bis auf den letzten Mann aufgerieben. Custers Leiche wurde nach dem Eintreffen der Hauptarmee geborgen und am 10. Oktober 1877 ehrenvoll in der Militärakademie in West Point, New York beigesetzt.

Custers Frau Elizabeth, die die Feldzüge ihres Mannes oft begleitet hatte, schrieb mehrere Bücher über ihren Mann. Auch Custer selbst schrieb ein Buch über den Indianerkrieg. Custer war jemand, der es gut verstand, Publicity für sich zu erzeugen. In seinem Lager hatte er immer Reporter bei sich. Bis ins 20. Jahrhundert hinein genoss er einen guten Ruf. Dann allerdings setzte das Nachdenken über die Behandlung der Indianer ein und infolge dessen wurde Custer oft in den Filmen als ein blutrünstiger Kriegshetzer dargestellt. Er war Figur in mehreren Filmen und Romanen, zum Beispiel im Film Little Big Man.

Custers Bruder Tom Custer (* 1845, † 1876) begleitete Custer in seinen Feldzügen und war sein enger Stabsoffizier. Er starb ebenfalls in der Schlacht von Little Big Horn.




     
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