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Streitaxtleute



Als Schnurkeramiker oder Streitaxt-Kulturen bezeichnet man zusammenfassend einen Kulturkreis des späten Neolithikums, der nach der charakteristischen Art seiner Gefäßverzierung benannt ist (mit Schnüren eingedrückte Keramikverzierungen). Der Begriff wurde 1891 von dem Berliner Prähistoriker Alfred Götze geprägt, der von schnurverzierter Keramik oder Schnurkeramik sprach. Das Verbreitungsgebiet der Schnurkeramik erstreckt sich von Mitteleuropa über Südskandinavien bis nach Zentralrussland. Den regional voneinander abweichenden Gruppen ist die Keramikverzierung, Bestattungssitten und die Verwendung von Streitäxten gemeinsam.

Das Ursprungsgebiet der schnurkeramischen Kultur ist unklar. Neuere Forschungen sprechen eher für eine autochthone Entwicklung und gesellschaftliche Veränderungen als für eine wie auch immer geartete Einwanderung größerer Gruppen (siehe auch: Immobilisten (Archäologie)).

Früher wurden die Schnurkeramiker als Urvolk der Indoeuropäer angesehen. Viele Sprachwissenschaftler und Archäologen vermuten, dass die Streitaxtkultur die Vorfahren der späteren Germanen, Balten und Slawen (die Nordgruppe der Indoeuropäer, die sog. Slawogermanische Gruppe) in sich vereinigte.

Weblinks

Literatur




     
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