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Meinungsforschung



Die Meinungsforschung (Demoskopie) dient der Ermittlung von Einsichten, Einstellungen, Stimmungen oder Wünschen der Bevölkerung. Sie ist ein Teilgebiet der Psychologie und der Soziologie.

Bei der Meinungsforschung werden durch Befragungen auf der Basis eines repräsentativen Querschnitts der Bevölkerung Primärdaten gesammelt und interpretiert. Die Befragung kann entweder persönlich oder per Telefon erfolgen. In der Meinungsforschung kann es sowohl um einmalige Probeerhebung wie auch um Langzeituntersuchung gehen. Langzeituntersuchungen können entweder in Form wiederholter Befragungen (z. B. die Sonntagsfrage) oder in Form von Panel-Untersuchungen vor sich gehen, bei denen über einen Zeitraum von oft mehreren Jahren wiederholt, genau dieselben Personen befragt werden. Letzteres ist insbesondere wichtig um Veränderungen im Meinungsbild detailliert messen zu können.

Meinungsforschung erhebt den Anspruch die Öffentliche Meinung wiederzugeben. Allerdings stößt sie dabei auf diverse Probleme:

Die Meinungsforschungsinstitute versuchen diese bekannten Fehlerquellen mittels statistischer Interpretation auszugleichen. Meinungsforschung wird in der Politik, den Medien, der Wirtschaft und der Sozialforschung oft eingesetzt.

In der Politik wird Meinungsforschung zum einen in der Wahlforschung verwandt, zum anderen in der Befragung zu spezifischen Politikthemen. Demokratietheoretisch stößt dies oft auf Kritik: die Ausrichtung der Politik an der Meinungsforschung würde traditionellere Formen der politischen Willensbildung aushöhlen. Die Orientierung der Politik an der durch unsichere Konzepte erhobenen wankelmütigen Meinung würde populistische anstelle von inhaltlich richtigen Lösungen bevorzugen.

Die Wirtschaft verwendet die Meinungsforschung vor allem im Gebiet der Marktforschung.

Bekannte Meinungsforschungsinstitute in Deutschland sind TNS-Emnid, Forsa, die Forschungsgruppe Wahlen oder das Institut für Demoskopie (IfD) in Allensbach.




     
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