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Christian Gottfried Ehrenberg



Christian Gottfried Ehrenberg (* 19. April 1795; † 27. Juni 1876) war ein deutscher Biologe und Zoologe und zählt zu den bekanntesten und produktivsten Wissenschaftlern seiner Zeit.

Ehrenberg wurde als Sohn eines Richters in Delitzsch, in der Nähe von Leipzig geboren. Er studierte zuerst Theologie, dann Medizin sowie Naturwissenschaft und war ein Freund von Alexander von Humboldt. 1818 promovierte er mit einer Arbeit über Pilze (Sylvae mycologicae Berolinenses). Zwischen 1820 und 1825 unternahm er eine wissenschaftliche Reise in den Nahen Osten, wo er tausende von Pflanzen- und Tierarten sammelte. Er untersuchte dabei Teile von Ägypten, der lybischen Wüste, des Niltals und der Nordküste des Roten Meeres, wo er sich besonders mit Korallen beschäftigte. Seine Reise setzte er in Syrien, Arabien und dem damaligen Abessinien fort. Nach seiner Rückkehr veröffentlichte er eine Reihe von Artikeln über Insekten und Korallen sowie zwei Bände Symbelae physicae (1828-1834), in denen er Säugetiere, Vögel und Insekten wissenschaftlich beschrieb. 1829 begleitete er Humboldt auf dessen Reise durch das östliche Russland, bei der sie bis zur chinesischen Grenze vorstießen. Nach der Rückkehr von dieser Expedition konzentrierte sich Ehrenberg auf Kleinstorganismen, die bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht systematisch erforscht waren. Während der nächsten 30 Jahre untersuchte Ehrenberg zahllose Wasser und Gesteins- bzw. Sedimentproben auf Kleinstlebewesen hin. Er beschrieb tausende neuer Arten, darunter heute so bekannte wie Euglena oder Paramecium aurelia und Paramecium caudatum. Sein besonderes Interesse galt dabei den Einzellern. Er bewies außerdem, dass das Meeresleuchten auf Mikroorganismen zurückgeht. Seine Studien der Mikroorgansimen setzte er bis zu seinem Tod am 27. Juni 1876 in Berlin fort.

Auszeichnungen und Erbe

Ehrenberg hatte ab 1827 eine Professur für Medizin an der Berliner Universität inne. Er war außerdem ausländisches Mitglied der britischen Royal Society und wurde 1839 mit der Wollaston-Medaille, der höchsten Auszeichnung der Geological Society of London geehrt. Ihm wurde 1877 posthum als erstem die Leeuwenhoek-Medaille verleihen. Nach seinem Tode ging die Sammlung seiner Studien an das Museum für Naturkunde, Berlin der Humboldt-Universität. Die "Ehrenberg-Sammlung" umfasst 40.000 mikroskopische Präparate, 5.000 Proben, 3000 Zeichnungen und fast 1.000 Briefe.

Veröffentlichungen




     
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