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Bukanier



Das Wort Bukanier ist vom französischen Begriff Boucanier abgeleitet, was soviel wie "Fleischräucherer" bedeutet, welches wiederum vom indianischen Wort bukan herührt. Damit wurde von den karibischen Arawaken eine Art Grill bezeichnet auf dem sie unter Verwendung von Grünholz auf schwacher Flamme Fleisch räucherten.

Die ersten Bukaniere gab es vermutlich auf der spanischen Insel Hispaniola (Haiti) ab Mitte des 16. Jahrhunderts. Wahrscheinlich waren es gescheiterte Freibeuter und abtrünnige spanische Matrosen, die sich nach und nach auf den dünn besiedelten Karibikinseln einfanden. Sie waren größtenteils friedlich lebende Herdenbesitzer, die die Art und Weise des Haltbarmachens von Fleisch von den Arawaken übernahmen und sich so den Namen gaben. Nebenbei begannen sie irgendwann, spanische Schiffe zu kapern, hielten dies aber nicht für einen Akt von Seeräuberei sondern bestanden auf ihrer Meinung, das dies völlig legal wäre, weil es sich ja gegen die spanische Krone richtete.

1606 gab der spanische König Philipp III einen Erlass heraus, in denen er einigen seiner Siedlungen in der Karibik den Anbau von Tabak verbot, um die Preise in Europa in die Höhe zu treiben, wo dieser als Luxusartikel sehr begehrt war. Die Folge dieses wenig durchdachten Plans war ein wahrer Ansturm von Abenteurern und Glücksrittern auf die Inseln Hispaniola, Kuba,Jamaica und Puerto Rico, die dort den Massenanbau von Tabak betrieben, um denselben am spanischen Zoll vorbei gewinnbringend zu verkaufen.

Demzufolge stieg auch die Zahl der als Piraten fungierenden Bukaniere, die den Spaniern nicht geringen Schaden zufügten. Als im Jahre 1689 England mit Spanien Frieden schloß, ging auch die Ära der Bukaniere zuende. Einige wurden auf den Inseln seßhaft und andere waren schon seit geraumer Zeit vorher von der Freibeuterei zur offenen Piraterie übergegangen. Der vielleicht berühmteste Bukanier war Henry Morgan, der einige Zeit lang sogar Gouverneur von Jamaica war.




     
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