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Börsenkrach



Als Börsenkrach (Krach) wird ein extremer Kursverlust an Börsen bezeichnet.

Ursache ist oft eine Spekulationsblase: Steigende Kurse veranlassen immer mehr Anleger auf den fahrenden Zug aufzusteigen, was die Kurse der Aktien weiter in die Höhe treibt. Auf ihrem Höhepunkt "platzt" die Blase, die Verkäufe lösen weitere Verkäufe und letztlich einen Kurssturz aus.

Umgekehrt gibt es dasselbe Phänomen: Kursverluste (z.B. aufgrund äußerer Ereignisse wie der Asienkrise) führen zu (oft irrationalen) Ängsten der Anleger, die sich gegenseitig verstärken.

Im Prinzip sind diese Phänomene den meisten Anlegern (Marktteilnehmern) bekannt. Es gibt jedoch keine Möglichkeit, objektiv zu beurteilen, ob eine Übertreibung des Marktes ihren Höhepunkt oder Tiefpunkt erreicht hat. Der faire Wert einer Aktie ist in einem funktionierenden Markt ihr jeweils aktueller Wert. Wer darauf spekuliert, dieser Wert werde kurzfristig steigen (oder fallen), setzt auf die Vermutung, er könne besser als andere Marktteilnehmer die künftige Entwicklung des Wertes beurteilen.

Die kurzfristige Spekulation mit Aktien hat somit Glücksspielcharakter, und sie ist die Hauptursache der Übertreibungen des Marktes. Ein Börsenkrach ist immer eine Folge der Spekulation.

Auf lange Sicht haben sich Aktien trotzdem oft als sinnvolle Geldanlage erwiesen. Der Besitzer von Aktien hat Teil am Wert und an den Gewinnen eines Unternehmens und kann damit größere Gewinne erzielen als mit vielen anderen Formen der Geldanlage. Aber auch langfristig wird größerer Gewinn mit größerem Risiko erkauft, je nach Risikostreuung bis hin zum Totalverlust. Zumindest aber: Wer kurz vor dem Krach Aktien kauft, muss mitunter Jahrzehnte warten, bis die Aktien wieder soviel wert sind, wie er einst dafür bezahlt hat.

Börsenkräche

Siehe auch: Weltwirtschaftskrise, Wirtschaftskrise, Rezession, Insolvenz




     
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