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Quarkstern



Ein Quarkstern ist ein theoretisch möglicher Endzustand eines Sterns.

Mit dem Verbrauch seines nuklearen Brennmaterials (Kernfusion) wird die Materie eines Sterns durch die Gravitation sehr stark zusammengepresst. Je nach der Masse des Sterns entsteht dabei ein Weißer Zwerg, ein Neutronenstern, ein (hypothetischer) Quarkstern oder ein Schwarzes Loch, teilweise begleitet von einer Supernova.

Bislang gibt es keine Beobachtungen, dass die theoretisch mögliche Verdichtung der Neutronenmaterie eines Neutronensterns zu einem Quarkstern im Universum stattfindet. Im Quarkstern wäre die Materie so dicht gepackt, dass Neutronen ihre Identität verlieren und Quarks direkt miteinander wechselwirken. Der Nachweis eines Quarksterns gilt als schwierig, da seine von Ferne beobachtbaren Eigenschaften denen eines Neutronensterns ähneln.

Möglicherweise haben aber viele Neutronensterne zumindest in ihrem Inneren ein solches Quark-Gluon-Plasma.

Für Neutronensterne gibt es eine obere Grenzmasse. Hat ein Neutronenstern mehr als drei Sonnenmassen, kollabiert er und ein Schwarzes Loch entsteht. Je näher ein Neutronenstern der Massenobergrenze näherkommt, desto größer ist der Quark-Gluonen-Plasmaball in seinem Inneren.

Es wurden bis jetzt 2 mögliche Quark-Sterne entdeckt. Der eine wurde vom Röntgensatelliten ROSAT bereits 1992 entdeckt und heißt RXJ 1956-3754. Erst 1996 konnte auch das Hubble-Weltraumteleskop den Pulsar ablichten, denn er ist extrem lichtschwach. Bei ihm wurde aufgrund von Gesamtabstrahlung und Distanz ein Durchmesser von nur elf Kilometern berechnet. Dies ist sogar für einen Neutronenstern extrem wenig. Da ein Stern umso mehr Masse besitzt, je kleiner sein Durchmesser ist, kann davon ausgegangen werden, dass dieser Pulsar kurz vor dem Kollaps zu einem Schwarzen Loch steht und somit vermutlich ganz aus Quark-Gluon-Plasma besteht.

Der andere Pulsar, 3C58, entstand nach einer Supernova, die im Jahre 1181 von Astronomen beobachtet wurde. Wegen seiner großen Distanz zur Erde konnte man seinen Durchmesser noch nicht berechnen, aber seine Leuchtkraft ist 16-fach geringer als vergleichbare junge Pulsare. Dies könnte ein Indiz dafür sein, dass es sich um einen Quark-Stern handelt.




     
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