WEB LEXIKON: Ein Blick zurück
Hauptseite | Aktueller Wikipedia-Artikel

Pärchenegel



Pärchenegel
Systematik
Unterabteilung: Urmünder (Protostomia)
Stammgruppe: Platyzoa
Stamm: Plattwürmer (Plathelmintes)
Klasse: Saugwürmer (Trematoda)
Ordnung: Strigeiformes (Strigeiformes)
Familie: Pärchenegel (Schistosomatidae)

Die Pärchenegel (Schistosoma) sind eine Gattung parasitisch lebender Saugwürmer, die vor allem in den Tropen und Subtropen vorkommen. Weltweit sind bis jetzt 83 Arten bekannt. Benannt nach Theodor Bilharz

Merkmale

Beim Pärchenegel sind Männchen und Weibchen sehr verschieden (Geschlechtsdimorphismus): Das wurmartige Weibchen lebt im Inneren des länglichen Männchens, das Männchen bildet dabei eine Falte aus den Canalis gynaecophorus. Männchen und Weibchen leben in Dauerkopula (ständige Kopulation.

Lebenszyklus

Pärchenegel befallen Säugetiere, Vögel, Krokodile (Griphobilharzia) und auch Menschen, und leben in der Blutbahn, in den Venen ihrer Wirte. Normalerweise ernähren sie sich von roten Blutkörperchen, die ausgewachsenen Tiere sind für den Wirt unschädlich.

Das Weibchen des Pärchenegel verlässt zur Eiablage das Männchen, und gibt die befruchteten Eier in den Blutstrom des Wirtss ab. Die Eier verlassen den Wirtskörper durch den Darm oder die Harnblase, dessen Gewebe durch Entzündungsprozesse durchlässig wird. Falls die Eier im Blutstrom verbleiben, tritt bei dem befallenen Organgewebe (vor allem in Lunge, Niere, Leber und Darm) die für den Wirtsorganismus gefährliche Krankheit Bilharziose oder Schistosomiasis auf.

In den nach Austritt aus dem Wirtsorganismus frei im Wasser vorkommenden Eiern entwickeln sich die Miracidien. Diese bohren sich bei Kontakt mit einer geeigneten Wirtsschnecke in deren Gewebe.

Aus dem Miracidium wird nun die Muttersporocyste, in der viele Tochtersporocysten heranwachsen. Letztere verlassen die Muttersporocyste, und in ihnen wachsen im Schneckengewebe die Cercarien heran. Letztere verlassen die Schnecke in deren Ausscheidungen, und befinden sich nun wieder frei im Wasser.

Im Wasser müssen sie einen geeigneten Wirt finden, in dessen Blutbahn sie durch die Haut eindringen. Die Paarung (d.h. Aufnahme des Weibchens in das Männchen) findet im Wirt statt.

Arten

Im folgenden sind einige Arten mit der dazugehörigen Wirts-Schneckengattung darunter aufgeführt.




     
Das Web Lexikon "Ein Blick zurück" bietet die Moeglichkeit auf einfache Art und Weise in den "alten" Wikipedia-Beiträgen zu blättern. Das Lexikon spiegelt den Stand der freien Wikipedia-Enzyklopädie vom August 2004 wider. Sie finden hier in rund 120.000 Artikel aus dieser Zeit Informationen, Erklärungen, Definitionen, Empfehlungen, Beschreibungen, Auskünfte und Bilder. Ebenso kommen Begriffserklärung, Zusammenfassung, Theorie, Information, Beschreibung, Erklärung, Definition und Geschichte nicht zu kurz. Ein Lexikon das Auskunft, Bericht, Hinweis, Bedeutung, Bild, Aufklärung, Darstellung und Schilderung zu unterschiedlichsten Themen kompakt auf einer Seite bietet.
Impressum ^ nach oben ^