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Schnecken



Schnecken
Systematik
Abteilung: Gewebetiere (Eumetazoa)
Unterabteilung: Bilateria
Stammgruppe: Urmünder (Protostomia)
Überstamm: Lophotrochozoen (Lophotrochozoa)
Stamm: Weichtiere (Mollusca)
Klasse: Schnecken (Gastropoda)

Schnecken (Gastropoda) gehören zur artenreichsten Tierklasse aus dem Stamm der Mollusca (Weichtiere). Man kennt über 43.000 Arten, das heißt, 78% aller bekannten Weichtiere sind Schnecken. Schnecken leben an Land, im Meer und im Süßwasser. Auch amphibische Formen kommen vor. Ihre Größe variiert von unter 1 mm bis zu über einem Meter. Fossil sind Schnecken seit dem Kambrium bekannt

Schnecken besitzen häufig eine spiralförmig um eine Spindel (Columella) gewundene Schale, in die sie ihren weichen Körper bei Gefahr zurückziehen können. Dadurch erhalten sie eine Asymmetrie, die sich in ihrem Körperinneren fortsetzt. Der Grund dafür liegt in der Torsion der Schneckenschale, die eine Drehung des Eingeweidesackes und des Mantels impliziert. Die ursprünglich hinten liegende Mantelhöhle mit den Kiemen und den Ausführgängen für den Darm, die Nieren und die Geschlechtsorgane drehte sich nach vorn. Später kam es zu einer leichten Rückdrehung und der Reduktion der nun hinten liegenden Kieme. Bei den Lungenschnecken (Pulmonata) wandelte sich die erhalten gebliebene Kieme in eine Lungenfläche um. Viele Schnecken bilden am Hinterteil ihres Fußes eine Kalkplatte, die als Deckel oder Operculum die Schale verschließen kann. Bei vielen Schnecken zeigt sich auch die Tendenz zum Verlust der Schale, um eine größere Beweglichkeit zu erreichen.

Am Kopf tragen sie ein oder zwei Paar einziehbare Fühler, an den Enden der vorderen Tentakel oder an deren Basis befinden sich Augen. Mit einem breiten, muskulösen Fuß bewegen sie sich fort. Dies geschieht bei kleinen Arten auf einem Wimpernteppich, bei größeren häufig auf einer Schleimspur. Der Fuß ist äußerst beweglich und kann zum Greifen und zum Formen von Eipaketen verwendet werden, viele Arten schwimmen auch mit Hilfe des Fußes.

Anders als gern behauptet, sind die meisten Schneckenarten getrennt geschlechtlich, nur Landlungenschnecken und manche Süßwasserschnecken sind Zwitter. Als Larvenstadiumnstadium kommt bei Schnecken häufig eine Veligerlarve vor.

Table of contents
1 Systematik
2 Weblinks

Systematik

Die Systematik der Schnecken ist in wesentlichen Zügen bisher ungeklärt, es existieren mehrere verschiedene Systeme nebeneinander, die diskutiert werden. Ein vollständiges phylogenetisches System besteht bislang nicht. Eine moderne Hypothese stellt folgendes System dar:

Das traditionelle System teilt die Schnecken in drei Hauptgruppen mit diversen Untergruppen (Unterordnungen) dar. Das folgende System stellt eine modifizierte Version des klassischen System dar (Quelle Götting 1996) mit einigen Beispielarten:

Prosobranchia - Vorderkiemerschnecken

Pulmonata – Lungenschnecken

Ophistobranchia – Hinterkiemerschnecken




     
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