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Kölner Kirchenstreit



Der Kölner Kirchenstreit bezeichnet eine Auseinandersetzung zwischen dem preußischen Staat einerseits, der katholischen Kirche in Deutschland und der römischen Kurie andererseits von 1837 bis 1841.

Der Kölner Kirchenstreit wurde durch den Versuch der preußischen Regierung ausgelöst, ihren Standpunkt in der Frage der Zulassung von Mischehen autoritär und gewaltsam durchzusetzen, indem sie den Kölner Erzbischof, der hierin den Satndpunkt des Papstes vertrat, am 20. November 1837 verhaftete und ihn faktisch seines Amtes enthob.

Im weiteren Verlaufe des Konfliktes wurde auch der Erzbischof von Posen interniert. Die starke Anteilnahme der Öffentlichkeit am Kölner Kirchenstreit dokumentierte die Veröffentlichung von nahezu 300 Flugschriften, in denen die gegensätzlichen Auffassungen vor allem zur Frage der Unterordnung bzw. der Selbständigkeit der Kirche gegenüber der Staatsgewalt ausgetragen wurden. Im September 1841 wurde der Kölner Kirchenstreit durch das Einlenken der preußischen Regierung in der Mischehenfrage beigelegt. Wichtigstes Ergebnis dieses Streits war die Herausbildung des politischen Katholizismus in Deutschland als selbständige öffentliche Bewegung im Rahmen der konservativen Parteigruppierungen.

siehe auch Ultramontanismus




     
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