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Erster Opiumkrieg



Der Erste Opiumkrieg war eine Auseinandersetzung zwischen Großbritannien und dem China der Qing-Dynastie. Er währte von 1839 bis 1842 und hatte vor allem Handelsfragen zur Ursache. In der Geschichtsschreibung wird er oft als erste Demonstration der militärischen Überlegenheit Europas über China gesehen. Andererseits ist er auch Ursache für anti-westliche Gefühle der Chinesen.

Der Import chinesischer Güter war für die Europäer höchst interessant, jedoch war es schwierig, westliche Güter zu finden, die die Chinesen ihrerseits importieren wollten: China war zu groß und zu weit entwickelt - so blieb nur Silber. Der Abfluss von Edelmetallen nach China hatte schon ökonomische Auswirkungen gezeigt. Als Ersatz dafür wurde Opium gefunden. Zwischen 1821 und 1837 verfünffachten sich die Importe dieser Droge.

Die chinesische Regierung versuchte natürlich, den Handel zu unterbinden, da es in den Handelshäfen Chinas zu Problemen mit Drogenabhängigen führte. Der als unbestechlich geltende Beamte Lin Zexu wurde mit dem Bekämpfen des Opiumhandels betraut. 1839 gab es in Guangzhou eine sechswöchige Belagerung der "Foreign Factories", die den englische Superintendenten für den Handel, Charles Elliott, dazu zwangen, den chinesischen Behörden 1200 Tonnen an Opium zur Vernichtung zu übergeben.

Das Opium wurde in der Nähe von Humen vernichtet, wo man die Orte, wo das Opium ins Meer geschwemmt wurde, noch heute besichtigen kann.

Kurz darauf wurde ein Chinese von zwei britischen Matrosen ermordet. Die Täter wurden nach dem Prinzip der Extraterritorilität vor ein britisches Gericht in Kanton (Guangzhou) gestellt. Die Chinesen verlangten jedoch, die Männer vor ein chinesisches Gericht zu stellen. Die Briten lehnten dies ab und wurden aus China ausgewiesen. Daraufhin besetzten sie Hongkong als Operationsbasis. Im Juli 1839 wurden 29 chinesische Schiffe von HMS Volage und HMS Hyacinth vernichtet. Ein Jahr darauf kontrollierten die Briten den Perlenfluss ("Pearl River", den Wasserweg zwischen Hongkong und Kanton) und besiegten die Chinesen in der Nähe von Ningbo.

Zur Mitte des Jahres 1842 wurden die Chinesen an der Mündung des Jangtsekiangs geschlagen und die Briten besetzten Shanghai.

Im August 1842 endete der Krieg mit dem Vertrag von Nanking.

Dieser Vertrag verpflichtete die Chinesen zu Freihandel (inklusive Opium). Die Hongkong-Insel wurde an Großbritannien abgetreten und die Handelshäfen Kanton, Xiamen, Fuzhou, Shanghai und Ningbo wurden für alle Ausländer geöffnet. Die Chinesen wurden auch zu Reparationszahlungen verpflichtet.

Die Leichtigkeit, mit der die britischen Truppen die chinesischen besiegen konnten, fügte dem Ansehen der Qing-Dynastie schwere Schäden zu. Es ist fast sicher, dass dies zum Taiping-Aufstand führte. Für die Briten wurden der chinesische Markt für Handel und die chinesische Gesellschaft für Missionierung geöffnet.

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