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Così fan tutte



Die Oper Cosi fan tutte (it. "So machen es alle (Frauen)" - "tutte" ist weiblicher Plural) ist eine Oper in zwei Akten von Wolfgang Amadeus Mozart, Köchelverzeichnis 588.

Mozart begann die Komposition der Oper im Herbst des Jahres 1789. Uraufgeführt wurde sie am 26. Januar 1790.

Die Oper und deren handelnde Personen Fiordiligi (Sopran); Dorabella (Mezzo-Sopran); Guglielmo (Bariton); Ferrando (Tenor); Despina (Sopran); Don Alfonso (Bass); Chor
Orchesterbesetzung: 2, 2, 2 (+Bassethorn), 2 - 2 ,2 ,0 ,0 , timp, str

Table of contents
1 Die Handlung der Oper

Die Handlung der Oper

1 Akt

Die Oper spielt in Neapel des 18. Jahrhunderts. Die beiden jungen Offiziere Ferrando und Guglielmo rühmen sich, dass ihre Frauen Dorabella und Fiordiligi, die sie über alles lieben, ihnen niemals untreu werden könnten. Don Alfonso aber hat seine eigenen, einschlägigen Erfahrungen und schlägt deswegen Ferrando und Guglielmo vor, doch eine Wette abzuschließen wenn sie so sicher wären. Beide gehen siegesbewusst darauf ein.
Währenddessen schwärmen sich die Frauen im Garten des Hauses gegenseitig von der unverbrüchlichen Liebe ihrer Partner vor, bis Don Alfonso scheinbar völlig aufgelöst dazu stürzt und ihnen mitteilt, dass Ferrando und Guglielmo auf Geheiß des Königs in den Krieg ziehen müssen. In der folgenden Abschiedsszene besteigen die Männer, nun in Kriegsmontur, schließlich ein Schiff, besetzt von als Soldaten bekleideten Dorfbewohnern. Despina, das Hausmädchen und rechte Hand von Alfonso, versucht, Dorabella und Fiordiligi mit weisen Ratschlägen und Ansichten über Männertreue - insbesondere bei Soldaten - auf andere Gedanken zu bringen. Schon wenig später lässt Don Alfonso zwei junge Männer (Ferrando und Guglielmo nun verkleidet als fremdländische Adlige) ins Haus, die auch gleich versuchen, die jeweils andere zu umschwärmen. Heftig zurückgewiesen täuschen die beiden exotischen Gestalten eine Art Herzattacke vor, die vom eilig herbeigerufenen Doktor Mesmer alias Despina "geheilt" wird. Die weitere, mitleidige Fürsorge wird in die Hände von Fiordiligi und Dorabella gelegt.

2. Akt

Despina erklärt den Mädchen, dass man Liebe und Treue nicht so wichtig nehmen darf. Doch die Herzen der beiden Mädchen sind schon längst erweicht für die Fremden. In romantischer Atmosphäre "fällt" zunächst Dorabella, Fiordiligi aber wehrt sich noch gegen die eigenen Gefühle und beschließt, ihrem Guglielmo in den Krieg nachzuziehen. Sie wird aufgehalten von Ferrando und gesteht ihm ihre Liebe. Eine Doppelhochzeit wird vorbereitet, doch nachdem der Ehevertag schon unterschrieben ist, hören die Frauen die Rückkehr der Soldaten, verlassen die verkleideten Ehegatten heimlich das Zimmer und kommen wieder als Guglielmo und Ferrando. Voller zwiespältiger Freude werden die Männer in die Arme genommen. Don Alfonso spielt den Heimgekehrten den soeben besiegelten Ehevertrag zu, es kommt zu einer großen Eifersuchtsszene. Die beiden Frauen gestehen zerknirscht ihre Untreue, Ferrando und Guglielmo jedoch, die die Wette mit Alfonso verloren haben, decken ihrerseits den unfairen Schwindel auf. Allgemeine Versöhnung, offen ist lediglich, welche Konstellation sich am Ende als die Wahrhaftige erweist.

Der musikalische Subtext der Oper verläuft gegensätzlich zur Handlung: Denn die Paare der Ausgangssituation - Fiordiligi (Sopran)/Guglielmo (Bariton) sowie Dorabella (Mezzo-Sopran)/Ferrando (Tenor) - sind sich von der Stimmlage her deutlich fremder als die neuen Paare Sopran/Tenor und Mezzo-Sopran/Bariton, die sich in der Verwechslungskomödie finden. Auch vom Charakter passen die beiden ernsthafteren Fiordiligi und Ferrando sowie die leichtfertigen Dorabella und Guglielmo besser zueinander, so dass das "happy end", in dem sich die ursprünglichen (ungleichen) Verlobten wieder finden, brüchig und fragwürdig ist.




     
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