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Xenophon



Dieser Artikel befasst sich mit Xenophon aus Athen, andere Namensträger siehe unter Xenophon (Begriffsklärung)


Xenophon (* um 426 v. Chr, † nach 355 v. Chr) war ein aus Athen stammender Schriftsteller und Politiker.

Table of contents
1 Leben
2 Werke
3 Fortleben
4 Weblinks

Leben

Xenophon aus Athen gehörte in seiner Jugend zum Schülerkreis um den Philosophen Sokrates. Mit einem griechischen Söldnerheer zog er weit in das von einem Bürgerkrieg erschütterte Perserreich. Nahe Iskenderun verloren "die Zehntausend" durch Meuchelmord ihr gesamtes Offizierskorps, Xenophon (der eher aus Abenteuerlust einen Freund begleitet hatte) ermutigte jedoch die Truppe zum Abmarsch auf die gefährliche Nordroute durch Anatolien und führte sie als gewählter strategos (~ "Oberst") mit an. Berühmt als literarischer und historischer Topos für eine Rettung nach langer Mühsal wurde, wie das ganze Heer auf der letzten Hügelkette vorm Schwarzen Meer in den Ausruf "Thálatta! Thálatta!" (griechisch: "das Meer!") ausbrach und auf ein Mal zu laufen begann. Nach dem Justizmord an Sokrates wandte sich Xenophon von seiner Vaterstadt ab und wurde ein Freund des spartanischen Königs Agesilaos, kämpfte auch mit ihm gegen seine Heimat Athen, in die er lange nicht zurückkehren durfte. Sein reifes Leben verbrachte er als Autor und Gutsherr auf der Peloponnes; daher auch seine vorzüglichen Kenntnisse von Landwirtschaft und Viehzucht.

Werke

Fortleben

Xenophons Werke, insbesondere die sokratischen Schriften und die Anabasis, waren unter anderem wegen ihrer nüchtern-klaren Sprache lange Zeit eine beliebte Lektüre (letztere etwas beeinträchtigt, das sie als erster Lesetext des Griechischunterrichtes der Gymnasien diente). Da Xenophon teilweise Augenzeuge der berichteten Ereignisse war, ist er eine wichtige (wenn auch stets kritisch zu betrachtende) Quelle für die griechische Geschichte des 4. Jahrhunderts v. Chr. Auch für die Philosophiegeschichte ist er wichtig als kritische Ergänzung zur Darstellung des Sokrates in den Werken Platons. Seine Werke Hipparchikos und Über die Reitkunst werden heute vielfach als Grundlage der Hippologie gesehen. Die dort zu findenden Hinweise haben auch heute noch unverändert Gültigkeit.

Weblinks




     
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