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Wiener Kaffeehaus



Nicht zu Hause und doch nicht an der frischen Luft. (Peter Altenberg)

Das Wiener Kaffeehaus (Achtung: Betonung auf der 2. Silbe "fee") ist eine typische Wiener Institution, die bis heute ein wichtiges Stück Wiener Tradition bildet.

Anders als in normalen Cafés ist es zum Beispiel durchaus üblich, dass ein Gast, der nur einen Kaffee bestellt hat, stundenlang an seinem Tisch sitzenbleibt, die vorhandenen Zeitungen (für viele Gäste ein wichtiger Grund für den Besuch) studiert und währenddessen vom Kellner mehrmals frisches Wasser (in Wien ein Muss zum Kaffee) serviert bekommt.

Die Einrichtung des typischen Wiener Kaffeehauses reicht von gemütlich-plüschig bis hin zu kühl-stilvoll.

Klassisch sind Thonet-Sessel und Kaffeehaustische mit Marmorplatten. Oft gibt es vor dem Lokal den so genannten Schanigarten, wo man im Freien bei Kaffee die vorbeigehenden Leute beobachten kann. Eines der am besten erhaltenen und behutsamsten renovierten Cafés ist das Café Sperl im 6. Bezirk, das über eine unverfälschte Einrichtung verfügt und nicht von Touristen überlaufen ist.

An fester Nahrung werden meist kleine Speisen (zum Beispiel Würstel) und Süßspeisen (Kuchen, Torten oder zum Beispiel die berühmten Buchteln im Café Hawelka) geboten. Einige Kaffeehäuser bieten allerdings auch eine volle Auswahl an Gerichten der Wiener und internationalen Küche an.

Table of contents
1 Geschichte
2 Kaffeesorten
3 einige bekannte Wiener Kaffeehäuser
4 Frühstücksempfehlungen
5 Weblinks

Geschichte

Die Legende besagt, dass die Wiener während der Befreiung von der 2. Türkenbelagerung im Jahre 1683 einige Säcke mit seltsamen Bohnen fanden, die sie zunächst für Kamelfutter hielten und verbrennen wollten. Ein sprachkundiger Dolmetscher namens Georg von Kolschitzky, der sich bereits während der Belagerung durch die feindlichen Linien geschlichen und so die Verbindung zum Entsatzheer hergestellt hatte, wusste es besser und nahm die Säcke stattdessen an sich.

Kurze Zeit später gründete er das erste Wiener Kaffeehaus "Zur blauen Flasche". Das neue Getränk fand bei der Wiener Bevölkerung großen Anklang, sodass die Zahl der Kaffeehäuser rapide anstieg. Seine Blütezeit erlebte das Wiener Kaffeehaus Ende des 19 bis Anfang des 20. Jahrhunderts, als so genannte Kaffeehausliteraten, wie etwa Peter Altenberg, ihre Stammcafés zu ihrer bevorzugten Lebens- und Arbeitsstätte machten.

Ab der Mitte des 20. Jahrhunderts setzte das Kaffeehaussterben ein, das einigen berühmten Wiener Kaffeehäusern den Garaus machte. Trotzdem gibt es auch heute noch etliche dieser typischen Wiener Lokale, die sich ihren ursprünglichen Charme bewahrt haben.

Kaffeesorten

einige bekannte Wiener Kaffeehäuser

Frühstücksempfehlungen

Weblinks




     
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