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Widerstand gegen den Nationalsozialismus



Als Widerstand gegen den Nationalsozialismus, auch antifaschistischer Widerstand wird der Widerstand von Einzelpersonen, wie Georg Elser, Gruppen (20. Juli 1944) und Institutionen (Gewerkschaften, Kirchen, Parteienen) in Deutschland und in den von Deutschland besetzten Staaten während der Zeit des Nationalsozialismus, 1933 bis 1945, bezeichnet. Der Widerstand setzte teilweise lange vor der Machtergreifung der Nationalsozialisten ein und hielt bis 1945 an.

Table of contents
1 Was ist "Widerstand" während des Nationalsozialismus?
2 Struktur des Widerstands
3 Widerstandsgruppen in Deutschland
4 Widerstandsgruppen in Österreich
5 Widerstand in den besetzten Ländern
6 Persönlichkeiten, die den Widerstand trugen
7 Literatur
8 Weblinks

Was ist "Widerstand" während des Nationalsozialismus?

Der politische Widerstand gegen die NS-Diktatur ist nach Richard Löwenthal als "bewusste politische Opposition" zu verstehen, die von der "weltanschaulichen Dissidenz" und der "gesellschaftlichen Verweigerung" abzugrenzen ist.

"Widerstand [gegen die NS-Diktatur] ist eine Provokation, welche die Toleranzschwelle des nationalsozialistischen Regimes unter den jeweils gegebenen Umständen bewusst überschreitet mit einer Handlungsperspektive, die auf eine Schädigung oder Liquidation des Herrschaftssystems abzielt." (Klaus Schönhoven)

Struktur des Widerstands

Der politische Widerstand gegen die NS-Diktatur ist von ganz unterschiedlichen Menschen und Widerstandsbewegungen geleistet worden. Es hat "keine einheitlich auftretende und handelnde deutsche Widerstandsbewegung" gegeben (Klaus Hildebrand). Der Widerstand formierte sich sowohl unkoordiniert in Einzelaktionen (Attentat Georg Elsers im Bürgerbräukeller) als auch professionell vorbereitet in weitausgreifenden Aktionen (20. Juli 1944).

Waren kurz nach der Machtergreifung der NSDAP vor allem kommunistische und sozialdemokratische Gruppen aktiv, so wurden diese innerhalb weniger Jahre durch die Gestapo und die SS stark geschwächt. In den folgenden Jahren waren verstärkt religiös und ethisch motivierte Gruppen und Einzelpersonen aktiv. Zu einer sowohl größeren als auch politisch motivierten Widerstandsaktion war erst die Organisation um den 20. Juli fähig, die sich zu einem Großteil aus Funktionseliten des Dritten Reichs rekrutierte.

Allen Gruppen gemeinsam war, dass sie eine verschwindend kleine Minderheit der Bevölkerung darstellten. Abgesehen von den Verschwörern des 20. Juli besaßen sie keine realistische Chance, das System grundlegend zu ändern.

Nach 1945 diente der Bezug auf den Widerstand oft als Identitäts- und Legitimationsgrundlage neu entstandener Organisationen und Systeme. So bezog sich die als Resultat der Wiederbewaffnung entstandene Bundeswehr stark auf den 20. Juli, während der "kommunistische Widerstand" während der NS-Zeit eine der Hauptlegitimationen der DDR wurde. Dies führte meist zu einer Überbetonung einer Form des Widerstandes im geschichtlichen Erinnern, während andere marginalisiert wurden. Einzelne Widerständler wie Georg Elser oder die Edelweißpiraten verschwanden fast vollkommen aus dem kollektiven Gedächtnis.

Widerstandsgruppen in Deutschland

Widerstandsgruppen in Österreich

Widerstand in den besetzten Ländern

Dänemark

Die Rettung der dänischen Juden durch das dänische Volk.

Frankreich

Die Résistance

Jugoslawien,

Jugoslawische Partisanen unter Josip Broz Tito

UdSSR, Polen

Partisanen

Ungarn

Rettung von Zehntausenden Budapester Juden, siehe Raoul Wallenberg, Giorgio Perlasca

In allen von Deutschland besetzten Ländern kam es zu Akten von Sabotage, Direkter Aktion und des zivilen Ungehorsams.

Persönlichkeiten, die den Widerstand trugen

In Yad Vashem, einem bedeutenden Dokumentationszentrum und Museum in Israel, wurde eine Allee von Bäumen zu Ehren derjenigen gepflanzt, die unter Einsatz ihres Lebens Juden zu retten versuchten (Wald der "Gerechten der Völker").

Literatur

Weblinks

Siehe auch: Volksgerichtshof




     
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