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Wasserführende Armatur



Eine wasserführende Armatur ist bei den Feuerwehren ein starrer Bestandteil der Feuerwehrausrüstung, das von Wasser durchflossen wird. Sie werden auf Grund ihrer Verwendung eingeteilt.

Table of contents
1 Wasserentnahme
2 Wasserförderung
3 Wasserabgabe

Wasserentnahme

Standrohr

Das Standrohr dient zur Entnahme von Wasser aus dem örtlichen Versorgungsnetz. Sie werden zu diesem Zweck an einen Unterflurhydranten angeschlossen.

Saugkorb

Der Saugkorb wird bei der Wasserentnahme aus offenem Gewässer an die Saugleitung angeschlossen. Er ist mit einem Sieb und einem Rückschlagventil (Verhinderung von Wasserrückfluss) versehen.

Wasserstrahlpumpe

Die Wasserstrahlpumpe wird häufig zum Auspumpen von vollgelaufenen Kellern eingesetzt.

Siehe auch: Artikel über die Wasserstrahlpumpe

Wasserförderung

Druckbegrenzungsventil

Das Druckbegrenzungsventil soll Druckstöße schnell und sicher abfangen, da zum Teil erhebliche Druckstöße auftreten können, welche die Schläuche zu Platzen bringen können. Dadurch würde die Wasserförderung unterbrochen und ein Feuerwehreinsatz empfindlich gestört werden. Das Druckbegrenzungsventil wird in die B-Leitung vor dem Verteiler eingebaut. Bei der Löschwasserförderung über lange Wegstrecken sollte man es an jeder Verstärkerpumpe anbringen.

Sammelstück

Das Sammelstück (auch Hosenstück) wird bei der Wasserversorgung an dem Saugeingang einer Feuerlöschkreiselpumpe angeschlossen und dient der Verkleinerung der Eingangskupplung von A auf B, dem bei Hydranten und langen Wegstrecken gebräuchlichen Maß. Gleichzeitig erhöht es die Flexibilität durch Bereitstellung eines zweiten B-Zuganges. Bei der Wasserförderung über lange Wegstrecken ist an jeder Verstärkerpumpe anzubringen.

Stützkrümmer

Der Stützkrümmer wird mit einem BM-Strahlrohr verwendet, um die auftretenden Rückdrücke zum Teil in Richtung Boden abzuleiten. Diese Kombination macht es möglich, das Strahlrohr mit nur zwei anstelle von drei Personen zu halten. Der Stützkrümmer wird auch zum Aufbauen eines Wasserwerfers verwendet.

Übergangsstück

Übergangsstücke werden zur Verbindung von Schlauchleitungen mit verschiedenem Querschnitt eingesetzt.

Ausführungen:

Verteiler

Der Verteiler hat die Aufgabe, das ankommende Wasser aus einer B-Leitung in drei Leitungen zu verteilen und diese getrennt voneinander zu öffnen bzw. zu schließen. Am B-Abgang kann ein B-C Übergangsstück angebracht werden um einen dritten C-Anschluss zu haben. Es werden zwar verschiedene Arten angeboten, jedoch wird bei den meisten Feuerwehren der B-C-B-C- Verteiler (ein B-Eingang, ein B-Abgang, zwei C-Abgänge) mit Niederschraubventilen verwendet. Mittlerweile nicht mehr normgerecht ist die Variante mit Kugelhähnen, da diese zu leicht zu starken Druckstößen und damit zu Schäden am Schlauchmaterial führen können.

Zumischer

Zumischer für Luftschaum mischen dem Wasser eine bestimmte Schaummittelmenge zu. Der Zumischer sollte so nah wie möglich am Schaumrohr gekuppelt werden. Um eine gute Schaumqualität zu erzielen sollte der Zumischer möglichst eine Schlauchlänge vor dem Schaumrohr eingestzt werden. Die Funktion des Zumischers beruht auf dem Injektionprinzip, ähnlich einer Injektorpumpe.

Ausführungen:
Bezeichnung Festkupplungen Nenndurchflussmenge
Z 2 C 200 l/min
Z 4 B 400 l/min
Z 8 B 800 l/min

Wasserabgabe

Hydroschild

Das Hydroschild erzeugt eine mehrere Quadratmeter große Wasserwand, und wird zur Abschirmung von Hitze, Flammen, Rauch oder Dämpfen eingesetzt.

Ausführungen:
Bezeichnung Festkupplung Wasserabgabemenge bei 5 bar
Hydroschild C C 800 l/min
Hydroschild B B 1400 l/min

Schaumrohr

Dient der Abgabe von Löschschaum an der Einsatzstelle. Davon gibt es verschiedene Typen für Schwerschaum und Mittelschaum. Leichtschaum läßt sich nicht ohne Fremdenergie erzeugen, dazu sind spezielle Leichtschaumgeneratoren notwendig.

Strahlrohr

Die Strahlrohre formen das aus einer Schlauchleitung austretende Wasser zu einem löschkräftigen Strahl. Der Durchmesser der Düse kann durch ein abschraubbares Munstück verändert werden. Die so genannten Mehrzweckstrahlrohre (Kennzeichnung durch M) sind wahlweise auf "Vollstrahl", "Sprühstrahl" und "Absperren" einstellbar.

Siehe auch: Artikel über verschiedene Strahlrohre

Monitore

Sie formen, genau wie Strahlrohre, das aus Schlauch oder Rohrleitungen austretende Wasser oder Schaummittel-Wasser-Gemisch zu einem löschkräftigen Strahl. Monitore werden dort eingesetzt, wo große Wurfweiten und -höhen sowie große Wassermengen erforderlich sind.

Siehe auch:




     
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