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Verdampfungswärme



    

Die Verdampfungswärme Qv ist die (Wärme)-Energiemenge, die benötigt wird, um eine bestimmte Menge einer Flüssigkeit am Siedepunkt vollständig zu verdampfen.

Für den Übergang vom flüssigen zum gasförmigen Zustand wird - auch wenn sich die Flüssigkeit schon am Siedepunkt befindet - zusätzliche Energie benötigt. Diese Energie dient zur Überwindung der noch vorhandenen Anziehungskräfte zwischen den Atomen oder Molekülen. Diese Energie geht natürlich nicht verloren (Energieerhaltung) sondern wird zu einem Teil der im Gas vorhandenen inneren Energie. Kondensiert das Gas wieder, so wird diese Energie wieder frei, weshalb man sich an kondensierendem Wasserdampf besonders leicht verbrühen kann. Die Verdampfungswärme ist bei Wasser wegen der großen Stärke der Wasserstoffbrückenbindung zwischen den Wassermolekülen besonders hoch.

Verdampft eine Flüssigkeit in eine Gasphase eines anderen Stoffes infolge der Unterschreitung ihres Dampfdruckes in dieser Gasphase, so spricht man von Verdunstung statt Verdampfung, z. B. bei Wasser in Luft. Die Verdampfungswärme wird dann der Flüssigkeit entzogen, deshalb nennt man sie Verdunstungskälte und den Vorgang Verdunstungskühlung. Die Flüssigkeitskühlung durch Verdunstung ist z. B. die Funktionsgrundlage eines Kühlturms.

Table of contents
1 Verschiedene Stoffe
2 Physik und Chemie
3 Verdampfungswärme der reinen chemischen Elemente
4 Siehe auch

Verschiedene Stoffe

Bei Edelgasen ist die Verdampfungswärme am kleinsten, da eigentlich nur van-der-Waals Kräfte überwunden werden müssen, bei anderen Flüssigkeiten kommen Dipolmoment oder Wasserstoffbrückenbindung hinzu. Noch höher ist die Verdampfungswärme bei den Metallen (starke metallische Bindung) und am höchsten bei den Salzen wegen der extrem starken ionische Bindung ).

Physik und Chemie

Für Berechnungen wird die Verdampfungswärme in der Physik meist auf die Masse bezogen und heißt dann spezifische Verdampfungswärme σv (Einheit: J/kg d.h. Joule pro Kilogramm) ; in der Chemie wird die Verdampfungswärme' üblicherweise auf die Stoffmenge bezogen, heißt dann Verdampfungsenthalpie Hv und in Kilojoule pro Mol angegeben und jeweils bei 1013 hPa (Normaldruck) gemessen.

Bei Substanzen, die sublimieren (Änderung des Aggregatzustandes von fest nach gasförmig, Beispiel: Iod), spricht man nicht von der Verdampfungswärme, sondern von der Sublimationswärme.

Beispiel: Die Verdampfungswärme von Wasser beträgt rund 2250 J/g oder 40,6 kJ/mol.

Verdampfungswärme der reinen chemischen Elemente

Übersetzung aus der englischen Wikipedia
Element Verdampfungswärme (kJ/mol)
Actinium n/a
Aluminium 293,4
Antimon 77,14
Argon 6,447
Arsen 34,76
Astat 114
Barium 142
Beryllium 292,40
Blei 177,7
Bor 489,7
Brom 15,438
Cadmium 100
Cäsium 67,74
Calcium 153,6
Kohlenstoff 355,8
Cer 414
Chlor 10,2
Chrom 344,3
Cobalt 376,5
Eisen 349,6
Fluor 3,2698
Gallium 258,7
Germanium 330,9
Gold 334,4
Hafnium 575
Helium 0,0845
Element Verdampfungswärme (kJ/mol)
Iod 20,752
Indium 231,5
Iridium 604
Kalium 79,87
Krypton 9,029
Kupfer 300,3
Lanthan 414
Lithium 145,92
Magnesium 127,4
Mangan 226
Molybdän 598
Natrium 96,96
Neon 1,7326
Neptunium n/a
Nickel 370,4
Niob 696,6
Osmium 627,6
Palladium 357
Phosphor 12,129
Platin 510
Polonium 60,1
Quecksilber 59,229
Radium 37
Radon 16,4
Rhenium 715
Rhodium 493
Element Verdampfungswärme (kJ/mol)
Rubidium 72,216
Ruthenium 595
Sauerstoff 3,4099
Scandium 314,2
Schwefel 1,7175
Selen 26,3
Silber 250,58
Silizium 384,22
Stickstoff 2,7928
Strontium 144
Tantal 743
Technetium 660
Tellur 52,55
Thallium 164,1
Thorium 514,4
Titan 421
Vanadium 452
Wasserstoff 0,44936
Wismut 104,8
Wolfram 824
Xenon 12,636
Yttrium 363
Zink 115,3
Zinn 295,8
Zirkonium 58,2
 

Siehe auch

Kondensation



     
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