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Verb



Das Verb (auch Tätigkeitswort, Tunwort oder Zeitwort) ist ein Wort, das normalerweise eine Handlung (zum Beispiel spielen, lachen, werfen) einen Zustand (glänzen, sich auflösen) oder ein Geschehen (regnen, schneien) ausdrückt.

Table of contents
1 Verwendung als Prädikat
2 Reihenfolge im Satz
3 Transitive und intransitive Verben
4 Konjugation
5 Weitere Markierungen am Verb
6 Hilfsverben und Vollverben
7 Substantivierung
8 Weblinks

Verwendung als Prädikat

Als Prädikat nimmt ein Verb neben dem Subjekt die zentrale Stelle im Satz ein. Das Verb bestimmt, ob und wieviele Objekte nötig sind, um einen vollständigen Satz zu bilden (vergleiche dazu: Valenz)

Reihenfolge im Satz

Sprachen unterscheiden sich unter anderem in der Reihenfolge, in der die Bestandteile Subjekt-Prädikat-Objekt vorkommen.

Es gibt Sprachen, in denen die Wahl der Reihenfolge gar nicht oder nur teilweise eingeschränkt ist; im Deutschen sind im Aussagesatz sowohl die Bauweise Subjekt-Verb-Objekt: "Das Kind isst jetzt den Apfel", als auch Objekt-Verb-Subjekt möglich: "Den Apfel esse ich jetzt nicht". Selbst die Reihenfolge Verb-Subjekt-Objekt ist möglich: "Steht einer an der Straße und ruft: 'Guck mal, ein Auto!'" Die Reihenfolge ist trotz der Freiheiten nicht willkürlich sondern hat eine Bedeutung oder die Wichtung. Die Stellung hängt auch von der Satzart (Aussagesatz, Fragesatz, Hauptsatz, Nebensatz) ab.

Es gibt auch Sprachen mit grammatisch fest vorgeschriebenen Reihenfolgen. So ist die Wortfolge eines Hauptsatzes im Englischen so vorgegeben: Subjekt-Verb-Objekt.

Transitive und intransitive Verben

Verben werden nach ihrem Gebrauch in transitive und intransitive unterschieden.
Transitive Verben beschreiben eine auf ein Objekt gerichtete Tätigkeit (z. B. "Sie stellt die Tasse auf den Tisch."). Intransitive Verben regieren kein Objekt. "Sie weint." Andere Satzergänzungen, z.B. Adverbiale, können oder müssen gemacht werden: Ich wohne "in der Stadt". Die Tasse steht "auf dem Tisch". Hier sind "in der Stadt" und "auf dem Tisch" erforderliche Lokaladverbiale.

Konjugation

Konjugierte Verbformen treten gegebenenfalls in den der Sprache eigenen Numeri (z. B. Singular, Dual, Plural) auf, und benutzen die 1., 2. oder 3. Person (z.B. im Singular "ich", "du" oder "er"-"sie"-"es").

Weitere Markierungen am Verb

Des weiteren wird am Verb markiert:

Hilfsverben und Vollverben

Im Normalfall sind Verben Vollverben. Zur grammatischen Darstellung der Zeiten, des Modus, in einigen Sprachen des Aspekts, können Hilfsverben verwendet werden. Hilfsverben gehören zu einer kleinen Klasse von Verben, die zusammen mit einem Vollverb eine grammatische Struktur bilden.

Beispiele für Vollverben

Beispiele modaler Hilfsverben (Modalverben)

Einige modale Hilfsverben können auch als Vollverb verwendet werden: Ich mag Kuchen. Er mag sein Brüderchen.

Ausdruck der Zeit mit Hilfsverben

Substantivierung

In der deutschen Sprache können aus Verben durch Substantivierung Substantive gebildet werden. Diese werden wie Substantive verwendet (Deklination, Geschlecht)

Substantivierung erfolgt gegebenenfalls auch durch Verwendung bestimmter Endungen.

Auch aus von Verben abgeleiteten Partizipien können Substantive gebildet werden:

Die Substantive behalten inhaltliche Eigenschaften des Verbes und erhalten syntaktische Eigenschaften der Substantive.

siehe auch: Ergativ, Adjektiv, Substantiv, Unregelmäßiges Verb

Weblinks




     
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