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Trichterbecherkultur



Die Trichterbecherkultur ist eine jungneolithische Kulturgruppe (ca. 3.500–2.800 v. Chr.) im Norddeutschen Flachland und weiten Bereichen Mittel- und Nordeuropas, benannt nach einer für diese Kultur typischen Gefäßform, den Bechern mit trichterförmigem Rand.

Die Menschen dieser Kultur waren Bauern. Sie sind die Erbauer der imposanten Megalithgräber überhügelten Kammern aus mächtigen Findlingsblöcken, genutzt für Kollektivbestattungen. Neben der reich verzierten Keramik treten als Werkzeuge für die Holzbearbeitung Feuersteinbeile auf. Die Bezeichnung Trichterbecherkultur wurde von dem polnischen Archäologen Konrad Jadzewski eingeführt.

Unter den Gefäßtypen der Trichterbecherkultur befinden sich solche, die auf einem leicht bauchigen Unterteil über der Gefäßschulter ein Oberteil aufweisen, das ähnlich einem Trichter geformt ist. Es sind die für die Kulturgruppen namengebenden Trichterbecher. Weitere charaktistische Gefäße mit bauchigem Gefäßkörper und meist zylindrischem oder leicht trichterförmigem Hals besitzen zwei oder vier Ösenhenkel am Halsansatz oder auf dem Gefäßbauch. Sie werden als Amphoren bezeichnet. Typisch für die Trichterbecherkultur sind die Kragenflaschen, kleine Gefäße mit kugeligem oder birnenförmigem Körper. Das Oberteil ist ähnlich einem Flaschenhals ausgebildet und weist eine kragenförmige Ausstülpung auf. Runde Scheiben aus Ton dienten als Backteller zur Zubereitung von Fladenbrot. Sie wurden sicher auch zur Abdeckung von Gefäßen und anderweitig verwendet. Besonders große Gefäße wurden mehrfach als Vorratsspeicher im Siedlungsgelände eingegraben.

Die typische Bestattungssitte der Trichterbecherkultur war die Körperbestattung in Hocklage in Steinkisten. Als Grabbeigaben treten tassenförmige Tongefäße häufig auf.




     
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