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Tour de France 2004



Endstand
Toursieger Lance Armstrong 83:36:02 h
Zweiter Andreas Klöden +6:19 min
Dritter Ivan Basso +6:40 min
Vierter Jan Ullrich +8:50 min
Fünfter José Azevedo +14:30 min
Grünes Trikot Robbie McEwen 272 P.
Zweiter Thor Hushovd 247 P.
Dritter Erik Zabel 245 P.
Bergtrikot Richard Virenque 226 P.
Zweiter Lance Armstrong 172 P.
Dritter Ivan Basso 119 P.
Weißes Trikot Vladimir Karpets 84:01:13 h
Zweiter Sandy Casar +3:42 min
Dritter Thomas Voeckler +6:01 min

Die 91. Tour de France wurde vom 3 bis 25. Juli 2004 in 21 Teilstücken (1 Prolog und 20 Etappen) mit einer Gesamtlänge von 3395 km ausgetragen.

Table of contents
1 Strecke
2 Sieger
3 Trikots
4 Die Etappen
5 Preisgelder
6 Teams/Teilnehmer
7 Weblinks

Strecke

Die Strecke der Tour 2004 wurde am 23. Oktober 2003 der Öffentlichkeit vorgestellt. Sie durchquerte das französische Hexagon gegen den Uhrzeigersinn. Nach dem Start im belgischen Lüttich und einer Reihe von Flachetappen in die Bretagne führte die Route über das Zentralmassiv in die Pyrenäen, wo zwei Bergankünfte stattfanden. In der letzten Tourwoche standen drei Alpen-Etappen auf dem Programm, darunter das auf einen ungewöhnlich späten Zeitpunkt gelegte erste Einzelzeitfahren über 15 km hinauf ins mythische L'Alpe d'Huez. Nach einem weiteren Zeitfahren in Besancon endete die Tour wie seit 1975 auf den Champs-Elysees in Paris.

Sieger

Gesamtwertung

Lance Armstrong konnte zum sechsten Mal die Tour de France gewinnen und stellte somit einen historischen Rekord auf. Keinem Rennfahrer, auch nicht Jacques Aquentil, Bernhard Hinault, Miguel Indurain und Eddy Merckx gelang es die Tour ein sechstes Mal zu gewinnen. Armstrong konnte während der ganzen Tour seine Gegner kontrollieren - auch mit Hilfe seines guten Teams, das oftmals seinen Gegnern überhaupt nicht die Möglichkeit gab, wegzukommen. Armstrong erreichte außerdem 5 Etappensiege und den Sieg im Mannschaftszeitfahren, was es seit über 20 Jahren bei der Tour de France nicht gegeben hatte.

Hinter Armstrong wurde der Deutsche Andreas Klöden Zweiter. Er war damit erst der dritte Deutsche nach Kurt Ströbel (1932) und Jan Ullrich (1996, 1998, 2000, 2001, 2003), der einen Podestplatz erringen konnte. Mit über 6 Minuten wurde jedoch auch Klöden ganz klar von Armstrong distanziert.

Dritter wurde der Italiener Ivan Basso, der vor allem auf den Pyrenäenetappen glänzte und sogar eine Etappe gewinnen konnte. Jedoch setzte Basso in den Alpen keine Zeichen und durch seine schlechteren Zeitfahrqualitäten musste er seinen zweiten Platz an Klöden abgeben.

Punktewertung

Der Australier Robbie McEwen gewann das Grüne Trikot des besten Sprinters. Wie so oft wurde diese Frage erst in Paris auf den Champs-Élysées geklärt. Zweiter wurde der Norweger Thor Hushovd, der lange Zeit als einziger McEwen ernsthafte Konkurrenz bot.

Bergwertung

Das Bergtrikot konnte sich zum siebten Mal der Franzose Richard Virenque überstreifen. Keiner vor ihm konnte dieses Spezialtrikot so oft erringen. Virenque trotzte der Regeländerung der Tourorganisation, die beim den letzten Berg (wenn die Kategorie mindestens 2 ist) doppelte Punktzahl auslobte. Denn somit konnten sich die Fahrer des Gesamtklassement viele Punkte sichern, was man auch bei den Plätzen zwei und darunter sieht. Virenque setzte sich bei vielen Bergetappen vorne ab und konnte ohne ernsthafte Konkurrenten sich die Punkte sichern.

Gesamtwertung der Nachwuchsfahrer

Das Weiße Trikot des besten Jungprofis bis einschließlich 25 Jahren sicherte sich der Russe Vladimir Karpets vor Sandy Casar und Thomas Voeckler, der lange Zeit in diesem Trikot unterwegs war, dem aber zum Schluss die Kräfte verließen. Die entscheidende Attacke auf das Weiße Trikot fuhr Karpets auf dem abschließenden Zeitfahren rund um Besancon, wo er Casar und Voeckler ganz klar distanzieren konnte.

Mannschaftswertung

Die Mannschaftswertung konnte sich das Team T-Mobile vor dem US-Postal-Team und dem Team CSC sichern. Dies wurde vor allem durch die guten vorderen Platzierungen von Andreas Klöden und Jan Ullrich möglich.

Kämpferischster Fahrer

Der kämpferischste Fahrer der diesjährigen Tour wurde Richard Virenque, wegen seiner vielen Attacken auf den Bergetappen. Dies entschied die Jury der Tour de France. Der Deutsche Jens Voigt zeichnete sich durch die meisten allein - oder in einer kleinen Gruppe - gefahrenen Kilometer aus.

Trikots

Die Etappen


Teilstück Tag Start - Ziel km Sieger Gelbes Trikot Details
Prolog 3. Juli Lüttich (B) - Lüttich (EZF) 6,1 Fabian Cancellara Fabian Cancellara Details
1. Etappe 4. Juli Lüttich - Charleroi (B) 202 Jaan Kirsipuu Fabian Cancellara Details
2. Etappe 5. Juli Charleroi - Namur (B) 197 Robbie McEwen Thor Hushovd Details
3. Etappe 6. Juli Waterloo (B) - Wasquehal 210 Jean-Patrick Nazon Robbie McEwen Details
4. Etappe 7. Juli Cambrai - Arras (MZF) 64 US Postal Lance Armstrong Details
5. Etappe 8. Juli Amiens - Chartres 200 Stuart O'Grady Thomas Voeckler Details
6. Etappe 9. Juli Bonneval - Angers 196 Tom Boonen Thomas Voeckler Details
7. Etappe 10. Juli; Châteaubriant - Saint Brieuc 204 Filippo Pozzato Thomas Voeckler Details
8. Etappe 11. Juli Lamballe - Quimper 168 Thor Hushovd Thomas Voeckler Details
9. Etappe 13. Juli Saint-Léonard-de-Noblat - Guéret 160 Robbie McEwen Thomas Voeckler Details
10. Etappe 14. Juli Limoges - Saint-Flour 237 Richard Virenque Thomas Voeckler Details
11. Etappe 15. Juli Saint-Flour - Figeac 164 David Moncoutié Thomas Voeckler Details
12. Etappe 16. Juli Castelsarrasin - La Mongie 197 Ivan Basso Thomas Voeckler Details
13. Etappe 17. Juli Lannemezan - Plateau de Beille 205 Lance Armstrong Thomas Voeckler Details
14. Etappe 18. Juli Carcassonne - Nîmes 192 Aitor Gonzales Thomas Voeckler Details
15. Etappe 20. Juli Valréas - Villard-de-Lans 180 Lance Armstrong Lance Armstrong Details
16. Etappe 21. Juli Le Bourg d'Oisans - L'Alpe d'Huez (EZF) 15 Lance Armstrong Lance Armstrong Details
17. Etappe 22. Juli Le Bourg d'Oisans - Le Grand Bornand 204 Lance Armstrong Lance Armstrong Details
18. Etappe 23. Juli Annemasse - Lons-le-Saunier 166 Juan Miguel Mercado Lance Armstrong Details
19. Etappe 24. Juli Besançon - Besançon (EZF) 55 Lance Armstrong Lance Armstrong Details

20. Etappe 25. Juli Montereau - Paris 163 Tom Boonen Lance Armstrong Details

Preisgelder

Bei der Tour de France 2004 wurden Preisgelder in Höhe von fast drei Millionen Euro an die Teilnehmer ausgeschüttet. Jedes Team erhielt einen fixen Betrag von 35.000 Euro als Aufwandsentschädigung, zudem 1.600 Euro für jeden Fahrer, wenn mindestens sieben Fahrer das Ziel in Paris erreichten.

Des Weiteren wurden Prämien für bestimmte Leistungen vergeben, die im Allgemeinen der Mannschaftskasse gutgeschrieben und am Ende unter allen Fahrern der Mannschaft aufgeteilt werden. Die drei Mannschaften mit den meisten Prämien am Ende der Tour de France 2004 waren US Postal (578.842 Euro), Team T-Mobile (339.656 Euro) und CSC (183.880 Euro).

Übersicht über die Prämien bei der Tour de France 2004 (Angaben in Euro, nur die ersten drei Plätze)
Leistung Erster Platz Zweiter Platz Dritter Platz
Gesamtwertung Einzel 400.000 167.495 91.470
Normale Etappen,
Einzelzeitfahren
7.620 4.000 2.000
Prolog 3.810 1.525 760
Mannschaftszeitfahren 15.000 7.500 4.300
Grünes und Bergtrikot 22.867 15.245 7.622
Teamwertung 30.490 28.392 18.294
Nachwuchswertung 18.294 13.720 9.147

Weitere Prämien:

Zusätzliche Prämien im Sprint- und Bergklassement (in Euro)
Art Erster Platz Zweiter Platz Dritter Platz
Zwischensprint 800 450 300
Berg der Ehrenkategorie 800 450 300
... der 1. Kategorie 650 400 150
... der 2. Kategorie 500 250  
... der 3. Kategorie 300    
... der 4. Kategorie 200    

Teams/Teilnehmer

Bei der Tour de France 2004 sind 21 Mannschaften am Start. Unter den insgesamt 188 Fahrern befinden sich 15 Deutsche, 6 Schweizer, 5 Österreicher und 1 Luxemburger.

Siehe auch: Komplette Liste des Fahrerfelds | Rennrad

Weblinks

Tour de France
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