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Tonmeister



Tonmeister (auch Tonregisseur oder Musikregisseur; engl. Sound Engineer) ist ein Musikberuf im Spannungsfeld zwischen Kunst und Technik. Tonmeister benötigen neben technischen Kenntnissen auch ganz besonders umfassende musikalische Kenntnisse und Fähigkeiten.

Table of contents
1 Berufsbild
2 Ausbildung
3 Verbände und Innungen
4 Weblinks

Berufsbild

Der Tonmeister fungiert bei Musik- oder Hörspiel-Produktionen als Aufnahmeleiter. Er legt eine Aufnahmekonzeption (Arbeitsplan) vor, führt Klang- und Musikregie und ist für den Schnitt verantwortlich. Er überwacht anhand einer Partitur die Texttreue, Intonation, Phrasierung, Balance und das Zusammenspiel zwischen den Instrumentengruppen, die rhythmische Exaktheit und das Einhalten des Tempos usw. Damit übt er einen gewissen Einfluss auf die Interpretation aus. Er muß den Künstlern gegenüber ein kompetenter Partner und Ratgeber sein.

Bei Konzert- oder Theaterveranstaltungen ist er verantwortlich für die Musik- und Sprachübertragung, d.h. die Realisierung einer hochwertigen Beschallung und die akustische Umsetzung von Regiekonzepten. Oft ist er auch zuständig für die Gerätewartung und -installation bis hin zur Überprüfung und Umsetzung der jeweils geltenden Sicherheitsrichtlinien.

Bei Film und Fernsehen beginnt die Tätigkeit bei Aufnahmen am Drehort (Set), beinhaltet die Erstellung spezieller Geräuscheffekte (Sounddesign), die Synchronisation von Schauspielern bis zur Aufnahme von Filmmusik und der Erstellung der Endmischung (Mehrkanalton).

Der Tonmeister ist zu jedem Stadium der Produktion dafür verantwortlich, dass das Endprodukt der künstlerischen Zielsetzung des Produzenten und der Musiker entspricht [1].

Tätigkeitsbereiche:

Siehe auch: Toningenieur, Tontechniker

Ausbildung

Um diese vielfältigen Aufgaben erfüllen zu können, ist eine fundierte technische und musikalische Ausbildung notwendig; die Tonmeisterausbildung integriert dafür verschiedene künstlerische und kunsterzieherische Inhalte; es handelt sich dabei um ein vollwertiges Musikstudium.

Die Ausbildung umfasst neben der Vermittlung technischer Kenntnisse und Fertigkeiten (Mathematik, Elektrotechnik, Akustik, Tontechnik, Digitaltechnik, Studiotechnik und -praxis, Aufnahmebetreuung etc.) vor allem auch ein intensives Training auf musikalischem Gebiet (Gehörbildung, Musiktheorie, Partiturkunde, Musikgeschichte, Musikwissenschaft, Instrumentenkunde, Musikkritik, Musikanalyse, Formenlehre, Werkanalyse und Stilkunde, Instrumental- und Vokalpraxis etc.) sowie Grundlagen der Dramaturgie. Teilweise wird die Beherrschung mindestens eines Musikinstruments (Hauptinstrument, Nebeninstrument; Klavier ist i. d. R. Pflichtfach) vorausgesetzt; einige Studiengänge ergänzen die Ausbildungsinhalte um Themen wie Betriebskunde, Recht, Betriebswirtschaft usw.

Das Studium hat eine Regelstudiendauer von 9-10 Semestern.

Folgende Einrichtungen bilden zum Diplom-Tonmeister aus:

Verbände und Innungen

Weblinks




     
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