WEB LEXIKON: Ein Blick zurück
Hauptseite | Aktueller Wikipedia-Artikel

Tastatur



Eine Tastatur ist ein Eingabegerät, das als einziges oder wichtigstes Bedienelement eine Anzahl von mit den Fingern zu drückender Tasten enthält.

Table of contents
1 Beispiele
2 Besonderheiten der Computertastatur
3 Wortfeld
4 IBM-PC-Tastatur
5 Anschlussstecker
6 Belegung
7 Weblinks

Beispiele

Besonderheiten der Computertastatur

Eine Computertastatur hat, verglichen mit einer Schreibmaschinentastatur einige Tasten mehr, oder die Tasten haben eine andere Beschriftung. Diese Tasten lassen sich in folgende Gruppen einteilen. Die genaue Anordnung kann von Tastatur zu Tastatur verscheiden sein, insbesondere bei Laptops, Host-Terminals und älteren Computer-Systemen ergeben sich Unterschiede.

Die wesentlichen Informationen, die die PC-Tastatur zu jedem Tastendruck liefert, sind der ASCII-Code, der Scancode und die ggf. Angabe, welche der Modifier-Tasten (Shift, Ctrl, Alt, CapsLock, NumLock, ScrollLock) dabei aktiv sind.

Spezielle Zeichen



Deutsches Tastaturlayout (Schema)

Umschalttasten

Diese Tasten diesen dazu, den "normalen" Tasten eine andere Bedeutung zu geben.

System und Land PC
(Deutschland und Österreich)
PC
(Schweiz)
Macintosh
Großbuchstaben wie bei einer Schreibmaschine Hochstelltaste Shift *
wenn aktiviert, werden alle Buchstaben automatisch groß geschrieben Feststelltaste Caps Lock *
Schaltet den Ziffernblock um zwischen Eingabe von Ziffern und Bewegen der Schreibmarke.
Ein Relikt aus der Zeit, als der mittlere Block heutiger PC-Tastaturen, mit den eigenständigen Cursortasten, noch nicht existierte.
Num Lock * *
Eine weitere Schicht von Zeichen, z. B. auf der Taste "E" das "€", oder auf dem "Q" bzw. schweizerisch "2" das "@" erreichen. Alt Gr * Wahl-Taste/
Alt-Taste
Eingaben so genannter "Steuerzeichen" oder Befehlssequenzen (Short-Cuts) Strg-Taste
Steuerungstaste
Ctrl-Taste
Controltaste
Command-Taste
Befehls-Taste
Apple-Taste
Eingabe von Befehlssequenzen bzw. Menüaufrufe1 Alt-Taste Alt-Taste (Ctrl-Taste)
Zum Wechsel zwischen Eingabemethoden auf japanischen Tastaturen Henkan und Muhenkan

1 auch als Meta-Taste, Hyper-Taste, Super-Taste, "Amiga"-Taste (bei Rechnern der Marke "Amiga") bezeichnet

Bearbeitungstasten

Diese Gruppe von Tasten dient dazu, eingegebenen Text zu verändern, also Zeichen zu löschen, einzufügen, etc.

Tasten zur Steuerung der Einfügemarke (englisch cursor)

Diese Tasten befinden sich typischerweise zwischen dem Haupttastenblock und dem Nummernblock und sind meist aufgeteilt in

Funktionstasten

Dies sind meist 12 Tasten beschriftet mit F1 bis F12. Typischerweise begfinden sie sich oberhalb des Hautptastenblocks. Die genaue Funktion dieser Tasten bleibt dem Anwendungsprogramm überlassen. In der Windows-Welt haben sich folgende Konventionen herausgebildet, die auch von anderen Systemen übernommen wurden:

Unter Linux werden die Funktionstasten zusammen mit der Meta-Taste (Alt) zum Wechsel der virtuellen Konsole verwendet, manchmal auch mit Strg+Alt+FX.

Daneben gibt es bei PC-Tastaturen (siehe unten) Tasten mit der folgenden Aufschrift (typischerweise zwischen Haupttastenblock und Nummernblock oben):

Sondertasten

Wortfeld

IBM-PC-Tastatur

Durch die weite Verbreitung des IBM PC wurde auch dessen Tastatur zur Tastatur schlechthin. Obwohl die Tastaturen für IBM-PCs einem einheitlichen Standard folgen, haben sich in 20 Jahren PC-Geschichte durch Updates und lokale Anpassungen (Umlaute etc.) viele verschiedene Tastaturtypen entwickelt:

Die PC-Tastatur zeichnet sich durch einige Tasten aus, die auf anderen Tastaturen nicht vorhanden sind, oder anders funktionieren; generell gilt, dass die Software, nicht die Hardware bestimmt, was eine bestimmte Taste tut: So kann die linke Hochstell/Shift-Taste in einem Textprogramm dazu dienen, Zeichen in Großschrift einzufügen, in einem Computerspiel dagegen das Abfeuern der megalomanischen Zong-Kanone auslösen. Über "Style-Guides" wird normalerweise festgelegt, wie Anwendungsprogramme die Tasten und auch Tastenkombinantionen interpretieren sollten.

Im folgenden werden kurz einige Tasten mit ihren Besonderheiten in allgemein üblichen Betriebssystemen und Anwendungsprogrammen angesprochen:

Entf/Del

Die Entf-Taste (engl./schweiz. Del) ist in PC-Tastaturen zweimal zu finden, in der untersten Tastenreihe im Zifferfeld sowie im Steuerungsblock oberhalb der Pfeiltasten.

In der Regel entfernt diese Taste einen Buchstaben oder eine Zahl die rechts von der Einfügemarke steht; ist eine Markierung vorhanden, wird das Markierte entfernt.

Durch die Tastenkombination Strg-Alt-Entf (auch Affengriff, engl./schweiz. Ctrl-Alt-Del) wird in der Regel eine administrative Funktion des Betriebssystems oder der grafischen Oberfläche aufgerufen:

Anschlussstecker

Es gibt am PC drei Arten, die Tastatur anzuschließen:
Detaillierte Beschreibungen (englisch, mit Abb.)

Belegung

Es hat sich ein bestimmtes System der Tastaturbelegung durchgesetzt, im deutschen Sprachraum die so genannte Qwertz-Belegung. Der Name ergibt sich aus den ersten sechs Tasten der obersten Buchstabenreihe.

Diese Belegung geht auf die amerikanische Qwerty-Belegung von Christopher Latham Sholes zurück, der nach einer Belegung für mechanische Schreibmaschinen suchte, die die Gefahr eines Verhakens der Hämmerchen minimiert (ca. 1874). Dabei spielten Ergonomie und Effizienz keine Rolle (siehe auch Abschnitt unten).

Standards und Normen

Tastaturen folgen, wie alle anderen Bürogeräte auch, Normen.

Deutschland und Österreich

Für den deutschen alphabetischen Block (also die Tasten A bis Z und die Ziffern) sind dies: Heutige deutsche Sholes-Rechnertastaturen folgen weitgehend DIN 2137.

Schweiz

Die Schweiz besitzt eine eigene Tastaturbelegung. Die Tastatur wurde so ausgelegt, so dass alle Sprachregionen der Schweiz damit arbeiten können. Dies hat vorwiegend historische Gründe, war es doch nicht unentbehrlich, da sonst für jeden Sprachteil eigene Schreibmaschinentastaturen (und somit Schreibmaschinenköpfe) entworfen werden müssten.

Aus diesem Grund ist die Schweizer PC-Tastatur in der deutschen wie auch in der französischen Schweiz diesselbe, daher unterscheidet sich das Tastaturlayout zwangsmässig von der deutschen Tastatur. So sind alle Bezeichner für die Sondertasten sprachneutral abgelegt, dadurch sind diese Tasten mit den englischen Begriffen versehen, so unter anderem Caps Lock, Del, Ctrl, Insert.

Softwaremässig gibt es eine schweizerdeutsche (sg) und schweizerfranzösische (sf) Tastatur. Der einzige Unterschied ist die Handhabung von drei sprachspezifischen Sonderzeichen:

Mit der Hochstell/Shift-Taste auf einer sg-Tastatur wird in die sf-Betriebsart umgeschaltet, d.h. ein Shift-ö erzeugt ein é (und umgekehrt). Auf die Umlaute in Grossbuchstaben (Ä, Ö, Ü) sowie auf verschiedene französische
diakritische Zeichen kann nicht direkt zugegriffen werden. Dazu sind Tottasten nötig. Beim Ä müssen Schweizer zuerst die Tottaste ¨ und anschließend das A drücken. Auf allen deutschen und französischen diakritischen Zeichen können direkt oder via Tottasten zugegriffen werden (Ausnahme: Ç; möglich mit Alt+128; 128 auf nummerischem Tastenblock eingeben).

Nicht möglich jedoch sind sprachspezifische Ligaturen. Das ß ist auf der CH-Tastatur unbekannt. Eine Abhilfe ist Alt-225 (225 auf dem nummerischem Tastenblock eingeben). Unbekannt sind auch das französische Œ bzw. œ.

Ergonomisch überarbeitete Belegungen

(Auch: Reformtastaturen)

Eine alternative Belegung wurde erstmals von August Dvorak in den 30er Jahren, mit dem später nach ihm benannten Dvorak-Tastaturdesign, entwickelt. Dabei sind die Tasten so angeordnet, dass möglichst flüssiges Schreiben möglich ist; näheres dazu findet sich (unter anderem) bei Introducing the Dvorak Keyboard (englisch, mit Bild der Belegung und vielen Hintergrundinformationen).

Die Dvorak-Tastatur - und ergonomisch überarbeitete Belegungen im Allgemeinen - wurden in einem Artikel von Stan Liebowitz und Stephen E. Margolis 1996 in einem Artikel im "Reason Magazine" scharf kritisiert "TYPING ERRORS"; dieser Artikel bekam, nach Aussage eines Dvorak-Typisten, "in den letzten Jahren mehr Presse, als die Dvorak-Tastatur selbst".

Erstens sind Liebowitz und Margolis allerdings keine Arbeitswissenschaftler, sondern Wirtschaftler. Zweitens kann ihr Artikel weniger als Kritik an der Dvorak-Tastatur gelten, sondern eher als Kritik an der Kritik verschiedener Seiten, ein absolut freier Markt führe nicht immer zur Durchsetzung optimaler Produkte (siehe Wirtschaftsliberalismus).

Randy Cassingham, Autor eines Buches über die Dvorak-Tastatur, beantwortete den Artikel in einem Leserbrief. Auch ansonsten liegen mehrere Untersuchungen der Sprachstruktur der englischen Sprache vor, aus denen klar hervorgeht, dass die Dvorak-Tastatur ergonomisch sinnvoll ist alleine durch die Anordnung häufig benutzter Tasten in die Grundreihe - Untersuchungen, die Sholes bei seiner Tastatur nicht durchführte.

Auch in Deutschland gibt es Bestrebungen, die Tastatur ergonomischer zu gestalten und insbesondere die Belastung der Hände gleichmäßiger und der Finger verstärkt auf die starken Zeige- und Mittelfinger zu legen.

In einem Auszug aus Walter Rohmert: Forschungsbericht zur ergonomische Gestaltung von Schreibmaschinentastaturen, (Eggenstein-Leopoldshafen, 1982) werden neben der Dvorak-Belegung auch Tastaturen von Meier (1967) und dem MARSAN-Institut (1979) sowie eine englische Alternativtastatur nach Malt (1977) vorgestellt und anhand der Finger- und Handbelastung bei Beispieltexten verschiedener Sprachen mit der Sholes-Belegung (QWERT) verglichen.

Für die deutsche Tastatur gibt es einen praktischen Ansatz, eine leicht angepasste Meier-Belegung von Hartmut Goebel als de-ergo-Belegung zur Verfügung zu stellen; bisher gibt es dafür Implementationen für Linux, X11 und AmigaOS (Belegung). Cristian Conitzer hat auch schon einen Treiber für Windows 9x erstellt (de-ergo für Win9x). Ebenfalls existiert ein Versuch, eine Meier-Belegung umzusetzen, die sich in der Testphase schon bewährt hat.

Ohne Anspruch auf Vollständigkeit gibt es folgende Ansätze, das Tastenfeld zu reformieren:

Weblinks




     
Das Web Lexikon "Ein Blick zurück" bietet die Moeglichkeit auf einfache Art und Weise in den "alten" Wikipedia-Beiträgen zu blättern. Das Lexikon spiegelt den Stand der freien Wikipedia-Enzyklopädie vom August 2004 wider. Sie finden hier in rund 120.000 Artikel aus dieser Zeit Informationen, Erklärungen, Definitionen, Empfehlungen, Beschreibungen, Auskünfte und Bilder. Ebenso kommen Begriffserklärung, Zusammenfassung, Theorie, Information, Beschreibung, Erklärung, Definition und Geschichte nicht zu kurz. Ein Lexikon das Auskunft, Bericht, Hinweis, Bedeutung, Bild, Aufklärung, Darstellung und Schilderung zu unterschiedlichsten Themen kompakt auf einer Seite bietet.
Impressum ^ nach oben ^