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Stummelfüßer



Stummelfüßer
Systematik
Unterreich: Vielzeller (Metazoa)
Abteilung: Gewebetiere (Eumetazoa)
Unterabteilung: Bilateria
Stammgruppe: Urmünder (Protostomia)
Überstamm: Häutungstiere (Ecdysozoa)
Stamm: Stummelfüßer (Onychophora)
Familien
  • Peripatidae
  • Peripatopsidae

Die Stummelfüßer (Onychophora) bilden einen eigenen Stamm aus der Gruppe der Häutungstiere (Ecdysozoa), nahe verwandt mit Gliederfüßern (Arthropoda) und Bärtierchen (Tardigrada).

Etwa 110 lebende Arten sind beschrieben, die in zwei Familien eingeteilt werden. Die bekannteste Gattung ist Peripatus, die zuerst 1825 beschrieben wurde.

Onychophoren sind bis zu 20 cm lange, wurmförmige, äußerlich segmentierte Tiere mit einem ungegliederten Beinpaar je Körpersegment. Sie kommen heute vorwiegend auf der Südhalbkugel der Erde in Südamerika, Zentralamerika, Südafrika und Neuseeland in feuchten Lebensräumen vor; fossil sind sie seit dem Kambrium nachgewiesen.

Der Kopf besteht aus drei Segmenten. Am ersten Kopfsegment befinden sich zwei Antennen und zumeist ein Paar einfacher Augen. Am zweite Kopfsegment befindet sich die Mundöffnung.

Anders als bei den Gliederfüßern besitzen Stummelfüßer kein festes Außenskelett, sondern ein durch den Druck der Körperflüssigkeit in Form gehaltenes Hydroskelett. Die Haut (Cuticula) enthält Chitin und ist mit feinen Härchen besetzt, die den Tieren ein samtartiges Aussehen geben. Die Cuticula wird im Rahmen der Häutung (Ecdysis) periodisch abgestoßen.

An den Füßen sitzen einziehbare Krallen aus Chitin und drei Papillen, die auf glattem Untergrund benutzt werden.

Die Atmung erfolgt durch kleine Röhrchen, so genannte Tracheen, deren Stigmen stets geöffnet sind, so dass die Tiere an Lebensräume mit höherer Luftfeuchtigkeit gebunden sind.

Onychophoren sind Räuber, die in der Lage sind, erheblich größere Tiere (z.B. Schnecken) mit einer leimartigen Substanz aus ihren Kopfdrüsen unbeweglich zu machen. Sie können diese Klebeflüssigkeit bis zu 30 cm weit verspritzen.

Fossil sind Onychophoren seit dem unteren Kambrium bekannt. Möglicherweise marine Gattungen sind Aysheaia, Hallucigenia sowie eventuell die bereits aus den Präkambrium überlieferte Art Xenusion auerswaldae. Aus dem Tertiär sind Onychophoren in karibischem Bernstein erhalten.

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