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Sputnik



Diese Seite befasst sich mit den Sputnik-Missionen. Siehe Sputnik (Zeitschrift) und Sputnik (Radio) für die Zeitschrift und den Radiosender Sputnik.

Sputnik 1 (russisch Gefährte) war der erste künstliche Satellit in der Erdumlaufbahn.

Bei den Vorbereitungen für das Internationale Geophysikalische Jahr kündigte der US-amerikanische Präsident Dwight D. Eisenhower am 28. Juli 1955 die Beauftragung für einen Erdsatelliten an. Die Sowjetunion reagierte nur vier Tage später mit der Ankündigung eines ähnlichen Programms. Am 4. Oktober 1957 startete die Sowjetunion dann unerwartet früh den kugelförmigen Satelliten. Der 83,6 kg schwere Satellit enthielt einen Funksender, der genau 21 Tage aktiv war und ein Kurzwellensignal (20 MHz und 40 MHz) ausstrahlte. Sputnik bewegte sich auf seiner Umlaufbahn in ca. 96 Minuten einmal um die Erde. Er verglühte 57 Tage nach dem Start, als er wieder in die Erdatmospäre eintrat.

Die piepsenden Signale des Sputniks konnten in aller Welt empfangen werden. In Westeuropa fing Dr. Heinz Kaminski in der Volkssternwarte Bochum zuerst die Signale auf. Die Erkenntnis, dass die Sowjetunion in der Lage war, den Weltraum zu erreichen, löste in der westlichen Welt ein immenses Bedrohungsgefühl aus: Sputnik bewies, das Amerika mit Interkontinentalraketen von der Sowjetunion aus erreichbar war. Dieses auch als Sputnik-Schock bezeichnete Phänomen führte dann in Folge zur Gründung der NASA.

Aufzeichnung des Telemetriesignals des Sputnik

Die weiteren Sputnik-Missionen

Der zweite von Menschenhand geschaffene Körper in der Umlaufbahn war Sputnik 2, der am 3. November 1957 gestartet wurde und das erste Lebewesen in den Weltraum brachte, die Hündin Laika. Eine Rückkehrvorrichtung zur Erde war nicht vorgesehen. Man geht davon aus, dass Laika einige Stunden lang überlebte, bis sie schließlich durch die hohe Hitze und Stress in dem Flugkörper starb. Ursprünglich war geplant, dass Laika 10 Tage überleben sollte und ihr dann mit mitgeführtem vergiftetem Essen ein schneller Tod gewährt werden sollte. Sputnik 2 verglühte am 14. April 1958 nach 162 Tagen im Orbit.

Am 3. Februar 1958 sollte Sputnik 3 gestartet werden, der Start schlug aber fehl und wurde am 15. Mai 1958 wiederholt. Sputnik 3 trug eine Reihe wissenschaftlicher Instrumente in den Weltraum, die die Strahlung im Van-Allen-Gürtel aufzeichnen sollte, was aber ebenfalls fehlschlug.

Sputnik 4 (auch Korabl-Sputnik 1 genannt) wurde schließlich am 15. Mai 1960 gestartet. Dies war der 1. Prototyp der Wostok-Raumkapsel für bemannte Flüge.

Sputnik 5 (auch Korabl-Sputnik 2) startete am 19. August 1960 und trug unter anderem zwei Hunde in den Weltraum: Strelka und Belka. Nach 18 Erdumkreisungen landeten beide Hunde sicher wieder auf der Erde. Dies war der 2. Flug des Prototyp der Wostok-Raumkapsel für bemannte Flüge.

Das Wort Sputnik gehört zu den 100 Wörtern des 20. Jahrhunderts.

Siehe auch: Raumfahrt

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