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Spirit



Spirit ist auch der Name einer Rockband.
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Spirit (engl. (Aufbruchs-) Stimmung), ist eine im Juni 2003 gestartete US-amerikanische Raumsonde zur Erforschung des Planeten Mars. Der "Mars Exploration Rover A" (MER-A), auch "Spirit" genannt, landete am 4. Januar 2004 im Gusev-Krater. Die Schwestersonde Opportunity (MER-B) landete am 25. Januar 2004 auf der Meridiani Planum-Ebene.

Table of contents
1 Mission
2 Verlauf
3 Bisherige geologische Untersuchungsergebnisse
4 Weitere Marsmissionen
5 Weblinks

Mission

"Spirit" soll nach Spuren von ehemals eventuell vorhandenem Wasser suchen und die Landestelle geologisch erkunden. Aus den Ergebnissen erhoffen sich die weltweit beteiligten Wissenschaftler neue Erkenntnisse über die Geschichte des Marsklimas. Der Gusev-Krater wurde als wissenschaftliches Ziel in einem komplizierten Verfahren ausgewählt, da auf Aufnahmen der um den Mars kreisenden Raumsonden Mars Global Surveyor und 2001 Mars Odyssey ausgeprägte Spuren eines ehemaligen Sees zu erkennen sind.

Rein technisch gesehen gehörte die Landung im Gusev-Krater zu den kompliziertesten Landestellen, da in dieser Region sehr starke Winde auftreten können. Nach einer Modifikation der Landeeinheit gaben die am Projekt beteiligten NASA-Ingenieure jedoch grünes Licht für die Mission. Die Landeeinheit bestimmt anhand von drei Bildern, die kurz vor der Landung aufgenommen werden und kontrastreiche Merkmale wie z.B. Krater auswertet, die horizontale Geschwindigkeit des Landemoduls. Die so ermittelte horizontale Bewegungsrichtung und -geschwindigkeit kann dann später durch ein dafür vorgesehenes Triebwerkssystem reduziert werden. So konnte das wissenschaftlich an oberster Stelle stehende Ziel, der Gusev-Krater, endgültig als Landeplatz ausgewählt werden.

Im Gegensatz zu Mars Pathfinder besitzt "Spirit" keine Bodenstation. Die Sonde besteht lediglich aus einem Rover, der auf einer Landeeinheit transportiert wird. Nachdem der Rover die Landeeinheit verlassen hat, besitzt diese keinerlei Funktion mehr. Der Rover wiegt 185 Kg und soll je nach Oberflächenbeschaffenheit bis zu 100 Meter am Tag zurücklegen. Dies übertrifft den Vorgänger "Sojourner" (bei der Mars Pathfinder-Mission im Jahre 1997) etwa um den Faktor 60.

Verlauf

Bisherige geologische Untersuchungsergebnisse

Im Gegensatz zu den spektakulären Entdeckungen der Schwestersonde Opportunity auf der gegenüberliegenden Seite des Planeten auf Meridiani Planum konnte Spirit bisher keine Hinweise auf ein ehemaliges Gewässer am Landeort im Gusev-Krater liefern. Alle untersuchten Gesteine sind Basalte, wenn es auch Hinweise darauf gibt, dass einige davon möglicherweise hydrothermal beeinflußt sind. Sieht man von äolischen Staub- und Sandverwehungen ab, sind Sedimentgesteine bisher nicht entdeckt worden. Auch andere Hinweise auf die geologische Tätigkeit fließenden Wassers fehlen, was insofern überraschend scheint, als die Erkundung des Kraters aus dem Orbit deutlich erkennen ließ, das hier einst mindestens kurzfristig gewaltige Wassermassen die Landschaft in größerem Stil geprägt haben sollten. Möglicherweise kann dies tatsächlich bereits dahingehend interpretiert werden, dass das Wasser die Gegend nur in einem sehr kurzen katastrophenartigen 'Event' überflutet hat, so dass es zur flächenhaften Ablagerung von Sedimenten wie auf Meridiani Planum nicht gekommen ist. Die gesamte Umgebung erinnert mit einer Ausnahme eher an die bekannten Landestellen der Viking-Sonden und von Mars-Pathfinder. Dies ist eine nur wenige Kilometer entfernte Kette niedriger Hügel (Columbia Hills, etwa 100 m über der Ebene stehend), die möglicherweise gerade noch in Reichweite des Rovers liegt und als interessanteste geologische Formation im Landegebiet angefahren werden soll. Es ist zu hoffen, dass die Sonde nahe genug an diese Hügel herankommt um eine etwaige ehemalige Küstenlinie erkennen oder sogar erkunden zu können.

Dieses Bild vom 25. März 2004 zeigt die Columbia Hills aus etwa 2 km Entfernung. Auffällig ist der anscheinend waagerecht liegende gerade (hier im Negativ helle) Saum am unteren Hang der Hügel (Pfeile). Sie ist möglicherweise bereits der erste Hinweis darauf, dass eine solche fossile Küstenlinie tatsächlich existiert (kontrastverstärkter Negativ-Ausschnitt aus dem Originalbild).

Weitere Marsmissionen

Siehe auch: Liste der unbemannten Raumfahrtmissionen

Weblinks




     
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