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Spätantike



Die Spätantike ist ein relativ eigenständiger Zeitraum der Antike. Die Datierung ist umstritten, in der Regel wird aber das Jahr 284 n.Chr. (Herrschaftsantritt Diokletians) als Anfang angegeben. Das Ende ist hingegen weitgehend offen, es sind verschiedene Ansätze möglich. Meistens wird ein Zeitabschnitt von der Reichsteilung durch den römischen Kaiser Theodosius I im Jahre 395 bis zum Ende des römischen Reiches im Westen 476 n.Chr., oder bis zum Ende der Regierung Justinians I gewählt (also etwa bis zum Jahr 565 n.Chr.). Das Byzantinische Reich existierte zudem in einer intakten Spätantike bis 1453 (Fall Konstantinopels), da es im Osten zu keinem Bruch gekommen war wie im Westen, wo das Kaisertum untergegangen war.

Die in der älteren Forschung vertretene Auffassung, dass die Spätantike ein Zeitalter moralischen und kulturellen Verfalls gewesen sei (Dekadenztheorie nach Edward Gibbons: Decline and Fall of the Roman Empire; auch Voltaire: Essai sur les moeurs et l'esprit des nations), sind inzwischen nach allgemeiner Ansicht obsolet geworden; sie werden in neueren Darstellungen nicht mehr angeführt, sind aber in populären Darstellungen und im Film immer noch verbreitet.

Die Spätantike ist eine Zeit des Um- und Aufbruchs, zwischen Antike und Mittelalter. Für die Formierung Europas war sie von großer Bedeutung, da in dieser Zeit das Christentum seine Herrschaft antrat, das Römische Reich zusammenbrach und die Germanen eigene Reiche auf dem Boden des Imperiums gründeten.

Literatur

siehe auch: Dominat, Untergang des Römischen Reiches



     
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