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Skurrile wissenschaftliche Namen



Die Namensgebung in der Biologie ist ziemlich eindeutig durch verschiedene international gültige Regelwerke und Vereinbarungen reglementiert. In Werken wie beispielsweise dem International Code of Zoological Nomenclature oder dem International Code of Botanical Nomenclature ist festgelegt, wann ein wissenschaftlicher Name rechtmäßig ist und wann er nicht akzeptiert wird. Die Entscheidung dazu trifft im Falle der Tiere die International Commission on Zoological Nomenclature (ICZN), für Pflanzen die International Association for Plant Taxonomy (IAPT).

Doch obwohl durch diese Regeln relativ enge Grenzen gesetzt, gibt es doch immer wieder kreative (und unkreative) Biologen, deren Benennungen einen gewissen Unterhaltungswert haben. Dies kann aufgrund der Auswahl des Namens (Benennung etwa nach einer Musikgruppe, einem Film o.ä.), der Länge des Namens, seiner Buchstabenzusammensetzung (Palindrom, viele Vokale) oder anderer Eigenschaften sein.

Einige dieser Organismen sollen in der folgenden Zusammenstellung vorgestellt werden. Dabei sollen nur Beispiele für verschiedene Formen der Skurrilität gezeigt werden. Es handelt sich dabei sowohl um Namen von Arten als auch um solche höherer Taxa.

Table of contents
1 Wortspiele
2 Wortbedeutungen
3 Wenig originelle Benennungen
4 Weblinks

Wortspiele

Die längsten Namen

Die kürzesten Namen

Die ersten und die letzten im Alphabet

Palindrome

Palindrome sind Wörter, die sich von hinten und von vorn mit der gleichen Bedeutung lesen lassen.

Tautonome, mal anders

Tautonome sind Aneinanderreihungen von zweimal demselben Namen (Beispiel Vulpes vulpes für den Rotfuchs). Diese sind in der Zoologie allgemein üblich, in der Botanik jedoch nicht erlaubt. Eine nette Variante stellen Tautonome dar, bei denen der Gattungs- und der Artname gleichbedeutend in verschiedenen Sprachen sind:

Wortbedeutungen

Interessante Übersetzungen

Benennung nach Personen

Die Benennung von Arten nach bedeutenden Personen ist in der Biologie durchaus üblich. Normalerweise werden auf diesem Weg bedeutende Forscher geehrt. Die folgenden Benennungen sind allerdings aufgrund der Personenwahl ungewöhnlich.

Eristalis gatesi, eine Schwebfliege, benannt nach Bill Gates
  • Arthurdactylus conan-doylei, ein brasilianischer Flugsaurier-Fund (nach Arthur Conan Doyle)
  • Draculoides bramstokeri, eine Spinne (nach Bram Stoker und seinen Roman "Dracula")
  • Psephophorus terrypratchetti, eine fossile Schildkröte aus dem Eozän (nach Terry Pratchett).
  • Mackenziurus johnnyi, M. joeyi, M. deedeei und M. ceejayi, vier Vertreter einer ausgestorbenen Trilobitengattung (nach den Ramones)
  • Elvisaurus, ein Dinosaurier mit einem Nacken, der den Beschreiber an Elvis Presley denken ließ.
  • Dicrotendipes thanatogratus, eine Zuckmücke, benannt nach den Grateful Dead ("Thanatos"=Tod, "gratus"=gnadenvoll)
  • Villa manillae, eine Fliege, deren Name von Milli Vanilli inspiriert wurde.
  • Confuciusornis sanctus, ein Gefiederter Saurier, benannt nach Konfuzius.
  • Sylvilagus palustris hefneri Lazell, 1984, eine vom Aussterben bedrohte amerikanischen Kaninchen-Art, benannt nach Hugh Hefner, dem Gründer der Männerzeitschrift Playboy. Markenzeichen dieser Zeitschrift ist ein Kaninchenkopf; die spärlich bekleideten Damen trugen die Bezeichnung Bunny (=Kaninchen).
  • Napoleonaea imperialis, nach Napoleon
  • Anophthalmus hitleri, ein blinder Höhlenkäfer und Roechlingia hitleri ein ausgestorbenes Insekt (nach Adolf Hitler)

  • Namen aus der Mythologie

    Mächte des Bösen und des Todes

    Namen fiktiver Personen

    Aus der Welt der Sagen und Märchen

    Film- und Fernsehbenennungen

    Aus den Romanen von J.R.R. Tolkien

    Aufgrund der aktuellen Popularität von John Ronald Reuel Tolkien fällt diese Liste besonders lang aus. Auch Biologen und Paläontologen sind und waren offensichtlich große Anhänger dieses Autors, besonders Van Valen benannte 1978 eine ganze Menge Säugetiere aus dem Paläozän nach Charakteren und Begriffen aus Mittelerde.

    Auf eine Verlinkung der erwähnten Charaktere wird verzichtet, dafür sollte der Artikel Der Herr der Ringe ausreichen:

    Benennung nach Dingen

    Die Drogenliste

    Der Sex in wissenschaftlichen Namen

    Natürlich spielt die Sexualität im Tier- und Pflanzenreich eine große Rolle und entsprechend haben sexuelle Besonderheiten (Form und Größe der Geschlechtsorgane, Paarungsverhalten) auch Einzug in die Benennung genommen, Doch häufig sind es auch nur Ähnlichkeiten mit den menschlichen Genitalien, die die Benennung beeinflussten.

    Die weibliche Seite

    Die männliche Seite

    Andere Bezüge zum Sex

    Morbide Namen

    Wenig originelle Benennungen

    Die Vielfalt an Lebewesen kann manchmal überwältigend sein. Einem amerikanischen Schmetterlingsforscher erschienen die Schmetterlinge der nördlichen Mexikos offenbar so zahlreich, dass er bei der Namensgebung ein wenig schematisch zur Sache ging:

    Weblinks

    Diese Liste stellt nur eine kleine Auswahl an Namen dar, viele weitere finden sich auf




         
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