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Skeptizismus



Skeptizismus (griech. skeptomai ich untersuche, prüfe) ist eine erkenntnistheoretische Strömung, nach der weder der Verstand (Rationalismus) noch die Erfahrung oder Wahrnehmung (Empirismus) unfehlbare Erkenntnis bringen kann.

Der Skeptizismus stützt sich dabei auf die Erfahrung, dass zum Beweis einer Hypothese stets grundlegendere Erkenntnisse herangezogen werden müssen. Dadurch kommt man zu einer unendlichen Reihe von Beweisen, deren Boden nicht zu ergründen ist. Im Gegensatz zu den Empirikern und Rationalisten nehmen die Skeptiker also nicht an, dass es grundlegende Wahrheiten gäbe, die keines Beweises bedürfen.

Moderner Skeptizismus

Der moderne Skeptizismus fordert die kritische Prüfung von Hypothesen.

Im Gegensatz zum klassischen radikalen Skeptizismus (Pyrrhon, Sextus Empiricus, Montaigne, u.a.), ist der moderne Skeptizismus ein gemäßigter oder methodischer, der nicht die Möglichkeit von Erkenntnis überhaupt bestreitet. Deshalb erscheint hier vielen die schlichte Bezeichnung "Skepsis" angemessener.

Skeptiker sind keine engstirnigen Leugner ungewöhnlicher oder neuer Ideen: Sie stellen nur die ganz einfache Frage "Stimmt's?". Und sie fragen weiter: Stimmen auch die Belege, die von den Befürwortern solcher Thesen vorgebracht werden? Sind die Gründe, die für diese Thesen ins Feld geführt werden, stichhaltig? Solange diese Fragen unbeantwortet sind oder mit Nein beantwortet werden müssen, sagt ein Skeptiker: "Ich sehe keinen Grund, weshalb ich diese These glauben soll". Dies ist lediglich eine Form rationalen Urteilens, die weit von einem dogmatischen Neinsagen entfernt ist. Man nennt es auch "kritisches Denken".

Da nicht jeder alles prüfen kann, müssen auch Skeptiker anderen Menschen glauben und vertrauen. Sie unterscheiden sich darin nicht von anderen. Doch dieses Glauben und Vertrauen ist keine Form der Leichtgläubigkeit, weil es dann, wenn es darauf ankommt, kritisch hinterfragt werden kann. Auch Skeptiker können sich irren.

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