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Shuttle-Mir-Programm



-Space Shuttles Atlantis mit der russischen Raumstation Mir im Rahmen des Shuttle-Mir-Programms]]

Das Shuttle-Mir-Programm bestand aus vier Flügen des Space Shuttles der NASA zur russischen Raumstation Mir, die von 1995 bis 1997 stattfanden. Sie stellten die erste umfangreiche Zusammenarbeit im Weltraum zwischen den Supermächten USA und Russland seit dem Apollo-Sojus-Projekt dar.

Geschichte

Nach den ersten "Gehversuchen" in der bemannten Raumfahrt mit dem Mercury- und Gemini-Programm und dem Apollo-Programm, das zur ersten bemannten Mondlandung führte, setzte die NASA ab 1981 auf das Space Shuttle als wichtigstes Transportmittel für Menschen ins All. Die amerikanischen Mondlandungen markierten vorerst ein Ende des Wettlaufs ins All zwischen den USA und der Sowjetunion und den Beginn einer Entspannungspolitik im Kalten Krieg.

Erster Meilenstein in dieser Richtung war das Apollo-Sojus-Projekt, in dem es zur ersten direkten Kopplung einer amerikanischen und einer sowjetischen Raumkapsel in der Erdumlaufbahn kam.

Während in den 1980er Jahren die Sowjetunion eher auf die Entwicklung großer Raumstationen wie der Saljut oder Mir setzte, verschlang das Space Shuttle-Projekte die meisten Gelder der NASA. Insofern hatte die US-Raumfahrt auch zu Beginn der 1990er Jahre - nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion - ein Defizit bei den Erfahrungen über Langzeitaufenthalte im All und den langfristigen Betrieb und die Versorgung einer Raumstation im Erdorbit.

Diese Situation sowie anhaltene Budgetprobleme bei der jetzt nur noch russischen Raumfahrt bildete den Nährboden für das Shuttle-Mir-Programm. Die gute Zusammenarbeit begünstigte auch die spätere Einbeziehung Russlands beim Aufbau der Internationalen Raumstation ISS.

Shuttle-Mir beginnt

Am 17. Juni 1992 unterzeichben der damalige US-Präsident George Bush sowie sein russischer Amtskollege Boris Jelzin das Agreement between the United States of America and the Russian Federation Concerning Cooperation in the Exploration and Use of Outer Space for Peaceful Purposes (frei übersetzt: "Vereinbarung zwischen den USA und Russland über eine Kooperation bei der Erforschung und der Nutzung des Weltraums für friedliche Zwecke"). Hauptbestandteil dieser Vereinbarung ist eine "Mission von Space Shuttle und der Mir-Station, bei der US-Astronauten und russische Kosmonauten beteiligt sind."

Am 27. Juni 1995 war es schließlich soweit: Die Atlantis hob zur Mir ab. Sie dockte zwei Tage später an die Station an und blieb sechs Tage angedockt, bis sie wieder zur Erde zurückkehrte. Dabei wurde die Besatzung der der Mir ausgetauscht.

Siehe auch: Space Shuttle, Mir (Raumstation)

Weblinks




     
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