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Seeleopard



Seeleopard
Systematik
Unterklasse: Höhere Säugetiere (Eutheria)
Ordnung: Raubtiere (Carnivora)
Unterordnung: Hundeartige (Cynoidea)
Familie: Hundsrobben (Phocidae)
Gattung: Hydrurga
Art: Seeleopard (H. leptonyx)

Der Seeleopard ist eine in südpolaren Gewässern verbreitete Robbe. Er ist die räuberischste aller Robben und ernährt sich bevorzugt von warmblütigen Wirbeltieren.

Table of contents
1 Merkmale
2 Lebensraum
3 Lebensweise
4 Sonstiges

Merkmale

Seeleoparden haben einen sehr stromlinienförmigen Körper, der ihnen im Wasser das Erreichen enormer Geschwindigkeiten ermöglicht. Ihr Kopf ist ungewöhnlich abgeflacht und wirkt beinahe reptilienartig. Die Vorderflossen sind stark verlängert; der Seeleopard bewegt sich im Wasser mit kräftigen, simultanen Schlägen dieser Vorderflossen fort. Ein männlicher Seeleopard ist etwa 3 m lang, Weibchen können bis fast 4 m lang werden. Das Gewicht eines Männchens liegt bei 270 kg, das eines Weibchens bei fast 400 kg. Die Farbe ist oberseits dunkelgrau und unterseits silbrigweiß. Hinzu kommen graue Flecken am Kopf und an den Flanken.

Lebensraum

Der Seeleopard ist ein Tier der antarktischen Meere. Rund um den antarktischen Kontinent bewegt er sich am Rande des Packeises. Ausnahmsweise gelangen wandernde oder verirrte Tiere nach Australien, Neuseeland oder Feuerland.

Lebensweise

Neben dem Schwertwal ist der Seeleopard das dominante Raubtier der Südpolarregion. Er ist ein Einzelgänger, der ganzjährig in den Gewässern am Rande des Packeises bleibt - lediglich jüngere Tiere wandern im Winter nordwärts zu den subantarktischen Inseln.

Merkwürdigerweise ernährt sich der Seeleopard zu gleichen Teilen von Krill, also kleinen Krebstieren des Planktons, wie von großen Wirbeltieren. Fische spielen in seiner Nahrung dagegen eine sehr untergeordnete Rolle.

Den Krill filtert er mit einem Röhrensystem seiner Backenzähne, das dem des Krabbenfressers ähnelt, aber längst nicht so weit entwickelt ist. Durch Aussparungen auf seinen Zähnen kann er Wasser aus dem Maul pressen, während der Krill hängen bleibt. Diese Ernährungsweise, die fast 50 % des Nahrungsbedarfs ausmacht, wurde erst in jüngerer Zeit entdeckt.

Ständig stellt der Seeleopard den Krabbenfressern, den Weddellrobben, den Seebären und den Pinguinen nach. Die meisten Seeleoparden haben sich dabei auf die Robbenjagd spezialisiert, während andere hauptsächlich Pinguine jagen. Die Beutetiere werden nach Möglichkeit im Wasser gepackt und getötet. Fliehen die Tiere auf das Eis, folgt der Seeleopard ihnen jedoch dorthin. Nur unter glücklichen Bedingungen gelingt es den einmal anvisierten Beutetieren, dem Jäger zu entkommen.

Sonstiges

Nach dem Krabbenfresser und der Weddellrobbe ist der Seeleopard die häufigste Robbe der Antarktis. Man schätzt, dass 400.000 Individuen in den südpolaren Meeren leben. Gegenwärtig ist die Art nicht bedroht.

Im Jahr 2003 wurde eine britische Wissenschaftlerin beim Tauchen in der Nähe der Forschungsstation Rothera von einem Seeleoparden angegriffen und getötet.




     
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