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Schweiz



Dieser Artikel behandelt den Staat Schweiz. Weiteres siehe Schweiz (Begriffsklärung)

(Details)
Amtssprachen Deutsch, Französisch, Italienisch und Rätoromanisch
Hauptstadt Bern
Staatsform Bundesstaat
Bundespräsident Joseph Deiss
Fläche 41'285 km²
Höchster Punkt 4634 m (Dufourspitze);
Einwohnerzahl 7'440'722 Personen (2002)
Ausländeranteil 1'607'604 Personen / 21.6% (2002)
Bevölkerungsdichte 176 Einwohner pro km²
Währung Schweizer Franken
Zeitzone MEZ
Nationalhymne Schweizerpsalm
Nationalfeiertag 1. August
Kfz-Kennzeichen CH
Internet-TLD .ch
Vorwahl +41
Die Schweizerische Eidgenossenschaft (franz. Confédération Suisse, ital. Confederazione Svizzera, rätoroman. Confederaziun Svizra, lat. Confoederatio Helvetica), kurz Schweiz, ist ein Staat in Westeuropa. Der Name Schweiz ist die verdeutschte Form des Kantonsnamens Schwyz, der auf die gesamte Eidgenossenschaft übertragen wurde.

Die Schweiz liegt zwischen Bodensee und Genfersee, Alpenrhein und Jura, Hochrhein und Alpensüdrand. Sie grenzt nördlich an die Bundesrepublik Deutschland, östlich an das Fürstentum Liechtenstein und Österreich, südlich an Italien, und der westliche Nachbar ist Frankreich.

Table of contents
1 Kurzinformation
2 Geschichte
3 Politik
4 Kantone
5 Geographie
6 Sprachen
7 Konfession
8 Wirtschaft
9 Verkehr
10 Tourismus
11 Persönlichkeiten
12 Bücher über die Schweiz
13 Weitere Themen
14 Weblinks

Kurzinformation

Geschichte

Hauptartikel: Geschichte der Schweiz

Kurzüberblick der Geschichte: DateFormat = yyyy ImageSize = width:750 height:auto barincrement:37 PlotArea = left:20 right:45 bottom:30 top:15 Colors = id:canvas value:rgb(0.97,0.97,0.97) id:grid1 value:rgb(0.80,0.80,0.80) id:grid2 value:rgb(0.86,0.86,0.86) id:Timeperiod value:red id:Timeperiod2 value:rgb(0.86,0.56,0.56) id:grau value:gray(0.7) Period = from:1200 till:2100 TimeAxis = orientation:horizontal format:yyyy ScaleMajor = unit:year increment:100 start:1200 gridcolor:grid1 ScaleMinor = unit:year increment:50 start:1200 gridcolor:grid2 AlignBars = justify BackgroundColors = canvas:canvas bars:canvas BarData= bar:Timeperiod barset:Timeperiod2 PlotData= width:25 fontsize:S textcolor:black align:center bar:Timeperiod color:Timeperiod shift:(0,-3) from:start till:end color:grau # Hintergrund from:1291 till:1353 text: " " from:1353 till:1481 text: "Acht Orte" color:Timeperiod2 from:1513 till:1798 text: "Dreizehn Orte" from:1798 till:1803 text: " " color:Timeperiod2 from:1803 till:1848 text: " " from:1848 till:2004 text: "Bundesstaat" color:Timeperiod2 width:25 fontsize:S textcolor:black anchor:from align:left color:grau barset:Timeperiod2 at:1291 text:"1291 Rütlischwur, Gründung~der Eidgenossenschaft" at:1315 text:"1315 Schlacht bei~Morgarten" from:1332 till:1353 text: "1332-1353 Ausdehnung zu den~Acht Alten Orten" shift:(21,0) at:1386 text:"1386 Schlacht von~Sempach" from:1449 till:1450 text: "1449-50 Alter Zürichkrieg" shift:(4,0) from:1474 till:1478 text: "1474-78 Burgunderkriege~(Grandson, Murten, Nancy)" shift:(7,0) from:1481 till:1513 text: "1481-1513 Ausdehnung zu den~Dreizehn Alten Orten" shift:(29,0) from:1498 till:1499 text: "1498-99 Schwabenkrieg" shift:(4,0) from:1519 till:1541 text: "1519-1541 Reformation~(Zwingli, Calvin)" shift:(21,0) barset:break at:1648 text:"1648 Souveränität im~Westfälischen Frieden" from:1798 till:1803 text: "1798-1803 Helvetische Republik nach ~Eroberung durch Frankreich" shift:(9,0) at:1803 text:"1803 Mediationsakte von~Napoleon Bonaparte" at:1815 text:"1815 Neutralität und Restauration~(Wiener Kongress)" at:1847 text:"1847 Sonderbundskrieg" at:1848 text:"1848 Bundesstaat mit~Bundesverfassung" at:1971 text:"1971 Frauenstimmrecht ~wird eingeführt" at:1978 text:"1978 Kanton Jura~wird gegründet" at:2002 text:"2002 UNO-Beitritt"

Die Schweizer bezeichnen sich als "Willensnation", da sie weder ethnisch, noch sprachlich, noch religiös eine Einheit bilden. Das Zusammengehörigkeitsgefühl speist sich vor allem aus

Der schweizerische Bundesstaat wurde am 12. September 1848 gegründet. Die Schweiz geht auf einen im 16. Jahrhundert entstandenen Staatenbund aus Kantonen zurück. Der Bundesbrief von 1291 war bloss ein Beistandspakt. Der berühmte Rütlischwur ist ein Geschichtsmythos.

Politik

Hauptartikel: Politisches System der Schweiz

Die Schweiz ist ein Bundesstaat mit sehr starker Betonung des Föderalismus und der direkten Demokratie.

Kantone

Hauptartikel: Kantone der Schweiz

Der Schweizer Bundesstaat besteht aus 26 Kantonen (davon sechs (Obwalden, Nidwalden, Appenzell Innerrhoden, Appenzell Ausserrhoden, Basel-Stadt und Baselland), die aus historischen Gründen als Halbkantone bezeichnet werden und daher auch nur je einen von 46 Ständeratssitzen zugeteilt erhalten. Die Kantone haben sehr grosse politische Autonomie und können vieles in eigener Kompetenz regeln. Im Allgemeinen gilt, dass der Bund nur die in der Bundesverfassung einzeln aufgezählten Kompetenzen hat; alle anderen fallen automatisch den Kantonen zu.

Siehe auch: Gemeinden der Schweiz

Offiziell nicht definierte, aber gebräuchliche Regionen der Schweiz sind:

Geographie

Landwirtschaftliche Nutzfläche 14'813 km² 38 %
Wald 12'522 km² 30.4%
Unproduktive Naturfläche 10'531 km² 25.5 %
Siedlung, Industrie, Verkehr 2418 5.8 %
Nord-Süd Ausdehnung 220 km
Ost-West Achse 348 km
Höchster Punkt (Dufourspitze im Wallis) 4634 m über Nn.
Tiefster Punkt (Lago Maggiore im Tessin) 193 m über Nn.
Geografische Regionen Jura, Mittelland,
Voralpen, Alpen, Alpensüdseite
Geologische Regionen Jura, Mittelland, Alpen,
Poebene, Oberrheinische Tiefebene

Die Schweiz gliedert sich in fünf geographische Räume, die klimatisch grosse Unterschiede aufweisen: den Jura, das Mittelland, die Voralpen, die Alpen und die Alpensüdseite.

Die geologische Struktur der Schweiz ist im Wesentlichen das Ergebnis einer Plattenkollision Afrikas und Europas während der letzten Jahrmillionen. Geologisch wird die Schweiz in fünf Hauptregionen eingeteilt: Die Alpen bestehen im Kern aus Granit, der Jura ist ein junges Faltengebirge aus Kalkstein. Zwischen Jura und den Alpen liegt das teils flache, teils hügelige Mittelland. Dazu kommen noch die Poebene bei Chiasso sowie die Oberrheinische Tiefebene bei Basel, welche zum allergrössten Teil ausserhalb der Schweiz liegen.

Dreissig Prozent der Landoberfläche der Schweiz ist bewaldet. In den Alpen dominieren Nadelhölzer (Tannen, Fichten, Lärchen, Arven). Die Wälder in den Alpen haben wichtige Funktionen als Lawinenschutz (Bannwald) und Hochwasserschutz (der Wald fängt die Regenmenge auf und gibt sie nur langsam wieder ab). Im Mittelland, im Jura und auf der Alpensüdseite unterhalb von 1000 Metern wachsen Laubmischwälder und Laubwälder. Im Tessin gibt es als regionale Besonderheit ausgedehnte Kastanienwälder, die in früheren Zeiten eine Hauptrolle bei der Ernährung der Bevölkerung spielten.

Die zehn höchsten Berge der Schweiz sind:

   Name  Höhe  Gebirge
   1 Dufourspitze    4643 m Walliser Alpen
   2 Dom    4545 m Walliser Alpen
   3 Weisshorn    4505 m Walliser Alpen
   4 Matterhorn    4478 m Walliser Alpen
   5 Dent Blanche    4357 m Walliser Alpen
   6 Grand Combin    4314 m Walliser Alpen
   7 Finsteraarhorn    4274 m Berner Alpen
   8 Aletschhorn    4195 m Berner Alpen
   9 Jungfrau    4158 m Berner Alpen
   10 Mönch    4099 m Berner Alpen

Siehe auch: Liste der Flüsse in der Schweiz, Liste der Seen in der Schweiz, Liste der Berge in der Schweiz

Sprachen

Vier Sprachen sind in der Verfassung seit 1938 als Landessprachen (bis 1999: "Nationalsprachen") verankert: Deutsch, Französisch, Italienisch und Rätoromanisch. Nur die ersten drei davon sind aber Amtssprachen. Rätoromanische Schweizer haben jedoch das Recht, in ihrer eigenen Sprache zu sprechen, speziell im Umgang mit Behörden.

Aussenstehende nehmen manchmal an, dass, weil es in der Schweiz vier Landessprachen gibt, alle Schweizer vier Sprachen sprechen. Mit der Realität hat das nichts zu tun. Ausser den Rätoromanen, die heute alle auch Deutsch beherrschen, sind die Schweizer im Prinzip als Individuen einsprachig. Viersprachig ist einzig der Bundesstaat als Institution, sodass jeder Schweizer das Recht hat, sich in seiner Muttersprache an die eidgenössische Verwaltung zu wenden und in dieser Sprache auch Antwort zu erhalten. Diese institutionelle Mehrsprachigkeit gilt jedoch nicht auf Kantons- oder gar Gemeindeebene. Diese Staatswesen regeln in eigener Kompetenz, was auf ihrem Territorium als Amtssprache gilt. So hat also ein Deutschschweizer, der in den Kanton Genf zieht, genauso wenig ein Recht auf den Gebrauch des Deutschen mit den Behörden wie ein französischsprachiger Schweizer, der in den Kanton Zürich übersiedelt.

Deutsch (hellgrau; 63.7% der Bevölkerung; Stand 2002) ist die meistverbreitete Sprache. 17 der 26 Kantone sind einsprachig Deutsch. Die Bevölkerung spricht aber gemeinläufig einen der vielen schweizerdeutschen Dialekte (siehe auch: Schweizer Hochdeutsch).

Französisch (blau; 20.4%) wird im Westen der Schweiz gesprochen. Dieser Teil des Landes wird häufig die Suisse Romande oder Romandie genannt. Gerade vier Kantone sind einsprachig Französisch: Genf, Jura, Neuenburg, Waadt. Drei der Schweizer Kantone sind offiziell zweisprachig: Bern (mit deutschsprachiger Mehrheit) sowie Freiburg und das Wallis (wo das Französische die Mehrheit hat).

Italienisch (rot; 6.5%) wird im Tessin und vier Südtälern des Kantons Graubünden gesprochen. In diesen beiden Kantonen ist Italienisch auch Amtssprache. Der Bund fördert die Sprache aktiv. Dies ist auch der Fall mit dem Rätoromanischen (grün; 0.5%), welches in Graubünden gesprochen wird. Jeder Räroromane ist mindestens zweisprachig, d. h. er spricht auch Schweizerdeutsch (den Bündner Dialekt) und Hochdeutsch. Der Kanton Graubünden ist der einzige dreisprachige Kanton der Schweiz.

Viele der Ausländer, die sich in Schweiz niedergelassen haben, haben ihre eigene Sprache mitgebracht. Zusammen sind diese Sprachen (9%) weiter verbreitet als das Italienische und das Rätoromanische. Die grösste dieser Sprachgruppen ist das Serbische/Kroatische mit 1.4%; Englisch ist die Hauptsprache für 1% der Bevölkerung. Diese nicht offiziellen Sprachen der Schweiz sind im ganzen Land verteilt, aber konzentriert in den grösseren Städten.

siehe auch: Kategorie:Schweizer Sprache

Konfession

42% in der Schweiz Lebenden sind Römisch-katholisch, 33% Evangelisch-reformiert (protestantisch), 11% ohne Zugehörigkeit und 4% gehören den islamischen Gemeinschaften an.

Von den Schweizer Bürgern sind 41% katholisch, 40% reformiert, 11% ohne Zugehörigkeit und 2.5% in Freikirchen. Die Ausländer in der Schweiz sind zu 44% katholisch, 18% islamisch, 12% ohne Konfession, 7% orthodox und 5% reformiert.

Die Innerschweiz und Teile der Ostschweiz sind traditionell eher katholische Gebiete. Dem gegenüber ist das Mittelland vorwiegend reformiert. Die Grenzen der heutigen politischen Kantonen sind historisch gesehen telweise durch die Konfession begründet.

Wirtschaft

Landwirtschaft

Die Schweiz ist zwar bekannt für ihren Käse und hat oft noch den Ruf eines Bauernlandes, aber tatsächlich arbeiten heute weniger als fünf Prozent der Bevölkerung in der Landwirtschaft. Trotzdem wird dieser Wirtschaftszweig vom Bund mit beträchtlichen Mitteln unterstützt (Subventionen).

Die landwirtschaftliche Produktion ist regional sehr unterschiedlich. In den Voralpen, Alpen und im Jura dominiert Viehzucht und Milchwirtschaft, im Mittelland Getreide-, Kartoffel- und Rübenanbau, in der Ostschweiz und im Wallis Obst. Exportiert wird in erster Linie Hartkäse (Emmentaler, Greyerzer (Gruyère), und Sbrinz).

In der Schweiz dominiert in der Landwirtschaft die integrierte Produktion. Der biologische Anbau beträgt etwa 9% der Produktion und ist stark im Wachsen. Es gibt keinen Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzensorten, ausser zu Forschungszwecken.

Rohstoffe

Die Schweiz besitzt wenig Rohstoffe. Abgebaut werden Kies, Kalk (Jura), Ton, Granit (Graubünden, Tessin) und Salz (Rheinfelden (Schweiz), Bex). Kohle, Uran und Erdöl sind bisher nur in Spuren gefunden worden. Mehrere Minen, die in der Vergangenheit Eisenerz (Sargans, Fricktal, Stechelberg), Asphalt (Travers), Kupfer (Zinal) oder Gold (Gondo) lieferten, wurden mittlerweile geschlossen.

Ein wichtiger Rohstoff der Schweiz ist die Wasserkraft, die mit Speicherkraftwerken und Laufkraftwerken zwei Drittel des Schweizer Elektrizitätsbedarfs deckt.

Siehe auch: Liste der Speicherseen in der Schweiz

Verkehr

Tourismus

Die Schweizer
Alpen bilden einen der Schwerpunkte des weltweiten Fremdenverkehrs. Die Schweiz hat einen Nationalpark. Zudem wurde am 13. Dezember 2001 das Gebiet Jungfrau-Aletsch-Bietschhorn in die Liste des Unesco-Weltnaturerbes eingetragen.

Persönlichkeiten

Siehe: Liste der Schweizer Persönlichkeiten

Bücher über die Schweiz

Weitere Themen

Weblinks

EFTA / Europa / Staaten der Welt
Island | Liechtenstein | Norwegen | Schweiz




     
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