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Schloss Belvedere



Dieser Artikel befasst sich mit dem Schloss Belvedere in Wien, weitere Schlösser gleichen Namens siehe: Schloss Belvedere (Begriffsklärung).


Beim Schloss Belvedere handelt es sich eigentlich um zwei durch einen Garten getrennte Schlossanlagen in Wien-Landstraße, die von Johann Lucas von Hildebrandt für den Prinz Eugen von Savoyen gebaut wurden.
Man unterscheidet das Obere und das Untere Belvedere. In diesem Schloss befindet sich heute die Österreichische Galerie, welche sich auf beide Teile aufteilt. Bedeutung erlangte das Schloss Belvedere in der jüngeren Geschichte Österreichs als am 15. Mai 1955 im Oberen Belvedere der Österreichische Staatsvertrag unterzeichnet wurde.

Table of contents
1 Unteres Belvedere
2 Garten
3 Oberes Belvedere
4 Weblinks

Unteres Belvedere

Ursprünglich war nur der untere Teil des Schlosses geplant, es sollte sich hierbei mehr um eine Art Repräsentations-Gartenhaus handeln. Nur wenige Räume waren als Wohnräume konzipiert, während Orangerien den meisten Platz einnahmen. Dieser Teil wurde in den Jahren 1714-16 erbaut. Das Zentrum des Unteren Belvedere stellt der Marmorsaal dar, wo eine Kopie des Mehlmarktbrunnens von Georg Raphael Donner zu sehen ist. Darüber befindet sich ein Deckengemälde von Martino Altomonte, das den Prinzen Eugen als jugendlichen Held und als Apoll mit Musen umringt zeigt. Im Westen schließt das Paradeschlafzimmer und im Osten das Tafelzimmer an. Auch im Paradeschlafzimmer findet sich ein Deckengemälde von Altomonte ("Abend und Morgen") mit Scheinarchitektur von Marcantonio Chiarini und Gaetano Fanti. In einem weiteren westlichen Raum sind Groteskmalereien von Jonas Drentwett zu finden. In den Orangerien befindet sich nun der Mittelalterteil der Österreichischen Galerie Belvedere, während in den Räumen um den Marmorsaal deren Barocksammlung ausgestellt wird. Auch die Statue Apotheose des Prinzen Eugen von Balthasar Permoser befindet sich hier.

Garten

Der Garten ist der älteste Teil der Anlage, er wurde schon knapp nach dem Grundstückskauf um 1700 vom Le Nôtre-Schüler Dominique Girard angelegt. Da das Obere Belvedere um einige Meter höher liegt als das Untere, ist das Thema der Skulpturen sinnigerweise der Aufstieg aus der Unterwelt in den Olymp.

Oberes Belvedere

Das Obere Belvedere war ursprünglich nur als kleines Gebäude konzipiert, welches den Garten optisch abschließen sollte. Später wurde es dann aber zum sommerlichen Wohnschloss des Prinzen Eugen. Als es später an die Habsburger fiel, war es zeitweise eine Art zweiter Familiensitz. Zuletzt residierte hier Erzherzog Franz Ferdinand.

Das obere Schloss wurde in Kommunikation mit der umgebenden Natur gebaut, ursprünglich gab es auch viel mehr offene Säle und Galerien. Vor der Eingangsseite befindet sich ein Teich, in dem sich das Schloss spiegelt. Das Gebäude löst sich in mehrere Blöcke auf ("Pavillonsystem"), dadurch erhält die Silhouette einen sehr bewegten Eindruck. Jeder dieser Blöcke ist mit einer eigenen Dachkonstruktion versehen, wodurch mancher Beobachter schon an "Türkenzelte" erinnert wurde.

Auch hier ist der Marmorsaal das Zentrum des Baus. Er ist mit einem Deckengemälde von Carlo Innocenzo Carlone ausgeschmückt, welches neuerdings auch seinem Quadraturisten Marcantonio Chiarini zugeschrieben wird. Rundherum befanden sich Wohnräume, die nun gleichfalls von der Österreichischen Galerie Belvedere genützt werden. In der Kapelle finden sich ebenfalls Fresken von Carlone, das Altarbild stammt von Francesco Solimena. Die Sala Terrena im unteren Bereich war ursprünglich offen, sie wurde aber nach dem Einsturz eines Atlanten komplett umgebaut und ist in somit in der ursprünglichen Form nicht mehr erhalten. Hier bewahrte der Prinz seine legendäre Bibliothek auf, die sich heute im Prunksaal der Österreichischen Nationalbibliothek befindet. Auch seine Kunstsammlung war hier untergebracht. In der östlichen Schmalseite des Hofes befand sich eine Menagerie.

Weblinks




     
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