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Schleswig (Land)



Das Land Schleswig ist das historische Herzogtum Schleswig. Es ist identisch mit dem heutigen Gebiet des nördlichen Landesteils von Schleswig-Holstein, Südschleswig, und dem dänischen Amt Südjütland (dän.: Sønderjylland, dem ehemals preußischen Nordschleswig). Hauptstadt war die Stadt Schleswig.

Die Grenze Schleswigs zu Holstein im Süden wird traditionell durch die Eider gebildet. Sie ist bereits im 11. Jahrhundert von Adam von Bremen erwähnt. Sie bildete bis zum Deutsch-Dänischen Krieg von 1864 gleichzeitig die Nordgrenze des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nationen und des Deutschen Bundes.

Im Vertrag von Ribe (dt.: Ripen\) wurde festgelegt, dass Sleswig un Holsteen op ewig ungedeelt (hochdt.: Schleswig und Holstein auf ewig ungeteilt) sein sollten. In der Folge bildete dies eine Parole der deutschen Nationalbewegung in Schleswig-Holstein zur Loslösung von der dänischen Krone.

Die Grenze Schleswigs (und damit Südjütlands) im Norden bildet die Königsau (dän.: Kongeå). Dies war auch die Nordgrenze Preußens von 1864-1920, bzw. des Deutschen Kaiserreichs von 1871-1918.

1867 trat Schleswig dem Deutschen Zollverein bei (zusammen mit Holstein, Lübeck, dem Herzogtum Lauenburg und dem Großherzogtum Mecklenburg).

Die Besiedlungsgeschichte ist vielfältig. Bis zum frühen Mittelalter war Schleswig vor allem von Dänen, Jüten und Angeln besiedelt, dazu von Sachsen (spätestens ab 800), im Raum Haithabu auch von schwedischen Wikingern, im Westen von Friesen (in Nordfriesland, welches immer Teil von Schleswig war).

Politisch gehörte Schleswig lange Zeit zu Dänemark, das selbst zeitweise unter Oberherrschaft des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation stand, sich aber im 13. Jahrhundert zur Großmacht entwickelte.

Zusammen mit Holstein war Schleswig häufig Anlass für Konflikte im 19. Jahrhundert zwischen Dänemark und Preußen. Seit 1864 war Schleswig ein Teil Preußens und bildete zusammen mit Holstein die Provinz Schleswig-Holstein. 1920 wurde als Ergebnis eines Referendums Schleswig geteilt. Das mehrheitlich dänisch besiedelte Nordschleswig votierte für den Anschluss an Dänemark, während das inzwischen deutsch dominierte Südschleswig für den Verbleib bei Deutschland stimmte. Die nunmehr verkleinerte preußische Provinz Schleswig-Holstein wurde nach dem Zweiten Weltkrieg als Land Schleswig-Holstein Teil der Bundesrepublik Deutschland.

In beiden Teilen Schleswigs leben heute nationale Minderheiten der jeweils anderen Seite.

siehe auch: Ochsenweg, Flensburg, dänische Sprache, friesische Sprache, Plattdeutsch, Moin, Dingswinde




     
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