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Schlacht im Korallenmeer



im Südpazifik nordöstlich von Australien]] 

Die Schlacht im Korallenmeer fand während des Pazifikkriegs am 7 und 8. Mai 1942 südwestlich der Salomonen und östlich von Neu-Guinea statt. Sie war die erste einer Reihe von so genannten Trägerschlachten bei denen sich japanische und amerikanische Seeeinheiten gegenüberstanden.

Table of contents
1 Kriegsgrund
2 Vorspiel
3 Die Schlacht
4 Weblinks

Kriegsgrund

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Die Japaner hatten vor, einen Luftstützpunkt in Port Moresby an der Südostküste Neu Guineas anzulegen und versuchten mit einer Einsatztruppe diesen Plan zu verwirklichen. Dieser Stützpunkt würde es ihnen erlauben, Australien zu bedrohen und weiter in den Südpazifik vordringen zu können. Zu diesem Zweck gab es eine kleinere Flotte, die Tulagi in den südlichen Salomonen angreifen sollte. Der Hauptschlag ging aber mit einer großen Flotte in Richtung Port Moresby. Unterstützt wurden die Seestreitkräfte vom Festland aus mit Flugzeugen, die aus Norden in das Korallenmeer flogen, sowie von den großen Flugzeugträgern Shokaku und Zuikaku. Diese wiederum wurden von einer Flotte aus Zerstörern und Kreuzernn geschützt.

Vorspiel

Die US Navy konnte aber durch Geheimdienstaufklärung an die japanischen Pläne gelangen und ihrerseits zwei der eigenen Flugzeugträger, begleitet von acht Kreuzern, darunter zwei der Royal Australian Navy, in die Schlacht schicken. Der Träger USS Lexington wurde von Pearl Harbor aus in Fahrt gesetzt und traf im Operationsgebiet am 1. Mai auf den Träger USS Yorktown.

Als die Japaner am 3. Mai versuchten, auf Tulagi zu landen, um einen kleinen Luftwaffenstützpunkt einzurichten, steuerte die USS Yorktown nördlich und startete am Morgen des 4. Mai einen Luftangriff auf das japanische Landungsunternehmen. Der Zerstörer Kikuzuki wurde in der Halavo Bay, (Florida Island), sehr schwer beschädigt und sank, einige japanische Flugzeuge und Schiffe vernichtet.

Die USS Yorktown kehrte sofort nach diesem Schlag zurück, um bei der amerikanischen Flotte wieder aufzutanken. Die Japaner liefen nun mit ihrer großen Flotte Richtung Port Moresby und die Amerikaner taten es ihnen nach.

Die Schlacht

7. Mai 1942

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Am
7. Mai suchte die eine Flotte die andere; sie waren nur 70 Meilen voneinander entfernt. Beide Führungsstäbe wollten unbedingt den Erstschlag führen und den Gegner nach Möglichkeit überraschen. Auf der japanischen Seite waren dies Vizeadmiral Takeo Takagi und Konteradmiral Tadaichi Hara, bei den Amerikanern Konteradmiral Frank Jack Fletcher. Die Aufklärungsarbeit war aber auf beiden Seiten sehr schlecht, so dass große Luftschläge gegen kleinere Flottenteile stattfanden, die Hauptflotten aber unberührt blieben.

Japanische Aufklärungsflieger sichteten gegen 8:00 Uhr in südlicher Position den amerikanischen Versorgungstanker USS Neosho und den Zerstörer USS Sims. Diese befanden sich aber weit entfernt von den amerikanischen Trägern. Sie wurden von den Piloten als "Flugzeugträger und Kreuzer" gemeldet. Zwei folgende heftige Feuerschläge richteten so gut wie keine Schäden an, als aber gegen Mittag eine Welle Sturzbomber die Schiffe angriff, sank die USS Sims und die USS Neosho wurde als unmanövrierbares Wrack hinterlassen. Die Mannschaft der USS Neosho konnte wegen der folgenden Kämpfe tagelang nicht gerettet werden.

Währenddessen wurde von einem amerikanischen Aufklärer der leichte japanische Flugzeugträger Shoho mit vier schweren Kreuzern ausfindig gemacht. Auch hier wurde die Meldung als "Schwerer Flugzeugträger mit vier schweren Kreuzern" missverstanden. Die USS Yorktown und USS Lexington starteten einen Großangriff. Mit 53 Bombern, 22 Torpedoflugzeugen und 18 Jägern griffen sie die Schiffe an. Die Shoho wurde noch vor Mittag so oft und so stark getroffen, dass sie innerhalb von Minuten sank.

Um die Verwirrung komplett zu machen attakierten japanische Maschinen eine amerikanisch-australische Kreuzerflotte weit westlich der großen amerikanischen Träger. Amerikanische B-17 Bomber, die von australischen Luftbasen gestartet waren, erschienen an diesem Kampfplatz. Beide Seiten konnten aber so gut wie keine Schäden anrichten.

All dies hatte zur Folge, dass die japanische Führung die Invasion von Port Moresby abbrach, um auf weitere Anweisungen zu warten. Am späten Nachmittag sandten sie 30 Flugzeuge aus, die nach den amerikanischen Trägern suchten. Viele von ihnen wurden abgeschossen oder scheiterten bei nächtlichen Landeversuchen, was die japanische Kampfkraft weiter schmälerte.

Beide Flotten bereiteten sich nun auf die Schlacht am nächsten Morgen vor.

8. Mai 1942

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Noch vor dem Morgengrauen am
8. Mai 1942 starteten beide Flotten Suchflugzeuge um die jeweils andere zu lokalisieren. Ein paar Stunden später war es dann soweit, beide Parteien wussten wo die jeweils anderen Träger standen.

Die Japaner hatten ihre Angriffsmaschinen noch in der Luft, die Amerikaner starteten ihre kurz nach 9:00 Uhr Morgens. Beide Staffeln attakierten die jeweils anderen Schiffe gegen 11:00 Uhr. Am Ort der amerikanischen Schiffe zogen aber Schlechtwetterwolken auf, die die japanischen Bomber in ihren Aktionen behinderten. Die amerikanischen Maschinen konnten aber bei gutem Wetter die Japaner angreifen.

Die Shokaku wurde von 22 Bombern, 12 Torpedomaschinen und 9 Kampfflugzeugen der USS Yorktown angegriffen und getroffen. Wenig später ebenfalls von einer Staffel der USS Lexington, die aber nicht in voller Stärke angreifen konnte, da sie teilweise fehlgeleitet wurde. Die Attacken hinderten die Piloten an Bord der Shokaku aufzusteigen, so dass der Träger gezwungen war das Kampfgebiet in Richtung Japan zu verlassen. Die Zuikaku eilte kurz darauf zu Hilfe, wurde aber nicht von den Amerikanern angegriffen.

Zur gleichen Zeit stürzten sich die japanischen Bomber auf die amerikanischen Flugzeugträger. Nach einem kurzen, aber gewaltigen Schlag benötigte die USS Lexington rund eine Stunde um die Schäden unter Kontrolle zu bringen. Sie war mittschiffs und vorne von einem Torpedo getroffen worden. Das Flugdeck war ebenso durch zwei Bomben stark beschädigt. Ein um 12:47 Uhr nach einer Explosion ausgebrochenes Feuer an Bord, welches nicht gelöscht werden konnte, führte aber dazu, dass sie später am Tag von der Mannschaft verlassen werden musste und durch weitere schwere Explosionen zerrissen wurde. Torpedos von amerikanischen Zerstörern versenkten sie dann gegen 20:00 Uhr. Auch die USS Yorktown bekam einen schweren Bombentreffer am hinteren Flugdeck und mehrere knapp verfehlte Bomben richteten zusätzliche Schäden an. Sie blieb aber weiterhin einsatzfähig.

Am Abend verließen beide Seiten das Schlachtfeld. Die Japaner kehrten mit der Zuikaku ein paar Tage später zurück. Da ihnen aber nur noch sehr wenige Flugzeuge zur Verfügung standen, wurde die Einnahme von Port Moresby nicht weiter verfolgt. Am 11. Mai kommandierte das japanische Oberkommando den Flugzeugträger wieder ab.

Die USS Yorktown nahm Kurs auf Pearl Harbor und spielte nach ihrer Reparatur eine wichtige Rolle bei der Schlacht um Midway.

Siehe auch: Liste von Schlachten

Weblinks




     
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