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Schaben



Dieser Artikel befasst sich mit der Ordnung der Schaben. Weitere Artikel zu "Schabe" oder "Schaben" siehe Schaben_(Begriffsklärung)

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Schaben

Fauchschabe aus Madagaskar
(Gromphadorhina portentosa)
Systematik
Überstamm: Häutungstiere (Ecdysozoa)
Stamm: Gliederfüßer (Arthropoda)
Überklasse: Sechsfüßer (Hexapoda)
Klasse: Insekten (Insecta)
Unterklasse: Fluginsekten (Pterygota)
Ordnung: Schaben (Blattodea)

Die Schaben (Blattodea) sind eine Ordnung der Insekten mit unvollständiger Verwandlung (hemimetaboler Entwicklung). Von den bekannten 3500 Arten leben in Mitteleuropa nur 15 Arten, alle anderen findet man in den Tropen und Subtropen. Die Körperlänge der Tiere beträgt zwischen 5 und 32 mm, die größten Art stellt Megaloblatta longipennis mit 95 mm Körperlänge und einer Flügelspannweite von maximal 170 mm dar.

Schaben sind meist nachtaktiv oder leben in dunklen Lebensräumen. Sie ernähren sich von unterschiedlichsten Stoffen pflanzlicher und tierischer Herkunft, einige Arten leben auch in Ameisenbauten (Ameisengäste). Die bekannteste Art in Mitteleuropa ist die Küchenschabe (Blatta orientalis), auch Kakerlake genannt und die Deutsche Schabe (Blattella germanica). Vor allem in Wäldern sind auch in Mitteleuropa zahlreiche frei lebende Arten anzutreffen, beispielsweise die Waldschabe Ectobius sylvestris.

Table of contents
1 Bau der Schaben
2 Fortpflanzung und Entwicklung
3 Systematik der Schaben
4 Weblinks

Bau der Schaben

Schaben verfügen meist über derbe Flügel, sind aber nur schlechte Flieger. Häufig haben auch nur die männlichen Tiere Flügel, während diese bei den Weibchen verkümmert sind, doch auch Arten ganz ohne Flügel sind nicht selten. Der Körper de Tiere ist abgeplattet. Auffällig ist ein großer Halsschild, der den gesamten Kopf bedeckt. Die Mundwerkzeuge sind beißend-kauend und die Antennenn meist lang und fadenförmig. Bei beiden Geschlechtern kommen so genannte Stinkdrüsen im Hinterleib vor, außerdem auffällig sind die gegliederten Hinterleibsanhänge (Cerci).

Fortpflanzung und Entwicklung

Die Weibchen der Schaben locken die Männchen durch einen Duftstoff (Pheromon) an, diese besitzen ebenfalls "Duftdrüse", aus denen sie einen paarungsstimulierenden Duftstoff abgeben. Danach kommt es bei vielen Arten zu einem komplizierten Paarungsspiel, bei dem die männlichen Geschlechtsorgane regelrecht in die weiblichen Entsprechungen eingeklinkt werden.

Die Eier werden in artspezifischen Eipaketen (Ootheken) abgelegt und im typischen Fall etwa einen Tag von den Weibchen in einer speziell ausgebildeten Genitaltasche herum getragen. Die Entwicklung der Nymphen verläuft über maximal 13 Stadien und kann bis zu einem Jahr dauern.

Systematik der Schaben

Da für das Taxon Schaben begründende Merkmale (Autapomorphien) fehlen, geht man heute davon aus, das es sich bei ihnen nicht um eine natürliche Gruppe (Monophylie) handelt. Wahrscheinlich stellen sie stattdessen eine Zusammenfassung mehrerer Entwicklungslinien zu den Termiten und / oder Fangheuschrecken dar.

In der klassischen Systematik werden die Schaben in eine Reihe von Arten aufgespalten. Die europäischen Arten gehören dabei den Familien Blattidae, Ectobilidae und Blatellidae an. Einige Familien und Arten sind hier dargestellt:

Weblinks




     
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