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Santiago de Chile



Santiago de Chile ist die Hauptstadt Chiles.

Auf dem eigentlichen Gemeindegebiet der Ciudad, die aber nur das Stadtzentrum umfasst, leben 230.000 Menschen. Die Region Metropolitana dagegen wird von etwa 5,5 Mio. Einwohnern bevölkert, etwa einem Drittel der Gesamtbevölkerung von Chile (15,2 Mio. Einwohner).

Die Stadt ist das unbestrittene politische und wirtschaftliche Zentrum Chiles, auch wenn der Kongress des Landes in Valparaíso tagt.

Table of contents
1 Geografie
2 Geschichte
3 Sehenswürdigkeiten
4 Wirtschaft
5 Bildung
6 Verkehr
7 Sport
8 Siehe auch
9 Weblinks

Geografie

Santiago liegt in einem Talkessel, umgeben von den Gipfeln der Anden am Fluss Mapocho. Die Kessellage in Verbindung mit Auto- und Industrieabgasan führt häufig zu Smog, der oft so dicht ist, dass man von der Altstadt aus die Berge nicht mehr erkennen kann, welche direkt an das Stadtgebiet angrenzen.

Das Klima ist trocken, mit schroffen Temperaturwechseln.

Geschichte

Santiago wurde am 12. Februar 1541 von Pedro de Valdivia gegründet.

Südlich der Stadt liegt die Ebene, auf der am 5. April 1818 Chile unter Bernardo O'Higgins Spanien besiegte. Dies begründete die Unabhängigkeit des Landes.

1863 wurde die Jesuitenkirche durch ein Feuer zerstört. Den 2000 Opfern des Brandes errichtete man ein Denkmal.

Im Jahr 1885 lebten 236.412 Menschen in Santiago.

Sehenswürdigkeiten

Trotz der langen Stadtgeschichte kann man die historischen Bauten an zwei Händen abzählen, da Santiago - wie der Rest des Landes - regelmäßig von Erdbeben heimgesucht wird. Genau aus diesem Grund sind auch die ältesten Gebäude nicht älter als 150 Jahre, mit ausnahme der Casa Colorada und der Posada del Corregidor, Gebäude die noch aus der Zeit stammen, in der Chile noch spanische Kolonie war. Ein anderer Grund dafür, dass es an alten Gebäuden mangelt, ist das Neureichtum Chiles. Während der Zeit der spanischen Kolonie hatte es wirtschaftlich fast keine Bedeutung. Der Aufschwung kam erst nach der Unabhängigkeit. Das erklärt auch das geringe Alter vieler Gebäude, die hauptsächlich im Neoklassizistischen Stil errichtet worden sind. Die Kathedrale am zentralen Platz (Plaza de Armas) zählt aber ebenso zu den Sehenswürdigkeiten wie die älteste Kirche der Stadt, San Francisco, und die Moneda, der klassizistische Präsidentenpalast, der vor wenigen jahren noch die Einschüsse zeigte, die General Pinochets Truppen beim Sturz von Präsident Salvador Allende 1973 hinterlassen hatten. Eine weitere Sehenswürdigkeit ist der inmitten der Altstadt gelegene Cerro Santa Lucia, eine grüne Parkoase auf dem Hügel, auf dem Santiago gegründet wurde, und der Cerro San Cristóbal, ein in die Stadt hineinragender Vorläufer der Anden, der mit einer Zahnradbahn und einer Seilbahn erklommen werden kann.

Wirtschaft

Die bedeutendsten Unternehmen Chiles haben ihren Sitz in Santiago, ebenso viele ausländische Dependancen. Santiago ist auch das Medienzentrum des Landes, die nationalen TV-Stationen senden aus der Hauptstadt, und hier erscheinen auch die bedeutendsten chilenischen Zeitungen: El Mercurio, La Segunda und La Tercera.

Bildung

Die bedeutendsten chilenischen Universitäten haben ihren Sitz in Santiago: die Universidad Catolica, die Universidad de Santiago und die Universidad de Chile.

Verkehr

Santiago ist der zentrale Verkehrsknotenpunkt des Landes, mit einem internationalen Flughafen, Bahnverbindungen und mehreren Busterminals, von denen aus alle größeren Städte des Landes angefahren werden.

Eine moderne Metro verbindet die Stadtteile, daneben fahren zahlreiche Busse. Die Prachtstraße Alameda (eigentlich: Avenida Libertador O'Higgins) führt in zehn Spuren am Rande der Altstadt von Südwesten nach Nordosten in Richtung des Verwaltungs- und Geschäftsviertels Providencia.

Sport

Santiago ist Heimat für die besten chilenischen Fußballclubs. Der Verein der Universidad Catolica (UC) genießt internationales Ansehen. Weitere erfolgreiche Vereine der Hauptstadt sind Colo Colo und Universidad de Chile.

Ein Hippodrom findet sich im Süden der Stadt.

Siehe auch

Weblinks




     
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